Aus- & Weiterbildung
Nicht alltagstauglich
Schülertest offenbart Lücken bei Verbraucherwissen
Berlin (rgb). Nach einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) haben Schulabgänger große Defizite in der Konsum- und Wirtschaftskompetenz. Deshalb fordert der Verband ein breites Bündnis für Verbraucherbildung in deutschen Schulen.
Ein vom vzbv vorgestellter Schülertest an Berliner Schulen bestätigt bedenkliche Bildungslücken in allen Konsumfeldern. So konnten die 570 teilnehmenden Schüler im Durchschnitt lediglich die Hälfte der Fragen richtig beantworten. Differenzierter wird das Bild, wenn man verschiedene Schultypen miteinander vergleicht. Dabei fallen die Berufsschulen und Gymnasien durchaus positiv auf – immerhin zwei Drittel der Schüler konnten mehr als 10 von insgesamt 17 Fragen richtig beantworten. Anlass zur Sorge bietet hingegen das Verbraucherwissen an Real- und Gesamtschulen: So gab es in den teilnehmenden Realschulen keinen Schüler, der mehr als 13 Fragen richtig beantworten konnte. 22 Prozent der befragten Realschüler und 16 Prozent der Gesamtschüler waren nicht in der Lage, mehr als fünf Fragen der nicht repräsentativen Befragung richtig zu beantworten. Ergebnisse zu Hauptschulen lagen nicht vor.
Nicht zuletzt die vielen Fehlentwicklungen und Fehlentscheidungen der Verbraucher im Konsumalltag seien ein Indiz dafür, dass die Schule nicht das Notwendige leistet, um Kinder und Jugendliche auf das Leben als Konsument vorzubereiten.
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