Aus- & Weiterbildung
Mehr Schaden als Schutz
Einmalhandschuhe verbessern Hygiene nicht
Bonn (hk). Einmalhandschuhe verbessern an Frischetheken die Hygiene nicht. Das geht aus einem Bericht der Berufsgenossenschaften und der Krankenkassen hervor. Das Arbeiten an Theken mit solchen Handschuhen bringe im Umgang beispielsweise mit Wurst und Käse im Imbissbereich von Bäckerei, Konditorei und Café für die Kunden keinen zusätzlichen Gewinn an Hygiene. Vielmehr schadeten die Handschuhe den Beschäftigten, denn das Tragen über längere Zeit erhöhe das Risiko von Hauterkrankungen.
Untersuchungen der Bakterienbelastungen auf der bloßen Hand, auf Einmalhandschuhen und auf Lebensmittelattrappen hätten ergeben, dass Handflächen, Handschuhe und verwendete Geräte bereits nach 5-minütigem Umgang mit verschiedenen Lebensmitteln eine sehr starke Anreicherung von Bakterien zeigten.
Es konnte kein Unterschied zwischen Arbeit mit Handschuhen und bloßen Händen festgestellt werden. Denn, so zeigte der Versuch, wer Handschuhe benutzte, war eher geneigt, die Lebensmittel mit den Händen zu berühren. Wer keine trug, griff eher zum Hilfsmittel, etwa einer Gabel oder Zange.
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