Aus- & Weiterbildung
Ozon spült die Keime weg
Desinfektionsmittel bei Reinigung bald überflüssig
Bremerhaven (ppl). In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie wird viel gespült und desinfiziert. Absolute Hygiene ist eine wichtige Voraussetzung für die Lebensmittelsicherheit. Deshalb benötigt die Industrie Unmengen von Wasser, um Keime und alles andere, was die Qualität der Produkte beeinflussen könnte, wegzuspülen. Dem könnte bald abgeholfen werden: Wie die Informationszentrale Verpackung und Umwelt berichtet, testet das Umweltinstitut des Technologie-Transfer-Zentrums (ttz) Bremerhaven ein Verfahren mit Ozon, das nicht nur den Wasserverbrauch eindämmen, sondern auch den Einsatz von Desinfektionsmitteln überflüssig machen soll.
Ozongas ist ein besonderer Sauerstoff mit drei anstelle von zwei Atomen. Das dritte ist entscheidend. Kommt Ozon nämlich mit Wasser in Berührung, überträgt es sein drittes Atom sehr schnell an die darin vorhandenen Verunreinigungen und zerstört sie. Ozon ist also ein hochwirksames Desinfektionsmittel, das nach getaner Arbeit nur ein einziges „Abfall“-Produkt hinterlässt: Sauerstoff.
In der Wasseraufbereitung ist die Verwendung von Ozon ein bewährtes Verfahren. Doch bei der Produktion bzw. Abfüllung von Milch, Saft oder Wein wird bisher entweder mit Chlorprodukten oder mit Hitze gearbeitet. Letzteres ist mit einem hohen Energieverbrauch verbunden, ersteres mit der Verwendung von umweltbelastenden Chemikalien und besonders viel Trinkwasser zum Klarspülen, um Beeinträchtigungen zu verhindern.
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