Fachthema

IT-Begleiter der Branche

Das Softwarehaus Ulmer-Kemo wurde vor 30 Jahren gegründet / Fast alle Bereiche werden abgedeckt / Über 2500 Installationen


Malsch (p). Das im badischen Malsch beheimatete Softwarehaus Ulmer-Kemo GmbH & CO. KG kann auf 30jähriges Bestehen und damit umfangreiche Erfahrung im Bereich der Bäckerei Software zurückblicken.

Die Wurzeln des Unternehmens liegen zur Hälfte in Bayern, dort wurde die Kemo GmbH 1979 in Markt Schwaben von Peter Mittermeier und Ferdinand König gegründet. Mit dem Einstieg von Dieter Eggerer spezialisierte sich Kemo sehr früh auf die Entwicklung branchenspezifischer Module. Die Erfahrungen aus dem seinerzeit entwickelten Programm „Backorg“ fließen noch heute in die Entwicklung des B.I.T.-Programmes ein. So entwickelte Hans Osner seit über 24 Jahren zuerst an „Backorg“ und heute an „B.I.T.“

Von DOS zu Windows

Die Ulmer GmbH wurde 1982 von Hans Ulmer, Sohn einer Bäckerfamilie, in Sandhausen gegründet. Durch seine Tätigkeit als Unternehmensberater im Handwerk bestanden bereits gute Verbindungen zu Verbänden, Schulen und Innungen, die die Entwicklung der Software „Uback“ maßgeblich beeinflussten. Mit Jürgen Neuerburg und Karl-Konrad Brück wurde bereits früh der Grundstein eines flächendeckenden Vertriebsnetzes gelegt und das Uback-Programm wurde bei zirka 1000 Bäckereien in Deutschland installiert. Das Backorg-Programm nutzten ca. 700 Kunden in Deutschland, Schweiz und Österreich.

Im Jahre 1996 erfolgte die Fusion der beiden Unternehmen zur Ulmer-Kemo GmbH. Ausschlaggebend war die Entwicklung eines gemeinsamen Windows-Programmes, welches bereits im gleichen Jahr begonnen wurde.

Im Juni 2001 suchte die Ulmer-Kemo neue Gesellschafter, in dessen weiterer Entwicklung Hans Ulmer aus der Firma ausschied. Seit 2005 ist Dipl.-Informatiker Josef Gramespacher alleiniger Geschäftsführer und Inhaber der Ulmer-Kemo, die eng mit der Schwesterfirma 3RS verzahnt ist. 3RS entwickelt Systeme für die Personalzeiterfassung, Personaleinsatzplanung und Zutrittskontrolle. Mit über 800 Installationen allein im Bäckerhandwerk ist 3RS gut in diesem Markt vertreten.

Als Konsequenz aus der Zusammenarbeit der beiden Firmen war der Umzug der Ulmer-Kemo von Sandhausen in das neu errichte Bürogebäude der 3RS in Malsch im Jahr 2003. Damit ist eine intensive Kooperation in der Softwareentwicklung, Support und Vertrieb zum Nutzen der Anwender möglich.

Bei der Konzeption der neuen, gemeinsamen Software B.I.T. (Bäckerei-Informations-Technologie) galt es verschiedene Eigenschaften miteinander zu kombinieren. Die Erfahrungen der DOS-Programme Uback und Backorg haben gezeigt, wie wichtig ein übersichtlicher Aufbau und eine schnelle Bedienung der täglichen Programme ist. Die bis dahin existierenden Windows-Standardprogramme konnten jedoch in punkto Design, Maskenaufbau und Bedienerführung die zumeist zahlenorientierten Anforderungen einer bäckerspezifischen Lösung nicht abdecken. Eine sinnvolle Mischung zwischen vertrauten Bedienungselementen und moderner Windows Oberfläche musste gefunden werden, ohne wieder ein DOS-Programm in Windows Umgebung zu schreiben.

Mit der fortschreitenden Entwicklung von B.I.T. wurde beschlossen, möglichst viele Softwarebereiche selbst abzudecken, da viele Kunden möglichst ohne Schnittstellen arbeiten möchten. Ein wesentlichen Teil nehmen dabei die Bereiche Kassen, Logistik und die Bereiche Zeiterfassung und Personalwirtschaft ein. Die früher von Ulmer-Kemo angebotenen Programme Zeiterfassung und Personaleinsatzplanung werden heute durch 3RS abgedeckt. Die Pakete wurden jedoch nicht nur einfach ersetzt, sondern erweitert und ausgebaut. Da auch hier auf eine moderne Windows- und SQL-Datenbanktechnik eingesetzt wird, ermöglicht dies einen aktiven Datenaustausch zwischen den Systemen und eine Vielzahl von Auswertungen, die so bisher im Bäckerhandwerk wenig verbreitet waren.

In fast 2000 Bäckereifilialen von Nord- bis Süddeutschland benutzen B.I.T.-Kunden die modernen großen Touch-Kassen. Da die Ulmer-Kemo-Touch-Kasse direkt per File-Transfer-Protokoll oder TCPIP per DSL vernetzbar sind, kann der Anwender die Kosten für spezielle Kassenkommunikationsprogramme sparen. Die relativ einfache Programmierung der Kassen und die durchgängige Bearbeitung erlaubt es den Anwendern, schnell alle notwendigen Arbeiten selbst zu erledigen.

Software aus einer Hand

Neben dem Bestellwesen bzw. der Auftragsbearbeitung sowie Lieferschein- und Rechnungserstellung müssen die heutigen Branchenprogramme die Bereiche Deklaration, Nährwertberechnung, Rohstoffeinkauf, Produktionsteuerung (PPS), Frosterverwaltung, Vorproduktionsplanung sowie Versandsteuerung und Personalwirtschaft abdecken. Die direkte Anbindung der Verkaufsfilialen an das Warenwirtschaftssystem der Zentrale ist ein erheblicher Faktor für das Controlling.

Heute arbeitet eine Vielzahl von Unternehmen erfolgreich mit beiden Systemen der Ulmer-Kemo, dem Bäckerei Programm B.I.T. und den B:I.T.-POS-Touch-Kassen. Umfangreiche Schnittstellen zum Export von Rechnungen, Umsätzen und Kassenbüchern gibt es zu allen führenden Finanz-Buchhaltungssystemen.

„Unsere Kunden kaufen nicht nur eine Softwarelösung bei uns, sondern das Know-how und die Erfahrung aus über 2500 Installationen“, so Geschäftsführer Josef Gramespacher.

Das Geschäft der Ulmer-Kemo basiert im Wesentlichen auf den vier Säulen Entwicklung, Verkauf/Vertrieb, Schulung und Hotline. Der direkte Draht zum Kunden hilft dabei.


Artikel vom 18.03.2009
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