Verkauf & Marketing

Kreatives rund um das Thema Stollen

Aufsehen erregende Verkostung von Weihnachtsspezialitäten auf dem 9. Vogtländischen Stollentag


Auerbach (pöt). Im „Weihnachtsland“ lassen sich auch die Bäcker und Konditoren jedes Jahr zum Fest etwas ganz Besonderes einfallen. Zum 9. Vogtländischen Stollentag stellten die Mitglieder des Stollenverbandes Sächsisches Vogtland e.V. ihre gelungensten Weihnachtsspezialitäten vor, um sie in einem großen Kreis von Fachleuten und Laien-Gourmets verkosten und bewerten zu lassen. 16 Kostproben galt es zu beurteilen und sich dabei durch eine sehr breit gefächerte Produktpalette zu arbeiten.

Die Handwerksbäcker haben eine Menge kreativer Ideen vom Früchtebrot bis zum Sahnestückchen umgesetzt, und in jeder Köstlichkeit klang das Thema Weihnachten mit seinen traditionellen Gewürzen und sonstigen Zutaten in unglaublich originellen und vor allem schmackhaften Kombinationen an. Schon die fantasievollen Namen der Spezialitäten weckten die Neugier. So z. B. Grubenlebkuchen und Mossmannkuchen aus Wunderlichs Backstuben (Markneukirchen), die Glühweinschnitte mit Johannisbeeren und Marzipancremedekor von der Bäckerei & Konditorei Dassler (Oelsnitz), Kokos-Nougat-Taler der Bäckerei Gert Kraus (Treuen) oder Dominoschnitten der Taltitzer Bäckerei Troll. Eine Kreation von Sahne mit auserlesenen Stollenzutaten und einem kräftigen Schuss Original Vogtländischem Stollenlikör war als „Stollentraum“ von Christian Donner, Backhaus an der Burg (Mylau) vorgestellt worden. Von der Feinbäckerei Volker Wunderlich kamen „Beschwipste Rotweintörtchen“ mit einem Häubchen aus weißer Mousse au Chocolat. Die reinste Gaumenfreude bereiteten aber auch traditionelle Produkte von hervorragender Güte wie die Haselnussmakronen, Kokosmakronen mit Schokofuß oder eine bunte Lebkuchenmischung aus speziell gelagertem Teig. Sogar Müsli-Gebäckhappen erinnerten an die köstliche Weihnachtszeit.

Die Jury, die sich aus Mitgliedern von Bäckerinnungen, Vertretern der Lebensmittel-Überwachungsbehörden und des öffentlichen Lebens zusammensetzte, hatte keine Mühe, sich durch alle Proben zu kosten und sparte am Ende nicht mit Lob in höchsten Tönen. Elf Proben erhielten das Prädikat „Vogtlandgold“ für ausgezeichnete Qualität mehrheitlich zugesprochen. Fünf Kostproben wurden mehrheitlich mit „Vogtlandsilber“ bewertet, und das gab es für sehr gute Qualität. Niedrigere Bewertungen, wie „Vogtlandbronze“, hinter dem immerhin noch gute Qualität steht, gab es dieses Mal mit vollem Recht gar nicht. Am Ende der Veranstaltung erhielten die 16 Teilnehmer der Qualitätsprüfung aus den Händen des Schirmherrn der Veranstaltung, Landrat Dr. Tassilo Lenk, die goldenen und silbernen Prädikats-Urkunden.

1998 veranstalteten der Stollenverband Sächsisches Vogtland e.V. und der Landrat des Vogtlandkreises erstmals einen Stollentag mit Qualitätsprüfung von Weihnachtsstollen ihrer 20 Mitglieder. Anliegen der alljährlichen vorweihnachtlichen Stollentage, die jedes Mal in einer anderen Stadt veranstaltet werden, ist vor allem die Werbung für die herrliche Vogtlandregion mit ihren reichen und lebendigen Traditionen. Bereits drei Mal wurde der Verband dafür mit dem Stollen-Zacharias ausgezeichnet.

Zu einer schönen Tradition beim Vogtländischen Stollentag wurde die Spendenaktion der Bäcker und Veranstaltungsteilnehmer für krebskranke Kinder im Vogtland, bei der dieses Mal über 300 Euro zusammen kamen.


Artikel vom 06.12.2007
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