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Gesunder Brotgeschmack

Bestandteil von Brotgewürzen: Fenchel ist Arzneipflanze des Jahres 2009


Würzburg (ke). Der Fenchel ist die „Arzneipflanze des Jahres 2009“. Schon im Jahr 840 hätten Mönche die Heilwirkung des Doldenblütlers entdeckt, erläuterte das Institut für Geschichte der Medizin an der Universität Würzburg seine Wahl. Noch heute werde Fenchel (Foeniculum vulgare) gegen Darmbeschwerden und Halsschmerzen eingesetzt, betonten die Wissenschaftler des Studienkreises Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde.

Medizinisch werden ausschließlich die Fenchelfrüchte verwendet, die umgangssprachlich auch „Samen“ genannt werden. Ihre wirksamen Inhaltstoffe sind im Wesentlichen das ätherische Öl, das mindestens 60 Prozent des süßlich schmeckenden trans-Anethol und auch das eher bittere Fenchon enthalten sollte. Die Wirkstoffe des Fenchels fördern die Beweglichkeit des Magen- Darmtraktes und sind in höherer Konzentration krampflösend. Für Anethol und Fenchon ist außerdem eine schleimlösende Wirkung nachgewiesen.

Fenchel setzen Mediziner vor allem gegen unspezifische Verdauungsprobleme, wie etwa leichte krampfartige Magen-Darm- Beschwerden, Völlegefühl und Blähungen ein. Verwendet wird er aber bei Entzündungen von Hals und Rachen. Fencheltee sei häufig das erste Arzneimittel, mit dem der Mensch in seinem Leben in Kontakt komme, da er häufig bereits Säuglingen während der Nahrungsumstellung gegeben wird, um Blähungen zu vermeiden.

Weil Fenchel neben Koriander, Kümmel, und Anis zu den typischen Brotgewürzen gehört, unterstreicht die Wahl den gesunden Charakter des in Deutschland so beliebten Grundnahrungsmittels Brot. Diese Botschaft können Bäckereien bei der Auslobung ihrer Brote mit Fenchel einfließen lassen.


Artikel vom 26.01.2009
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