Unternehmensführung

Niedrigere Heizkosten durch optimalen Betrieb

Energie-Contracting könnte eine günstige Alternative für Bäcker und Konditoren sein / Externer Dienstleister überwacht die Heizanlagen


Neuss (p). Die ehrgeizigen politischen Ziele der Bundesregierung, die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahre 2020 um 30 Prozent zu reduzieren, rücken die Themen Klimaschutz und Umweltentlastung immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit.

Insbesondere im Bäckerei- und Konditorengewerbe liegen die Chancen, den Energieverbrauch zu reduzieren, Kosten zu senken und aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, hoch, denn der Bedarf an Energie ist hier besonders groß. Dabei gelten nicht nur Backöfen, sondern auch falsch justierte oder überdimensionierte Heizungsanlagen als „Energiefresser“. Contracting – die professionelle Wärmeversorgung durch einen externen Dienstleister – bietet eine Lösung, durch die Bäcker und Konditoren nicht nur Energie, sondern auch Zeit und Geld sparen können.

Doch was versteht man unter Contracting? Die Idee ist bereits 200 Jahre alt und auf den schottischen Erfinder James Watt zurück zu führen. Hierbei beliefert ein spezialisiertes Dienstleistungsunternehmen („Contractor“) den Nutzer („Contracting-Nehmer“) über einen vertraglich fixierten Zeitraum (bis zu 15 Jahre) mit der gewünschten Energieform (Wärme, Kälte, Strom, Gas, Dampf, Druckluft etc.). Der Fokus liegt darauf, einem Gebäudeeigentümer die Optimierung oder Modernisierung der Energieversorgung und -verteilung in seinem Gebäude zu ermöglichen, ohne dass er dafür Investitionen tätigen muss. Der Contractor übernimmt dabei die volle Verantwortung für den optimalen Betrieb der Heizungsanlage, während sich der Contracting-Nehmer seinem Kerngeschäft zuwenden kann.

In Deutschland ist der Begriff des Contractings seit den 90er Jahren geläufig.

Konzept mit vier Varianten

Doch Contracting ist nicht gleich Contracting. So definiert die DIN 8930 vier verschiedene Contracting-Varianten. Die am Markt am meisten verbreitete Version ist das Energieliefer- oder Anlagen-Contracting. Hier kümmert sich der Anbieter um die Erneuerung bzw. Erstinstallation der Heizungsanlage: Von der Planung, über die Finanzierung bis hin zum Betrieb und Instandhaltung oder dem Brennstoffbezug – der Dienstleister übernimmt die volle Anlagenverantwortung.

Anders sieht es beim Finanzierungs-Contracting aus: Hier bleibt der Anlagenbetrieb beim Kunden, lediglich Planung, Finanzierung und Bau werden vom Wärmelieferanten übernommen.

Die dritte per Norm festgelegte Art der Energiedienstleistung ist das technische Anlagenmanagement. In diesem Fall sorgt der Contractor für den optimierten Betrieb bestehender oder auch neuer energietechnischer Anlagen, während die Anlage selbst im Besitz des Kunden bleibt.

Bei der vierten Variante, dem Einspar-Contracting – auch Performance oder Energieeinspar-Contracting genannt – wird dem Kunden eine Energiereduzierung verkauft. Anders ausgedrückt: Der Contracting-Nehmer zahlt für den Erfolg von Energieeinsparmaßnahmen, also der Reduzierung des Verbrauchs von Strom, Gas, Heizöl, Fernwärme oder auch Wasser bzw. Abwasser.

Steigerung der Energieeffizienz

Zu den nach eigenen Angaben führenden Contracting-Anbietern in Deutschland gehört das Neusser Unternehmen gc Wärmedienste GmbH & Co. KG (German Contract). Kerngeschäft und Unternehmensziel von German Contract ist die Steigerung der Energieeffizienz von Heizungsanlagen. Das Unternehmen plant, finanziert, installiert und betreibt Heizungsanlagen auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko. Der Contractor agiert deutschlandweit und bietet individuell ausgearbeitete Versorgungslösungen.

Ein wesentliches Dienstleistungsmerkmal ist die permanente Überwachung der Heizungsanlage durch German Contract. So ist ein kontinuierliches Abgleichen und Optimieren des Energieverbrauchs möglich. Durch das angebotene Nutzungsgradmanagement beträgt die Energieeinsparung mindestens zehn Prozent. Für die Kunden des Neusser Dienstleisters bedeutet das: Ohne viel Aufwand reduzieren sie den Energieverbrauch ihrer Heizungsanlage, senken ihre Nebenkosten und gewinnen so zusätzliche Liquidität.

Neuland für Bäcker/Konditoren

Während Contracting im Hotel- und Gaststättengewerbe zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, ist das innovative Energie-Konzept im Bereich der Bäckereien und Konditoreien noch weitestgehend unbekannt. Dabei eröffnen sich den Gewerbebetreibenden in diesem Wirtschaftszweig durch die professionelle Wärmeversorgung ihrer Objekte enorme Vorteile: Zum einen gewährleisten Contractoren wie German Contract ihren Kunden den optimalen Betrieb ihrer Heizungsanlage. Zum anderen schont Contracting durch effiziente Ausnutzung der Energie nicht nur den Geldbeutel sondern vor allem auch die Umwelt, da der CO2-Ausstoß entsprechend niedriger ausfällt. Ein weiteres ökologisches Plus: Contracting setzt verstärkt auf erneuerbare Energien wie Solarthermie, Holzpellets oder Wärmepumpen. „Wird beispielsweise der Backofen einer Bäckerei bereits mit Holzpellets beheizt, ist es für uns ein Leichtes, diese schadstoffarme Energiequelle auch für die Heizungsanlage zu nutzen“, so gc-Geschäftsführer Dirk Hunke.

Weitere Informationen:

gc Wärmedienste GmbH & Co. KG

Tel. (0180) 5900510 (Ortstarif)

www.germancontract.com


Artikel vom 10.05.2007
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