Reportage

Kleider senden Botschaften

Das Outfit des Personals einer Bäckerei ist ein Teil der Visitenkarte des Unternehmens und vermittelt Kunden einen ersten Eindruck


Von Silke Liebig-Braunholz

Längst haben Unternehmen erkannt, dass sich Mitarbeiter als Markenbotschafter einsetzen lassen. Corporate Fashion ist im Bäckerhandwerk kein Luxus mehr. Eine hochwertige Bekleidungslösung in einheitlichem Design hinterlässt beim täglichen Kundenkontakt einen bleibenden Eindruck. Wie das Ambiente und die Produkte der Bäckerei gehört auch die Berufsbekleidung in das Gesamtkonzept des Betriebes.

Ein Bäckereifachbetrieb kann sich mit modisch-individueller Berufsbekleidung im Wettbewerb von anderen Betrieben abheben. Ob im angegliederten Bistro, Café oder direkt hinter der Theke – das Auge kauft bekanntlich mit. Für den Kunden zählen die Optik und das gesamte Erscheinungsbild. Eine Kollektion, die immer in Form ist und sich durch einen durchdachten Schnitt, ein modernes Mischgewebe sowie pfiffige Details und farbige Blickpunkte auszeichnet, garantiert den perfekten, individuellen Auftritt.

Das haben auch die Hersteller erkannt und bieten mittlerweile modische Kollektionen, die sich kaum noch von der Alltagskleidung unterscheiden. Die Firma Bekleidungswerk Hoon mit Firmensitz in Nordhorn stellt seit 1968 Berufsbekleidung für den Bereich Lebensmittel und Gastronomie her. Im November 2009 hat das Unternehmen seinen neuen Katalog mit den Programmen Trendline, Ambienta und Teamline vorgestellt. Bäckereien können auf modische Basismodelle sowie Berufsmode in bequemer Passform mit Kombinationsmöglichkeiten wie Westen, Blusen und Schürzen zurückgreifen. Außerdem gibt es Mode in innovativen Designs und Materialien, für die Hoon neue, leichte Gewebetypen verwendet. Modelle mit Geweben, die dem Ökotex Standard 100 entsprechen, bietet beispielsweise das Unternehmen Bakon Berufsmode in Bayreuth. Ständige Qualitätskontrollen der Stoffe sorgen für eine lange Lebensdauer sowie optimale Pflege- und damit Hygienebedingungen.

Exklusive Optik im Service

Die Kleidung in der Backstube ist längst nicht mehr nur klassisch weiß. Im Service stoßen Kunden immer mehr auf eine exklusive Optik. So hat etwa das Designstudio V-Verk mit der Designerin Bianca Koczan für die Lausitzer Confiserie Felicitas eine außergewöhnliche Kleidung geschaffen. Zur Eröffnung der ersten Potsdamer Filiale des Unternehmens Ende Februar 2010 fertigte die Agentur eine Ausstattung, die Tradition und Moderne vereint. Extravagante Details sind hierbei eine Ballonmütze und das leichte und optisch hochwertige Material der Kleidung.

Zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Bäckereifachbetrieben ist die hochwertige Fashion Line von Boco. Die Bekleidungskollektion bietet eine breite Auswahl an Kleidungsstücken, die problemlos miteinander kombiniert werden können. Modelle wie der feminin geschnittene Kasack, Westen und Kittel, sportliche Jacken und Polohemden oder schicke Bistro-, Latz- und Überwurfschürzen sind zudem in zahlreichen Farbtönen erhältlich. Für Abwechslung sorgen Trendfarben wie Apfelgrün, Aubergine oder Kaffeebraun. Kräftiges Rot oder Orange bringen das Verkaufspersonal zum Leuchten. Alternativ können Bäcker aus verschiedenen Streifen- oder Karomustern auswählen.

Für den Produktionsbereich hat Boco zusätzlich funktionale Kleidung im Angebot, die nach den strengen Hygienenormen der Branche zertifiziert ist. „Wer direkten Kontakt mit Nahrungsmitteln hat, ist dazu verpflichtet, strenge Hygienevorschriften einzuhalten. Unser Mietservice garantiert einen zuverlässigen Austausch der Rollen sowie der nötigen Reinigungsmittel. Bäcker können sich so getrost ihrer Kunst widmen“, so Uwe Böhlke, Branchenmanager Handwerk, CWS-Boco Deutschland GmbH.

Zertifizierte Hygiene

Auch hinter dem Food-Sortiment des Herstellers Planam steckt ein EU-weit verbindliches Konzept, das die Einhaltung der Lebensmittelhygiene von der Produktion bis zur Auslieferung der Kleidung gewährleistet. Das Gewebe ist strapazierfähig und reißfest, nach innen aber sehr hautverträglich. Über den Textilveredler Gidutex kann Berufsbekleidung von Planam zudem bestickt und bedruckt in Sonderanfertigungen bezogen werden.

Lebensmittelbetriebe, die auf der sicheren Seite sein wollen, beziehen ihre Kleidung aufgrund der strengen Hygienevorschriften möglichst bei RABC-zertifizierten Textildienstleistern. Sie ermöglichen ihren Kunden die Anlieferung der Kleidung in einer hygienischen Qualität, die sich nahtlos in jedes HACCP-System einfügt. „Das europäische Recht schreibt allen Betrieben, die Lebensmittel produzieren, verarbeiten oder anbieten vor, hygienisch einwandfrei zu arbeiten und es entsprechend zu dokumentieren. Die Kleidung der Mitarbeiter gehört dazu“, bestätigt Mewa-Textilingenieur Wolfgang Quednau, Mitglied in zahlreichen Normungsgremien wie ISO, CEN und DIN.

Hol- und Bringservice

Zusätzlich zur nachweisbar korrekten Pflege der Kleidung ist auf ihre Details zu achten. Oliver Gerrits, Leiter der Abteilung Marketing und Produktentwicklung bei Mewa in Wiesbaden: „Hygienekleidung sollte den Normen für Lebensmittelhygiene entsprechen und beispielsweise Verschlussleisten mit verdeckten Druckknöpfen und innenliegende verschließbare Taschen aufweisen. Dass immer mehr Unternehmer, die Lebensmittel produzieren, sich absichern möchten, merkt man am wachsenden Interesse an Hygienekleidung.“

„Die dauerhafte Hygiene kann nur sichergestellt werden, wenn die eingesetzte Berufskleidung fachgerecht gesammelt, transportiert und gewaschen wird. Eine Wiederaufbereitung im Privathaushalt gilt aus hygienischen Gründen als bedenklich“, bestätigt auch der Geschäftsführer für Finanzen und Organisation bei der Deutschen Berufskleider-Leasing GmbH (DBL), Andreas W. Merk. Mit den Hygienesystemen RAL bzw. RABC garantiert der Mietdienstleister zertifizierte Wasch- und Pflegeprozesse. Hinzu kommt eine individuelle Beratung über die persönliche Ausstattung sowie der Hol- und Bringservice – Aspekte, die für eine Zusammenarbeit mit Dienstleistern sprechen.

Auch Unternehmen wie das Urzinger Textilmanagement in Landshut bieten modernste Mietberufsbekleidung, die immer perfekt gepflegt und aufbereitet im abgestimmten Versorgungszyklus bereitsteht. Im Vergleich zu einem privaten Haushalt, kann Urzinger durch den Einsatz modernster, computergesteuerter Anlagen die Umwelt sogar um etwa 75 Prozent weniger belasten. Eine optimale Dosierung von Wasser, Wärme und Waschmittel garantieren optimale Waschergebnisse. Durch die Analyse des täglichen Bedarfs und dem bewährten Textil-Controlling kann das Traditionsunternehmen zudem die Effizienz der Wäscheversorgung einer Bäckerei steigern und Kosten transparent offen legen.

Neue Trends setzen Unternehmen wie Como Corporate Fashion in Kolbermoor. Mit der kostenlosen Premium Card baut der Anbieter für Berufsmode seine Leistungen weiter aus. Die neue Kundenkarte bietet attraktive Vorteile, bei der Bestellung, Abwicklung, Lieferung und Zahlung.


Artikel vom 18.08.2010
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