Aus- & Weiterbildung

Knappes Rennen um beste Rezeptidee

St. Allery Azubi-Grand-Prix 2007: Zweite Etappe des Azubi-Kreativitätswettbewerbs entschieden / Dritte Runde läuft


Weinheim (dk). Sunshine Muffin, Kids Cookie Fun oder Red Sugar Flip – mit solchen fantasievollen Namen waren beispielsweise die Rezepte bezeichnet, die zur zweiten Etappe des Azubi-Rezeptwettbewerb St. Allery eingereicht worden sind. In seiner Gesamtheit die Jury überzeugt und damit gewonnen hat allerdings ein Rezept mit einem eher bodenständigen, deutschen Namen – die Schokovulkane von Florian Leuchtner aus Iffezheim.

Der Rezeptwettbewerb Azubi-Grand-Prix St. Allery wird von der Firma Meylip veranstaltet und in Kooperation mit den im Matthaes Verlag erscheinenden Fachtiteln Allgemeinen Bäckerzeitung (ABZ) und Konditorei & Café (KoCa) in drei Etappen durchgeführt.

Die Aufgabenstellung für Azubis aller Lehrjahre aus dem Bäcker- und Konditorenhandwerk bestand bei dieser zweiten Etappe darin, Rezeptideen zu Feingebäcken rund um das Thema Kindergeburtstag und Sommerparty zu entwickeln. Als Kriterien sind nicht nur ein toller Gebäckname gefragt, sondern die Einsender sollten noch weitere Punkte berücksichtigen.

Dazu gehört, dass nur hochwertige Zutaten eingesetzt und keine Convenience-Produkte verwendet werden. Außerdem muss das Rezept tabellarisch dokumentiert und die Herstellung nachvollziehbar aufgeschrieben werden. Als Abrundung sollte ein aussagefähiges Foto des Gebäckes mit eingereicht werden.

Diese Aufgabe hat nach einhelliger Meinung der Jury in dieser Etappe der Bäckerlehrling im dritten Lehrjahr, Florian Leuchtner aus Iffezheim, bestens gelöst. Er hat ein in Vergessenheit geratenes, regionales Rezept umgearbeitet und auf die immer kaufkräftiger werdende Zielgruppe „Kinder“ ausgerichtet. Dazu hat er sich auf einen Schokoladenzusatz festgelegt, da, wie Florian Leuchtner in seiner Bewerbung schreibt „alle Kinder gerne Schokolade essen“. Weiter hat er sich eine neue Form, eine ansprechende Dekoration sowie eine rationelle Herstellungsweise überlegt.

Trüffel und Fruchtigel

Alle diese Punkte überzeugten letztendlich die Jury und sie vergab den ersten Platz für die Schokovulkane. Insgesamt hatte es die Jury – bestehend aus dem Fachlehrer Albrecht Keppler (Akademie Deutsches Bäckerhandwerk), Lutz Adam (Marketingleiter Wiesheu), Bernd Mestekemper, Sonja Bruning (beide Meylip) und Dieter Kauffmann (ABZ) – dieses Mal wieder nicht leicht, den ersten Platz zu vergeben, lagen die ersten drei Plätze doch nah beieinander. Den zweiten Platz erreichte das Rezept „Dreierlei Trüffel“ von Katrin Ulrich aus Waldkirch. Die Trüffel sind eine Pralinenspezialität aus Jostabeeren, einer Kreuzung zwischen Stachel- und schwarzen Johannisbeeren, und einem Holunderblüten-Canache.

Auf den dritten Platz kam mit den Fruchtigeln eines der zwei von Christina Besemer aus Esslingen eingesandten Rezepte. Die Fruchtigel sind mit Schokolade überzogene Muffins, in denen bunte Früchtespießchen zum Naschen stecken. Eine Idee, bei der alle Kinder sicher gerne zugreifen.

Die übrigen eingereichten Rezeptideen kamen aus Sicht der Jury leider manchmal wegen fehlerhaften Rezepturen oder nicht nachvollziehbarer Herstellungsbeschreibung nicht in die engere Auswahl.

Deshalb gab die Jury den Tipp, dass teilnehmende Azubis ihre ausgearbeitete Rezeptidee gemeinsam mit ihrem Ausbilder oder Berufschullehrer nochmal durchschauen.

Denn der Wettbewerb geht weiter – aktuell läuft die dritte Etappe. Noch bis Ende Juli können Rezeptideen zum Thema „Urlaub“ und „internationale Rezepte“ eingereicht werden. Zu gewinnen gibt es neben einem MP4-Player für den Etappensieger den Gesamtsieg mit dem St. Allery Award, verknüpft mit dem Hauptpreis von 1000 Euro. Außerdem erhalten alle Teilnehmer ein sechsmonatiges kostenloses Abonnement der Allgemeinen BäckerZeitung oder der Konditorei & Café.

Teilnahmebedingungen und die Eingabemaske fürs Rezept unter:

www.meylip.de


Artikel vom 28.06.2007
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