Aus- & Weiterbildung
Keine hygienischen Vorteile gegeben
Verwendung von Einmalhandschuhen im Bedienverkauf ist kontraproduktiv
Rellingen (bkv). Immer wieder werden Bäcker darauf angesprochen, warum im Bedienverkauf bei Backwaren keine Einmalhandschuhe verwendet würden. Dies sei doch unhygienisch und ekelhaft. Bereits seit einigen Jahren steht fest, dass die Verwendung von Einmalhandschuhen im Verkauf zumindest bei trockenen Backwaren wie Brot und Kleingebäck kontraproduktiv ist. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt der Fleischereiberufsgenossenschaft, der BG für den Einzelhandel und des Instituts für Arbeitsschutz wurde diese Auffassung erneut bestätigt. Danach hat das Tragen von Einmalhandschuhen für den Kunden keinerlei hygienischen Vorteile, während sich das Tragen von Handschuhen für das Verkaufspersonal absolut negativ auswirkt.
Unabhängig davon gilt selbstverständlich, dass im Verkauf darauf geachtet werden muss, was nacheinander mit den Händen angefasst wird. Darüber hinaus gibt es sicherlich unterschiedliche Wege zu einem hygienischen Optimum, ob nun mit Zangen oder Einlegefolien o. ä. gearbeitet wird.
Unbestreitbar dürfte jedoch sein, dass Bäcker ihren qualitativen Abstand zu Backshops und ähnlichem nur aufrecht erhalten können, wenn das Verkaufspersonal das Streben nach einer hygienischen Optimierung des Verkaufsvorgangs erkennen lässt und dies gegebenenfalls auch erklären kann.
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