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Die Bäckerei Friedrich (Straßdorf) nützt das Software-Programm bro:Tplus zur Kalkulation und zur Kundeninformation über die Ladenkasse

Bäckermeister Harald Friedrich: „Mit broT:plus habe ich eine einfache und schnelle Möglichkeit der Kostenüberwachung gefunden.“ Fotos: Stumpf
Eine der Entscheidungen ist, die Zahl der Convenienceprodukte in seinem Betrieb weiter zu reduzieren. Durch den kalkulatorischen Vergleich zweier Herstellungsmethoden konnte Harald Friedrich erkennen, wo Geld verdient wird. „Bei uns sind die Spannen sehr gering. Hier muss genau kalkuliert werden.“
Die Software bro:Tplus ist eine Weiterentwicklung der drei bisherigen Programme des Zentralverbandes (bro:T, PIN, brotmanufaktur). Die Software soll dem Bäcker als leistungsfähige Datenbank für seine Lieferantenartikelpreise, Rohstoffe, Rezepturen und Artikel dienen. Die notwendigen Informationen werden zentral erfasst und dienen als Basis der Auswertungen.
Nährwert- und Allergenangaben werden berechnet, Zutatenlisten generiert, Artikelkalkulationen bereitgestellt.
Kalkulieren mit Deckungsbeitrag
Für Anwender wie Harald Friedrich heißt dies vor allem Zeitersparnis. Er kann jetzt auch kalkulieren, wozu vorher oft die Zeit fehlte. Aufbauend auf den Informationen zu jedem Artikel ermöglicht die Deckungsbeitragsrechnung in broT:plus eine strategische Analyse eines jeden Produkts sowie des gesamten Produktsortiments. Harald Friedrich: „Sie liefert so die Grundlage für zukünftige unternehmerische Entscheidungen.“
So können Preissteigerungen, wie etwa in letzter Zeit mehrmals geschehen, sehr schnell eingepflegt und deren Auswirkungen auf den Deckungsbeitrag erkannt werden. „Das Programm sagt mir, welche Rohstoffe sich verändert haben“, zeigt Harald Friedrich die Anwendung auf. „Ich kann mir dann die relevanten Produkte anschauen und mögliche Anpassungen der Verkaufspreise abwägen.“
Das Programm arbeitet hier auf Basis der sogenannten Deckungsbeitragsrechnung. Der Deckungsbeitrag ist in der Betriebswirtschaft die Differenz zwischen den erzielten Erlösen (Umsatz) und den variablen Kosten. Mit bro:Tplus werden die variablen Kosten genau berechnet. Nachdem die Rezeptur eingegeben ist, holt sich das Programmaus der Preisdatenbank die aktuellen Rohstoffpreise. Hinzugefügt werden in die Kalkulation noch der Arbeitsaufwand mit Hilfe der tatsächlichen Arbeitszeit und einem Kostenfaktor für jede Minute. Für Harald Friedrich ist dies eine einfache und schnelle Möglichkeit der Kostenüberwachung.
Jetzt die Rezeptur verändert
„Und plötzlich merke ich, dass sich der Einsatz einer Backmischung für Sonnenblumenbrot gar nicht rechnet“, sagt Harald Friedrich. „Ein Deckungsbeitrag von 20 Cent für ein Sonnenblumenbrot ist viel zu wenig.“ Dabei hat er aber nicht einmal die Retouren mit berücksichtigt.
Harald Friedrich hat sich dann auf seine Wurzeln besonnen und ein eigenes Sonnenblumenbrot entwickelt. Geröstete Sonnenblumenkerne werden hier als Quellstück zusammen mit Quark dem Teig zugesetzt. Versäuert wird das Brot genauso wie die anderen Brote der Bäckerei mit einer Einstufenführung.
„Das Ergebnis ist ein Premiumbrot“, sagt Markus Messemer, der für den Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks (ZV) die Software entwickelt hat. Er war auch in der Bäckerei Friedrich, um die Software zu installieren und um Harald Friedrich zu beraten. „Dafür kann er jetzt auch einen ganz anderen Preis verlangen“, argumentiert Messemer mit Blick auf das neue Sonnenblumenbrot.
Ausgelobt wird das Sonnenblumenbrot jetzt mit „Unser Sonnenkorn“. Verkauft wird es mit 1,50 Euro pro 500 g, statt bisher 1,30 Euro. Harald Friedrich: „Der Deckungsbeitrag beträgt hier bei unwesentlich höherem Arbeitszeitaufwand 1,11 Euro. Da stimmt auch die Kasse.“
Wobei er dies mit der Kasse doppeldeutig meinen könnte. Denn bro:Tplus speichert zwar nahezu alle relevanten Daten zu den Produkten der Bäckerei, doch nützen diese im PC nur dem Chef. Damit sie auch im Verkaufsgespräch mit eingebunden werden können, bietet die Software eine Schnittstelle zum Warenwirtschaftssystem WinCWS von Bizerba.
Eines der Kriterien zur Entscheidung für Bizerba-Kassen war die Informationsmöglichkeit für die Kunden mit Hilfe der Kassen.
„Wie, wenn nicht durch beste Qualität und besonderen Service können wir uns sonst vom Handel unterscheiden“, fragt Friedrich.
Besonderer Service ist wichtig
Das Besondere sieht Harald Friedrich eben auch im Service für die Kunden. „Auf jedem verpackten Brot stehen die Zutaten. Wir als Bäcker können sie unseren Kunden jedoch oft nicht sagen“, ist Friedrich etwas betrübt. Mit Hilfe des Kassensystemes sei dies jedoch heute einfach und unkompliziert möglich.
Über die Schnittstelle kann jetzt für jedes Produkt die Zutatenliste, aber auch die allergenen Stoffe und Nährwertangaben in das Kassensystem übernommen werden. „Unsere Verkäuferinnen im Laden bekommen diese Infos und können sie in das Verkaufsgespräch mit einfließen lassen“, zeigt Karin Friedrich auf. Eine weitere Möglichkeit ist, die Daten für das Produkt mit dem Bondrucker auszudrucken und weiterzugeben.
Kunden werden kritischer
Obwohl Harald Friedrich die Software bro:Tplus vor allem wegen der Kalkulation gekauft hat, sieht er die Kundeninformationsmöglichkeit in Verbindung mit den Bizerba-Kassen
als sehr wichtig an: „Man kann darüber denken wie man will, aber die Verbraucher werden zunehmend kritischer. Als Bäckermeister muss ich diesen Trend konsequent nutzen.“
Seine Mitarbeiterinnen im Verkauf sehen das auch so und machen gerne mit. Hilfreich sind dabei die Kassen. Die Kassenwaagen CE-H 106 sind mit einem Touch-Screen ausgerüstet. Die Tasturoberfläche ist dabei den Betriebsabläufen individuell angepasst. „Unsere Verkäuferinnen müssen sich keine Artikelnummern oder Preise mehr merken“, zeigt Harald Friedrich die Handhabung auf. „Alles kann auf Knopfdruck aufgerufen werden.“ Auch Preisänderungen erfolgten durch die Kommunikation zwischen WinCWS und den Kassenwaagen automatisch.
So genügt dann auch der Druck auf den Infoknopf in der Bildschirmmaske und schon kann die Verkäuferin die benötigten Informationen lesen und ihr Wissen ins Verkaufsgespräch einfließen lassen. Klaus Herold von Bizerba weist in diesen Zusammenhang auch darauf hin, dass vom Verbraucherschutzministerium augenblicklich ein Aktionsplan „Mehr Lebensqualität – gegen Allergien“ vorangetrieben wird. „Sie können betroffenen Verbrauchern also auch bei loser Ware die unabdingbaren Informationen geben.“ Und genau dies macht die Bäckerei Friedrich jetzt auch.
Weitere Infos zu den Kassen:
Tel. 07433 12-0
www.bizerba.com (pf)
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