Verkauf & Marketing

Innovatives Stollenmarketing ausgezeichnet

17. Stollen-Zacharias-Verleihung in Leipzig: Original Brockenstollen und Thüringer Weihnachtsstollen gewinnen Stollen-Zacharias


Leipzig (p). Die Stollen-Zacharias-Preisträger 2007 stehen fest. Der Stollen-Champion-Award wurde auf der Sachsenback verliehen an die Bäckerei Klingebiel aus Langelsheim-Wolfshagen im Harz und an den Schutzverband Thüringer Weihnachtsstollen und Erfurter Schittchen e.V. Beide überzeugten die Jury durch konzeptionell ausgezeichnete Öffentlichkeitsarbeit und erfolgreiches Marketing während der letzten Stollensaison.

Der von MeisterMarken für das Backhandwerk gestiftete Preis und Wettbewerb wurde 1990 erstmals ausgeschrieben. Die Auszeichnung ist benannt nach dem sächsischen Bäckermeister Johann Andreas Zacharias, der 1730 den ersten Stollenweltrekord im Auftrag August des Starken gebacken hatte.

Von ursprünglich 217 Teilnehmern erreichten elf Fachgeschäfte und sieben Innungen nach einer Vorauswahl die Finalrunde.

Fachgeschäfte

1. Preis: Bäckerei Klingebiel, Langelsheim-Wolfshagen (Niedersachs.)

2. Preis: Bäckerei Zinke, Olpe (Nordrhein-Westfalen / Sauerland)

3. Preis: Bäckerei Wittbold, Emmerthal Halver (Niedersachsen)

Innungen

1. Preis: Schutzverband Thüringer Weihnachtsstollen und Erfurter Schittchen e.V.

2. Preis Bäckerinnung Stollberg (Sachsen / Erzgebirge)

3. Preis Bäckerinnung Bremen

Die Preisträger erhielten neben den wertvollen Bronzeplastiken „Stollen-Zacharias“, Urkunden und Preisgelder in Höhe von 800 Euro, 550 Euro bzw. 400 Euro.

Leistungen der Fachgeschäfte

1. Preis: Bäckerei Klingebiel (Inhaber Bernd Klingebiel) mit dem Original Brockenstollen

Die Bäckerei aus der Harzgemeinde Langelsheim-Wolfshagen ist seit Jahren für handwerkliche Stollen bekannt. Als Obermeister der Bäckerinnung Goslar gehört Klingebiel auch zu den Createuren des Original Harzer Quarkstollens, mit dem die Innung bereits zweimal beim Wettbewerb erfolgreich war. Dem setzen der Wolfshäger Bäckermeister und seine Frau Ursula jetzt mit dem Original Brockenstollen als einmalige Spezialität ihrer Bäckerei die Krone auf. Umgehend wurde daher die neue Stollenkreation als Marke eingetragen und geschützt. Der Original Brockenstollen wurde in 2006 von der Bäckerei Klingebiel über das ganze Jahr mit vielen Aktivitäten und Zeitungsberichten perfekt vermarktet und ist auf dem besten Weg zu einem Star unter den genussvollen „Typisch Harz“-Spezialitäten zu werden.

2. Preis: Bäckerei Zinke (Inhaber Andreas Zinke): Musikantenstollen

Bäckermeister Andreas Zinke und sein Vater Reinhardt sind begnadete Musikanten. Nach einer Probe des Feuerwehr-Musikzuges kam es mit anderen Musikern zu einer Diskussion über Stollen. Viele mochten kein Zitronat und kein Orangeat. Also wurde in der Bäckerei Zinke ein Stollen kreiert, bei dem diese Zutaten durch Schokolade ersetzt wurden und der Teig noch einen guten Schuss Rotwein erhielt: Der Musikantenstollen.

Umgehend wurde für die neue Spezialität der Olper Bäcker ein Markenschutz angemeldet und erteilt.

Zum touristischen Zugpferd, dem Olper Martinusmarkt, veranstaltete die Bäckerei „Zinke’s Stollenmarkt“, der mit entsprechender Werbung in den Medien verkündet wurde. Eine riesige Auswahl von 18 Stollensorten, ein ansprechend dekoriertes Schaufenster, ein Gewinnspiel und das Glücksrad vor der Tür zogen die Besucher an.

3. Preis: Bäckerei & Café Wittbold, Emmerthal (Inh. Beate Diers)

Die Bäckerei Wittbold im Weserbergland hat es zum dritten Mal unter die Preisträger geschafft. Unter dem Logo „Beates-Stollenparadies“, fackelte Inhaberin Beate Diers erneut ein Feuerwerk an kreativen Stollenaktivitäten ab, das von weiteren neuen Stollen-Spezialitäten begleitet wurde.

Zu einem besonderen Ereignis wurde die „Stollen-Stichwahl“. Als die Bürgermeisterwahl mit einem Patt endete und wiederholt werden musste, nutzte Beate Diers die Gunst der Stunde. Sie präsentierte einen „roten“ Cranberry-Stollen und einen „schwarzen“ marmorierten Schokostollen. Die Kunden hatten die Wahl. Beide Sorten konnten probiert und gekauft werden. Bei der „Stollen-Stichwahl, zu der beide Bürgermeisterkandidaten anwesend waren, siegte der „rote“ und bei der richtigen Bürgermeisterwahl auch.

Leistungen der Innungen

1. Preis: Schutzverband Thüringer Weihnachtsstollen und Erfurter Schittchen e.V.

Der Schutzverband Thüringer Weihnachtsstollen hat sich etabliert, gewinnt neue Mitglieder und ist das wirkungsvolle Instrument, um den Thüringer Weihnachtsstollen als Marke zu schützen und weltweit noch bekannter zu machen. Dafür hat sich Konditormeister Wolfgang Enders als Vorsitzender in den letzten Jahren eindrucksvoll eingesetzt. Seit 2006 sind der Thüringer Weihnachtsstollen und das Erfurter Schittchen geschützte Marken des Schutzverbandes. Eine eigene Siegelmarke mit Mitgliedsnummer ziert nun jeden Thüringer Weihnachtsstollen als Echtheitssymbol.

Diese wurde von der Thüringer Stollenkönigin, die im Laufe des Jahres zahlreiche öffentliche Auftritte absolviert, mediengerecht vorgestellt.

Mit vielen Aktionen und erfolgreicher Pressearbeit wurde die Bekanntheit des Thüringer Weihnachtsstollens gepflegt und ausgebaut.

2. Preis: Bäckerinnung Stollberg

Die Bäckerinnung Stollberg sorgt mit der Stollberger Stollenparade seit zehn Jahren für Aufmerksamkeit und ist ein Highlight zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes. Im Rathaus und Festzelt präsentieren Mitgliedsbetriebe an festlich dekorierten Ständen ihre erzgebirgischen Stollen. Gleichzeitig haben Bevölkerung und Touristen die Gelegenheit, den Stollberger Stollenkönig zu wählen. Nun hat der Genießer die Qual der Wahl, er stimmt ab, welcher Stollen ihm persönlich am besten geschmeckt hat. Der Stollen, der die meisten Stimmen erhält, gewinnt und sein Bäcker wird zum Stollenkönig gekrönt.

3. Preis: Bäckerinnung Bremen

Die Bäckerinnung Bremen hegt und pflegt seit Jahrhunderten ihren Original Bremer Klaben, sozusagen ein hanseatischer Bruder des aus Sachsen und Thüringen stammenden Stollens. Er ist trotz vieler Gemeinsamkeiten eigenständig in Form und Struktur. Auch er enthält viele in Rum getränkte Früchte. Gebacken wird er auf speziellen Klabenblechen. Seine Krume soll saftig, ja leicht speckig sein und seine Kruste ist blank, ohne jeglichen Zuckerüberzug. Mit geschickter Öffentlichkeitsarbeit gelingt es der Bäcker-Innung immer wieder die bremischen Medien für den offiziellen Klabenanschnitt zu begeistern.


Artikel vom 05.11.2007
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