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Historisches als Vorlage

Bäckermeister Arne Bertram kreiert Brot zur 850-Jahr-Feier der Stadt Lüchow


Lüchow (tay). Zum 850-jährigen Stadtjubiläum hat sich Bäckermeister Arne Bertram etwas besonders Schmackhaftes einfallen lassen. Mit dem Original Lüchow-Brot knüpft das Traditionscafé an ein historisches Gebäude in der Stadt an.

Das Brot wurde nämlich in Form des Lüchower Amtsturms geformt. Mit einem Gewicht von 1000 Gramm wird das Roggenmischbrot mit hohem Roggenschrotanteil für 2,80 Euro verkauft.

Das Besondere an diesem Brot ist die Rezeptur. Sie fand der Bäckermeister in alten Rezeptbüchern, die noch aus der Zeit von Karl-Gottfried Bertram stammen, der 1841 das Familienunternehmen gründete. Arne Bertram bezeichnet das komplette Verfahren zur Herstellung der Spezialität zwar als leicht, aber die genauen Details und Bestandteile bleiben trotzdem sein Betriebsgeheimnis. Seit Anfang April gehört das Lüchow-Brot zum Sortiment der Bäckerei. Die Idee dazu ist kurzfristig entstanden. Die ersten Überlegungen fanden Anfang des Jahres statt „und nach einer kurzen Experimentierphase war das Produkt verkaufsreif“.

Bei der Herstellung wird der Schrotanteil in einem speziellen Verfahren einer 36-stündigen Verquellung unterzogen. Die Krume wird dadurch besonders samtig-weich. Das neue Brot ist somit auch für Kinder und ältere Menschen besonders bekömmlich. Als reines Körnerbrot möchte Arne Bertram seine neue Kreation allerdings nicht bezeichnen.

Roggen- und Weizenmehl, Wasser, Sauerteig und Roggenvollkornschrot bilden die Hauptbestandteile des Lüchow-Brotes. Als Besonderheit wird dem Teig ein geringer Anteil an gemahlenem Kümmel zugesetzt. „Aber nur die wenigsten Kunden haben bisher diese Geschmacksrichtung herausgefunden“, so Arne Bertram. „Das Brot erhält dadurch lediglich eine leichte Würze.“ Der herzhafte und leicht säuerliche Geschmack wird durch den hohen Roggenanteil erreicht. Nach einer Backzeit von 75 Minuten ist der „Amtsturm“ fertig.

Besonders gut mundet er zu allen herzhaften Beilagen. Die Haltbarkeit beträgt fünf bis sechs Tage.


Artikel vom 07.04.2009
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