Reportage

Mobiler Verkauf mit wendigem Sprinter

Bäckerei Taubert, Kitzen, setzt auf modernes Verkaufsfahrzeug statt Filialen / Maßgeschneiderte Ausstattung fördert den Verkaufserfolg


Von Peter Salden

Mehrfach hupend braust ein Fahrzeug bis zur Bushaltestelle von Kleingörschen im Landkreis Leipziger Land. Während Katrin Prahl die Klappe ihres Verkaufsmobils hydraulisch öffnet, belebt sich der Platz für knappe 15 Minuten. „Wir sind auf den Dörfern mehr als nur ein bloßer Lieferant von Lebensmitteln“, ist sich Katrin Prahl ihrer Rolle durchaus bewusst, die seit nunmehr neun Jahren als Verkaufsfahrerin der Bäckerei Taubert aus dem benachbarten Kitzen ausfüllt.

Nach gut zehn Minuten sind alle Kundenwünsche erfüllt, die Verkaufsklappe schließt sich wieder und Katrin Prahl fährt weiter. „Es macht richtig Spaß, mit diesem schmucken Verkaufsmobil auf Tour zu gehen.“ Auch der Umstieg vom Vorgängermodell auf das neue Sprinter-Verkaufsmobil der Firma BSK Fahrzeug GmbH ist ihr überhaupt nicht schwer gefallen – ganz im Gegenteil. „Reinsetzen wie in einen Pkw und einfach losfahren“, lautet ihre Devise. Der schmale Mercedes-Sprinter passt vor allem in den Dörfern – anders als beispielsweise ein Verkaufsmobil mit Kofferaufbau – selbst durch engste Tordurchfahrten und verträgt sogar das noch vorhandene Kopfsteinpflaster bestens. „Ich kann mich auf die Technik absolut verlassen und muss nicht ständig Angst haben, auf der Strecke liegen zu bleiben“, erzählt Katrin Prahl begeistert.

Viel Platz auch unter der Theke

Mit ihrem breiten Angebot kann Katrin Prahl die meisten Wünsche sofort erfüllen: 15 Brötchen- und acht Brotsorten hat sie an Bord, wobei das Sortiment regelmäßig wechselt. Diese größere Angebotsbreite verdankt sie den längeren Brotregalen an der Rückwand ihres mobilen „Ladens“, die der Hersteller aufgrund der Erfahrungen der Bäckerei Taubert im mobilen Verkauf eingebaut hat.

Zudem wurde die Theke auf eine angenehmere Arbeitshöhe gebaut und am Gang leicht schräg nach oben gezogen; gleichzeitig wurde die Zwischenablage etwas schmaler gehalten. „Obwohl es nur acht Zentimeter Unterschied sind, macht sich diese Erleichterung deutlich bemerkbar, denn ich muss mich nicht mehr so sehr zur Ware hin bücken“, hat die junge Frau festgestellt. Darüber hinaus bietet der Stauraum unter der Theke jetzt Platz für Körbe mit einer Höhe von bis zu 40 Zentimetern. Auch Torten oder andere Konditoreiwaren können dank des integrierten Kühlschrankes selbst in den Sommermonaten mit „auf Landpartie“ gehen.

Ohne den mobilen Verkauf könnte unser Handwerksbetrieb in vierter Generation heute kaum noch existieren, schätzt Manuela Taubert ein. „Vor nunmehr elf Jahren wollten wir uns mit dem Aufbau des mobilen Verkaufs ein zweites Standbein schaffen, über das wir inzwischen nahezu zwei Drittel unseres Umsatzes erlösen.“

Mobile Visitenkarte

„Bei all diesen Angeboten steht die gute Qualität und Frische unserer Backwaren oben an“, weiß Manuela Taubert. „Und da das Auge der Kunden immer mitisst, müssen Brot, Brötchen und Kuchen auch im Verkaufsmobil als die fahrende Visitenkarte unseres Unternehmens bestens präsentiert werden.“ Aus diesem Grunde haben sich die Tauberts nach fünf Jahren erneut für ein Mercedes-Verkaufsmobil auf Sprinterbasis der BSK Fahrzeug GmbH als Investition für die Zukunft entschieden. „Wir waren mit dem Vorgängermodell und sind mit der Beratung und dem Service überaus zufrieden – nicht zuletzt bei der Zusammenstellung des Pakets für das neue Fahrzeug während der Sachsenback 2007, erinnert sich Manuela Taubert.

Fahrzeug ist maßgeschneidert

Am Ende sind die Tauberts mit dem auf ihre persönlichen Ansprüche maßgeschneiderten BSK-Verkaufsmobil rundum zufrieden: Eine breite Trittstufe erleichtert der Verkäuferin das Beladen ihres Fahrzeugs, das zudem ausreichend Stauraum bietet – bei einem zulässigen Gesamtgewicht von drei Tonnen ermöglicht die neue Sprinter-Generation gegenüber dem Vorgängermodell 200 Kilogramm mehr Zuladung.

Dennoch fährt sich das Verkaufsmobil fahrtechnisch wie ein Pkw und verbraucht relativ wenig Kraftstoff. Verbesserte, weil auf die Körpermaße der Stamm-Fahrerin abgestimmte Arbeitsbedingungen wie die höher gezogene Verkaufstheke mit größerem Stauraum darunter, der höhere Durchgang und längere Brotregale sowie eine schnelle und problemlose Reinigung der nach vorne aufklappbaren Thekenscheiben sorgen für beste Bedingungen, die den Spaß an der Arbeit fördern.

Viele technische Raffinessen verbessern zudem die Warenpräsentation, erhöhen die Sicherheit im und am Fahrzeug und sorgen für eine längere Lebensdauer einzelner Bestandteile. So setzt eine 12-Volt-Beleuchtung mit Bäckerlicht die Backwaren ins richtige Licht. Diese dreimal hellere Beleuchtung verbraucht jedoch weniger Strom als beim Vorgänger und ist generell temperaturniedrig, damit auch schokoladenüberzogene Ware besser angeboten werden kann. Nicht zuletzt ist das Scharnier der Verkaufsklappe, die mit einem Grundrahmen aus Edelstahl, seitlichen Begrenzungsleuchten und akustischem Warnsignal ausgestattet ist, nunmehr gummigelagert, was für eine leisere Öffnung und eine höhere Lebensdauer sorgt.


Artikel vom 12.09.2008
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