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Mit kostenbewusstem Handeln auf richtigem Kurs
Existenzgründer Markus Keller setzt auf ausbaufähiges Warenwirtschaftssystem / In naher Zukunft wird Vernetzung der Kassen angestrebt

Die junge Backstubenmitarbeiterin mit den leckeren Kuchen hat viel Freude beim Backen. Fotos: Stecher
Spitzname wurde Marke
Schon sehr früh wusste der vom Nachbarort Kirchberg stammende Markus Keller, welchen Beruf er erlernen und dass er einmal einen eigenen Betrieb will. Während der Ausbildungsjahre in Tegernsee als Konditor und Tübingen als Bäcker, bekam er von Verwandten, Bekannten und Freunden den Namen „Zuckerbeck“, diesen nützt er heute als Marke. Nach der Lehre folgten berufliche Erfahrungen in verschiedenen Betrieben in Deutschland.
Schon während der Meisterprüfungszeit als Bäcker und Konditor in Stuttgart, sprach Markus Keller mit Förderbanken, die ihm auch auf Grund seines Könnens grünes Licht für ein Darlehen signalisierten. Als sich für ihn die Chance zur Selbstständigkeit ergab, blockierten aber die örtlichen Hausbanken. Hindernisse wurden durch den Betriebsberater vom LIV mit einer Betriebsanalyse bald überwunden. Und dank des Finanzierungsangebotes der Bäko sowie des angesparten Eigenkapitals verwirklichte sich Markus Keller seinen lang ersehnten Wunsch.
200.000 Euro wurden dann in einen neuen Laden und in die Produktion investiert.
Klare Vorstellungen definiert
Dass der berufliche Erfolg nicht nur vom Können des Meisters, sondern auch von den Mitarbeitern abhängt, dies weiß der junge Unternehmer nur zu gut und handelt auch danach.
Markus Keller, der den Betrieb ohne seine Lebensgefährtin – eine Bankangestellte – führt, empfindet dies für nicht ungewöhnlich und beweist täglich, dass es funktioniert. Auf die Firmenphilosophie angesprochen, weiß der „Zuckerbeck“ gleich eine Antwort: „Frische, Freundlichkeit und Glaubwürdigkeit, dies sind für mich als Hersteller und Vertreiber von Lebensmitteln wichtige Faktoren zum betrieblichen Erfolg“. Mittlerweile wurde sogar noch eine Filiale im 10 km entfernten Kirchberg eröffnet. Auch die Backstube wurde mit einer neuen Brötchenanlage von Lippelt und einem neuen Heizgasumwälzer von Heuft aufgerüstet.
Wachstum mit Kontrolle
Überlegungen zur Expansion sind durchaus angedacht. „Bevor ich meinen Betrieb weiter vergrößere, müssen auch die innerbetrieblichen Strukturen optimal durchorganisiert sein, um die Kostenseite klar im Griff zu behalten“. Schon zu Anfang seiner Selbstständigkeit setzte der junge Unternehmer auf das ausbaufähige Warenwirtschaftssystem von Ulmer-Kemo, wo beispielsweise die Back- und Teigzettel automatisch nach der Bestellung erstellt werden. Geplant sind ein Rezeptterminal mit Touchscreen in der Backstube und eine elektronische Personalzeiterfassung, die ebenfalls durch Ulmer-Kemo angeboten wird. „Diese Instrumente sind für mich unverzichtbar und die Grundlage zu einem qualitativen Wachstum unter Kontrolle aller betriebsrelevanten Kostenstellen.
Fortlaufende Inventur
Der steigende Kostendruck fordert eben ein scharfes Controlling in allen Bereichen. „Da die Personalkosten die bei weitem größten Kostenfaktoren sind, verliert man leicht den Blick für andere Bereiche.
Gerade der Bereich Rohstoffe verdient heute wesentlich mehr Beachtung. Immer mehr Lager-, Verbrauchs- und Hygienevorschriften verlangen eine umfangreiche Dokumentation über Einkauf, Bestand und Verbrauch“, so Keller. Auch die Vernetzung der Kassen wird in naher Zukunft angestrebt, obwohl die Retouren beim „Zuckerbeck“ im Backwarensektor nur 5 Prozent betragen. Ausgehend von einem eingegebenen Inventurbestand wird die Filiale mit dem täglichen Lieferwert belastet. Dieser Betrag wird um die Einnahme und Retouren reduziert, und das Programm ermittelt so den Warensollbestand der Filiale. Diese Sollbestandsrechnung entspricht quasi einer fortlaufenden Inventur und zeigt eventuelle Missbestände sofort auf.
Steuerberater als Steuermann
„Neben diesen Kriterien ist die intensive und interaktive Begleitung durch meinen Steuerberater ein weiterer wichtiger Punkt zu kostenbewussten Handeln, er gibt mir als „Steuermann“ indirekt den Kurs vor“. Neben den wöchentlichen Telefonaten findet laut Markus Keller alle zwei Monate ein vier Augengespräch statt. Die Geschichte dieses jungen Unternehmers kann und sollte Beispiel sein, den Sprung in die Selbstständigkeit unter gewissen Umständen doch zu wagen. Markus Keller fühlt sich auf jeden Fall recht zuversichtlich in seinem Tun, zu dem man Ihm auch weiterhin guten Erfolg wünschen kann. (rs)
Anbieter siehe Seite 16.
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