Aus- & Weiterbildung
Mehlstaubaufwirbelung vermeiden
Durch einfache Arbeitstechniken kann der Bäcker dem Bäckerasthma aktiv vorbeugen
Mannheim (bgn). Die Bäckerasthmafälle sind leicht rückläufig. Dennoch haben immer wieder Bäcker neu mit der allergischen Erkrankung der Atemwege zu kämpfen.
Johannes Kuhn, technischer Aufsichtsbeamter der BGN, weiß: „Die Bäcker können selbst viel tun, damit Bäckerasthma erst gar nicht entsteht. Das A und O dabei ist: Mehlstaub vermeiden.“ Kuhn weiß, dass keine Backstube hundertprozentig staubfrei werden kann. „Aber“, fügt er hinzu, „mit einfachen Staub vermeidenden Arbeitstechniken und einigen hygienischen Maßnahmen kann man die Hauptursachen von Bäckerasthma reduzieren.“
Bäckerasthma vorbeugen:
Bei der Knetmaschine einen Füllschlauch benutzen, der nahe dem Bottichboden endet. Nach dem Befüllen den Schlauch langsam hochziehen.
Die Knetmaschine nur mit geschlossenem Deckel betreiben. Nur im kleinsten Gang mischen.
Bei der Teigaufarbeitung das Mehl nicht in der klassischen Wurftechnik werfen, sondern streuen / verreiben.
Prüfen, ob allergenarme Mehle beim Bestäuben bzw. als Trennmittel eingesetzt werden können.
Regelmäßig Mehlstaub von Lager- und Arbeitsflächen und Maschinen entfernen. Dabei keinen Staub aufwirbeln. Die Flächen sollten leicht zu reinigen sein.
Auch Mehlstaubablagerungen im Innern von Maschinen gegebenenfalls entfernen. Vorher Stecker ziehen.
Backstube nicht mit Druckluft reinigen. Spezielle Staubsauger für die Reinigungsarbeiten einsetzen.
Hohlräume in Wänden und Decken so verschließen, dass keine Schädlinge eindringen können.
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