Ernährungs- & Warenkunde
Joghurt gegen Mundgeruch
Wer reichlich Joghurt löffelt, bekämpft schlechten Atem
Frankfurt/Main (p). Joghurt ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Das ist nicht neu und sein günstiger Einfluss auf die Darmflora beispielsweise längst erwiesen. Doch nun haben japanische Zahnmediziner entdeckt, dass Naturjoghurt auch die Ökologie der Mundhöhle wieder ins Lot bringen kann. Die Wissenschaftler ließen ihre Versuchsteilnehmer über einen Zeitraum von sechs Wochen täglich 90 Gramm Joghurt löffeln. Danach enthielt deren Atem deutlich weniger übel riechende Verbindungen. Insbesondere der Schwefelwasserstoffgehalt im Mundraum sank um bis zu 80 Prozent. Diese nach faulen Eiern müffelnde Substanz ist im Wesentlichen für schlechten Atem verantwortlich. Positiver Zusatzeffekt: Zahnfleischentzündungen und Zahnbelag gingen bei den Joghurtessern eindeutig zurück.
Als Grund für die positiven Wirkungen des Milchprodukts haben die Experten von der Tsurumi Universität in Yokohama die aktiven Bakterienkulturen Lactobazillus bulgaricus und Streptococcus thermophilus ausgemacht. Die Joghurt-Bakterien halten demnach ihre schädlichen Vettern im Zaum, von denen rund 600 verschieden Arten den Mundraum besiedeln. Sie sorgen nicht nur für schlechten Atem, sondern können auch die Zähne schädigen. Der tägliche Becher Joghurt wird so zu einer sinnvollen Vervollständigung der Mundhygiene – ersetzen sie aber nicht.
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