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Immer exakt auf die Anforderungen abgestimmt

Warenwirtschaftssysteme für die Bäckerei: Verschiedene Module erweitern die Grundversionen mit Blick auf die betrieblichen Erfordernisse


Eine Softwareanschaffung kann durchaus mit einer Ehe verglichen werden. Sie soll ein Leben lang halten. Wenn sie aber nicht so funktioniert, wie man erwartet hat, kostet die Trennung viel Geld. Grund genug, um sich vorher umfassend zu informieren. Wir haben Ihnen hier einiges zusammengestellt und mit nützlichen Hinweisen ergänzt.

Das Erste mit Windows

Als erstes Softwarehaus stellte FoxLogic 1992 eine Branchensoftware auf Windows-Basis vor. Die Entwicklung ist seitdem natürlich nicht stehen geblieben. Die Grundversion des Programmes dient zur Auftragsabwicklung. Stammdaten für Kunden, Artikel, Personal, Preise, Rabatte, Rabattstaffeln bilden die Grundlage. Die Bestellerfassung, Retouren-Korrekturerfassung und Privatkundenbestellung kann über den PC oder mittels Schnittstelle direkt von der Kasse aus erfolgen. Fortgeführt wird die Auftragsabwicklung bis zu Backzettel, Lieferschein, Rechnung und dem Mahnwesen.

Ergänzt werden kann die Grundversion durch Module zur Filialabrechnung, Statistik und Rezept-/ Rohstoffverwaltung. Schnittstellen verbinden die Warenwirtschaft zu Kassen, der Finanzbuchhaltung oder auch zum Verteilsystem DispoTool von Toolbox.

Geeignet ist diese Software sicherlich gleichermaßen für kleinere und größere Backbetriebe. Insbesondere die Schnittstellen und die Erweiterbarkeit schaffen Flexibilität.

Kalkulationsmöglichkeiten

B.I.T. steht als Abkürzung für das Warenwirtschaftssystem von Ulmer-Kemo. Das Grundmodul ist ebenfalls zur Auftragsabwicklung aufgebaut. Hervorzuheben ist hierbei, dass eine Vielzahl von Auswertungsmöglichkeiten frei gestaltbar sind. Schnittstellen gibt es unter anderem zur Finanzbuchhaltung, zu Kassen und zu Lieferanten.

Zusätzliche Module wie für Kalkulation können in das Programm integriert werden. Die Wertschöpfungskalkulation ermittelt – ausgehend von Marktpreis, Menge, Rezeptur, Rohstoffpreisen und Herstellungstechnik – die Wertschöpfung pro Artikel und erlaubt somit die Beurteilung des Preises.

B.I.T. ist zusätzlich um zwei weitere Kalkulationsvarianten erweitert: die Teilkostenkalkulation „bro:T“ sowie eine freie Zuschlagskalkulation.

Interessant kann das Angebot von Ulmer-Kemo insbesondere für Filialbetriebe sein. Hierfür spricht zum einen die große Anzahl an Möglichkeiten mit B.I.T. und seinen Zusatzmodulen. Zum anderen empfiehlt sich gerade für diese Betriebe, diese Auswertungsmöglichkeiten zur Unternehmenssteuerung zu nutzen.

E-Commerce möglich

Aus dem ursprünglich für DOS programmierten Softwarepaket Merlin wurde ohne Datenverlust und Neueingaben die Windows-Branchenlösung Marvin. Dem Nutzer stellt sich ein Programm vor, das nachvollziehbar und bereits nach kurzer Bedienung leicht zu handhaben ist.

Leistungsstarke Funktionen vereinfachen die täglichen Routinearbeiten von der Bestellerfassung über Produktion bis hin zu Lieferscheinen, Rechnungen und Kassenabrechnungen.

In sechs Versionen ist die Software verfügbar. Neben vier Versionen von Junior bis Professional, gibt es auch zwei Versionen für die Konditorei. Als Ergänzung zu Marvin oder auch als eigenständiges Programm bietet Goecom T.I.M. – ein Zeiterfassungsystem mit Zutrittskontrolle, Personalzeiterfassung, Auswertung und Verwaltung.

Durch seine verschiedenen Ausbaustufen ist Marvin für nahezu alle Betriebsgrößen im Bäcker- und Konditorenhandwerk geeignet. Ein Zusatzmodul macht den Betrieb auch für E-Commerce fit.

Wareneingang leicht erfassen

Auf Basis von Microsoft Dynamics Navision wird eine ganzheitliche Branchenlösung für die Produktion und Filialsteuerung angeboten. Entwickelt und vertrieben wird die Software BackPro von Softwarehaus Samuelson in Berlin.

BackPro ist aufgrund der intuitiven Benutzerführung ähnlich schnell erlernbar wie andere Microsoft-Anwendungen. Die grafische Benutzeroberfläche orientiert sich an den Standards der Microsoft-Produkte, so dass die Anwendung vertraut vorkommt. Finanzmanagement, Einkauf und Verkauf, Lager- und Produktionsverwaltung und auch die Zeiterfassung können mit der Basis-Software erledigt werden. Über ein Filialmodul lassen sich die gängigen Kassen per Modem-Einwahl anbinden.

Das Beispiel Wareneingang als kritischer Faktor für die Qualitäts- und Quantitätssicherung zeigt, wie benutzerfreundlich und zuverlässig die Abläufe gestaltet sind: Die Waren werden gleich während des Eingangs erfasst, so dass doppeltes Vermerken auf Papier und nachträgliches Einpflegen in das Computersystem entfällt.

Im Vergleich zu anderen Softwaremodellen für die Backbranche ist BackPro eine Standardsoftware, die in Details wie der Rezepturverwaltung auf die Backbranche zugeschnitten ist, dies zeigt sich auch beim Preis.

Renner oder Penner?

Das Warenwirtschaftssystem WinCWS von Bizerba nutzt konsequent alle Möglichkeiten von Windows. Mit seinen verschiedenen Modulen lässt sich die Software exakt auf die Anforderungen des Anwenders abstimmen. So bietet z.B. die „Bedienerzeiterfassung“ ein besonderes Rationalisierungsmoment: Da sich jeder Mitarbeiter mit seiner Verkäufernummer an der Waage an- und abmeldet, erfolgt die Verbuchung der Arbeitszeit absolut arbeitsplatznah.

Dies bewirkt – neben dem Wegfall eines separaten Zeiterfassungsterminals – auf Dauer eine spürbare Kosteneinsparung. Die gebuchten Arbeitszeiten werden im WinCWS gespeichert und können zur Unterstützung der Lohnbuchhaltung ausgewiesen werden.

Wichtiger Teil von WinCWS sind Instrumente zur Auswertung, Steuerung und Kontrolle des Unternehmens. So kann mit der Bondatenanalyse beispielsweise jeder einzelne Verkaufsvorgang ausgewertet und so in jeder Verkaufsstelle Artikel als „Renner bzw. Penner“ erkannt werden.

Besonders bequem ist das Arbeiten mit anwenderfreundlicher Multi-Media-Bedieneroberfläche, die viele attraktive Darstellungstechniken bietet. So können etwa Bilder ganz leicht eingebunden und damit auch individuelle und illustrierte Etiketten erstellt werden. Über die Kundendatenverwaltung kann in Verbindung mit der Ladenwaage ein individuelles Kundenbindungssystem inklusive Kundenkarten und Treue-Punkte-System betrieben werden.

Die Software erlaubt zudem, Waagen, Kassen und Preisauszeichner noch besser zu vernetzen. Dieses „Alles aus einer Hand-Prinzip“ garantiert dem Anwender ein wichtiges Stück Betriebssicherheit.

Mit Branchenwissen realisiert

Seit 1995 bietet die Optimo Software GmbH ein Produktions-, Steuerungs-, Warenwirtschafts- und Informationssystem für Mittel- und Großbetriebe im Bäckereihandwerk. Das Unternehmen gehört zur Ravensburger Bäckerei Hamma, was eine enge Verzahnung mit der Praxis verspricht.

Das speziell für die Zielgruppe der großen Filialbäckereien entwickelte Softwarepaket Optiback bietet eine umfassende praxiserprobte Funktionalität.

Die neue Version Optiback 2 ist mit einem neuartigen selbst entwickelten Werkzeug erstellt worden und bietet nun mit einer modernen grafischen Oberfläche die gewohnte Funktionalität des bisherigen erfolgreichen Programms. Diese Komplettlösung umfasst alle Bereiche einer Bäckerei mit dem Schwerpunkt der detaillierten Steuerung und Kontrolle des Unternehmens.

Anbieter siehe Seite 16. (pf)


Artikel vom 13.09.2007
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