Reportage
Grand Prix de la Baguette
33-jähriger Senegalese backt bestes Stangenweißbrot
Paris (p). Eine feine Kruste, so locker wie möglich und mit großen und regelmäßigen Löchern – so sollte das perfekte Baguette sein. Dem französischen „National-Brot“ wird ein eigener Grand-Prix gewidmet. Der Sieger darf ein Jahr lang den Pariser Elyseepalast beliefern.
Das beste Baguette von ganz Paris macht ein aus dem Senegal stammender Bäcker. Der 33-jährige Dschibril Bodian wurde mit dem Großen Preis für das beste Stangenweißbrot ausgezeichnet – und darf nun ein Jahr lang den Elyseepalast und Staatschef Nicolas Sarkozy beliefern.
Bodian sagte, sein Vater sei auch Bäcker, und er selbst sei schon als kleines Kind in der Backstube herumgeschlichen. „Ich habe schon damals den Geruch geliebt.“ Für ein gutes Baguette gebe es kein Geheimrezept. Es müsse eine feine Kruste haben und so locker wie möglich sein, mit „großen, schön regelmäßigen Löchern“, so Bodian.
Der gebürtige Senegalese lernte das Handwerk nach einer Kindheit in einem Pariser Vorort und ist derzeit bei einer Bäckerei in der Nähe der Kathedrale Sacré Coeur angestellt. An einem normalen Sonntag verkauft die Bäckerei „Grenier à Pain Abbesses“ bis zu 1900 Baguettes.
„Jetzt muss ich beweisen, dass ich den ersten Platz verdient habe“, sagte Bodian. Eine Jury aus Gastwirten und per Los ausgewählten Parisern hatte den jungen Mann unter 163 Bewerbern zum besten Baguettebäcker gewählt.
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