Reportage
Klare Linie bringt Umsatzplus
Bäckerei Oppel hat ihr ländliches Stammhaus in relativ schnörkellosem Design neu eingerichtet / Hochwertiger Kaffeeausschank ergänzt Angebot
Von Hans Stumpf
Auch auf dem Land wird innovatives Verhalten honoriert“, sagt Bäckermeister Michael Oppel und schaut stolz seinen neuen Laden an. Der Konditor, Bäckermeister und Betriebswirt des Handwerks hat vor wenigen Jahren den elterlichen Betrieb übernommen und nun gemeinsam mit dem Ladenbauer Schrutka-Peukert das Geschäft im Stammhaus der Steigerwaldbäckerei neu eingerichtet. „Nach 30Jahren ,Eiche dunkel' war das höchste Zeit“, ergänzt seine Ehefrau Sandra.
Das Stammhaus der Bäckerei Oppel befindet sich im Zentrum der 700-Einwohner-Gemeinde Untersteinbach im Steigerwald in Franken. Der Kundenstamm umfasst dazu auch Kunden aus den Nachbarortschaften. „Wir sind zwar die einzige Bäckerei hier im Ort, doch fahren eine ganze Reihe von mobilen Backwarenverkäufern hierher“, beschreibt Michael Oppel die Marktsituation. Im Raum Bamberg werden weitere acht Filialen betrieben. Dabei ist die Bäckerei sowohl in Vorkassenzonen, Einkaufszentren als auch an Einzelstandorten präsent. Aber auch das Geschäft am Stammhaus sollte – trotz ländlicher Lage – attraktiv bleiben.
Vor diesem Hintergrund entstanden die Überlegungen, den Laden umzubauen. Sandra Oppel: „Vom typischen Landhausstil waren wir schnell weg. Der Laden sollte aber auch nicht zu modern wirken.“ Der zusammen mit Schrutka-Peukert geplante und gebaute Laden kann sich sehen lassen. „Vor allem der sehr positive Kundenzuspruch gibt uns Recht“, freut sich Sandra Oppel.
Keine Kunden zu verlieren und neue hinzu gewinnen lautete das klare Ziel der Familie Oppel. Genau hier liegen die Leistung und der Erfolg des Ladenplaners Uwe Dittrich von Schrutka-Peukert. Technische Neuerungen, Designtrends und gleichzeitig Kontinuität weisen den neuen Laden aus.
Gut angenommen werden beispielsweise die neuen Sitzmöglichkeiten für das kleine Café. Neben einer Hochbank stehen Hochhocker für die Kunden bereit, die auf Wunsch italienischen Kaffee von Portioli genießen können. „Das ist eine Möglichkeit, sich vom Wettbewerb abzuheben“, argumentiert Sandra Oppel. Zu hochwertigen Backwaren passe geschmacklich bester Kaffee hervorragend.
Denn abheben will sich die Bäckerei vor allem durch ihre Produkte. „Im Mittelpunkt unserer Überlegungen stand die Frage, wie wir die Ware am besten präsentieren können“, zeigt Sandra Oppel die Anforderungen an den neuen Laden auf. Mit der alten Theke konnten nur sehr begrenzt optische Anreize in Sachen Gebäckpräsentation gesetzt werden. „Jetzt hat der Kunde bereits am Eingang den Überblick über das Sortiment“, zeigt sich auch Michael Oppel vom Laden überzeugt.
Schlicht und geradlinig
Möglich macht dies die hervorragende Warenpräsentation der Kubus-Theke von Schrutka-Peukert. Schlicht, geradlinig und klar – eben wie ein Kubus – wirkt die Theke im Raum. Die geraden Scheiben, die Beleuchtung aus der Decke heraus, das schnörkellose Design – alles trägt dazu bei, die Blicke auf das Wesentliche, die Ware, zu lenken. Und die besteht in der Bäckerei Oppel aus einem reichhaltigen Brötchen- und Spezialbrötchensortiment, Plunder- und Hefegebäck sowie Kuchen. Weiterhin gibt es Sahne- und Cremegebäcke, die gekühlt präsentiert werden müssen. Die Kubus-Theke ist für alle Waren geeignet, optische Brüche gibt es in der Thekenform nicht. Die Produkte präsentieren sich wertiger, ihrer Qualität entsprechend. „Hochwertiges muss hochwertig präsentiert werden“, ergänzt Michael Oppel.
Familie Oppel hat sich bewusst für zwei leichte Winkel im Thekengrundriss entschieden. Michael Oppel: „Die Theke soll in der Form ausgebreitete Arme darstellen. Der Kunde ist willkommen. Er soll förmlich vom Angebot umschlossen werden.“ Gleichzeitig haben die Kunden auch einen guten Überblick über das gesamte Angebot. Die A-Artikel des Feingebäcksortiments präsentieren sich in der Mitte der Theke. Rechts befindet sich die Kühltheke, auf der linken Seite bietet eine Schütte Platz für die Auslage von verschiedenen Spezialbrötchen.
Die Kubus-Theke ist komplett stützenfrei. So lassen sich Bleche auch quer einlegen. Zusatzelemente wie zum Beispiel eine Brotschere oder eine zweite Ebene erlauben eine variable Warenpräsentation und Flächenverdoppelung. Stoßzeiten werden mit viel Ware in der Auslage abgedeckt, ruhige Zeiten mit weniger Artikeln. Die Theke wirkt dabei immer gefüllt und frisch, der Blick auf halbleere Auslagen entfällt.
Schwarz als Kontrast
Einzigartig bei der Kubus-Theke ist das clevere Öffnungssystem für die Frontscheiben. Versteckte Federdruckscharniere sorgen für das kinderleichte Aufklappen der Frontscheibe, um diese einfach reinigen zu können. Beim Brotregal stand ebenfalls die Optik der Warenpräsentation im Mittelpunkt der Überlegungen. Dabei wurde die Rückwand des Brotregals in schwarz gehalten. So entsteht ein guter Kontrast zu den ausgestellten Broten. Auf drei Regalebenen wird hier das Brot präsentiert. Eine leicht wirkende Metallstange hält es im Regal und gibt dennoch den Blick auf die Ware frei.
Über dem Brotregal sind große Werbeflächen platziert, auf denen die Produkte schwarz auf weiß beschrieben sind. Für die dauerhafte Beschriftung sorgen Klebebuchstaben, andere Flächen sind für die handschriftliche Auslobung von aktuellen Angeboten vorgesehen.
Auch wenn die Backstube unmittelbar hinter dem Laden liegt, werden auch im Stammhaus Brötchen, Plunder und Croissants gebacken. Eingesetzt werden hierzu halb gebackene Produkte, natürlich aus eigener Produktion. „Das macht uns flexibel. Wir können schnell nachbacken und auf den Bedarf reagieren“, sagt Bäckermeister Oppel.
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