Unternehmensfuehrung

Gesteigerte Energieeffizienz

In deutschen Backstuben schlummert noch erhebliches Potenzial / Umfassende Beratungsleistungen bietet Rheingas


Brühl (p). High-Tech, Computer, hochmoderne Backöfen und zahlreiche Maschinen und Geräte zur weitgehenden Automatisierung haben in deutschen Backstuben längst Einzug gehalten.

Ein anhaltender Konzentrationsprozess führt dazu, dass immer mehr Bäckereien eine zentrale Produktionsstätte mit eigenem Filialnetz betreiben. Der höhere Umsatz pro Betrieb begünstigt dabei die Einführung neuer Technologien. Diese dezentrale Vertriebsstruktur ist wiederum nur möglich, weil Teiglinge vorproduziert, über Nacht gekühlt oder tiefgefroren gelagert und später vor Ort fertig gebacken werden können. Denn die Verzehr- und Konsumgewohnheiten der Verbraucher haben sich ebenfalls geändert und verlangen – auch an einer Zweigstelle – zu praktisch jeder Tageszeit nach ofenfrischen Backwaren.

Hoher Energiebedarf

All das hat einen steigenden Energiebedarf zur Folge, der mit Kosten zwischen drei und sechs Prozent der Umsätze zu Buche schlägt. Bei einem durchschnittlichen Jahresumsatz von 840.000 Euro sind das monatlich leicht 4000 Euro. Der weitaus größte Teil davon entfällt mit 79 Prozent auf die Erzeugung von Wärme. Aber auch Licht und Kälte spielen in der heutigen Verkaufswelt eine immer größere Rolle. Wer hier im harten Wettbewerb bestehen möchte, sieht sich gezwungen, bisher nicht genutzte Einsparpotenziale konsequent auszuschöpfen.

Öl, Gas oder Strom?

Rheingas als einer der führenden unabhängigen Energieversorger in Deutschland bietet hierzu eine umfassende Beratung und erstellt eine detaillierte Bedarfsanalyse. Ein Vollkostenvergleich der Energieträger Strom, Öl und Gas hat laut Rheingas gezeigt, dass Flüssiggas und Erdgas die meisten Vorteile bieten. Ausgangspunkt dafür war die Ermittlung des Energiebedarfs eines Backofens in Abhängigkeit zum tatsächlichen Mehlverbrauch.

Der Energiebedarf für einen Backofen, der mit Heizöl betrieben wird, liegt demnach – bei typischer Beladung – pro Tonne Rohstoffeinsatz bei 1410 kWh, mit Gas, unter gleichen Bedingungen, bei 1210 kWh und mit Strom bei 770 kWh. Der niedrige Energiebedarf bei elektrischen Backöfen rührt im Wesentlichen daher, dass der Ofen keine Feuerung hat und somit keine Abgasverluste aufweist. Dem entgegen steht der weit mehr als doppelt so hohe Energiebezugspreis im Verhältnis zu Öl und Gas.

Die daraus resultierenden verbrauchsgebundenen Stromkosten führen in einem Vollkostenvergleich dazu, dass die Belastungen für den Bäckereibetrieb um über 30 Prozent höher liegen als bei Öl- oder Gasgeräten. Und das, obwohl diese Geräte im Vergleich zu den Elektroöfen in der Anschaffung teurer sind. Berücksichtigt man zudem die Verluste in der Erzeugerkette, so ist der Einsatz von Strom sowohl aus Kosten- als auch aus Klimaschutzgründen nicht zu empfehlen. Hinzu kommt, dass für die Raumheizung in der Regel bereits ein fossiler Energieträger eingesetzt wird, der auch in anderer Hinsicht genutzt werden kann. Im weiteren Verlauf konzentriert sich daher der Kostenvergleich auf das Heizöl gegenüber Erd- oder Flüssiggas.

Hohe Energieverluste

Ausgangspunkt aller Überlegungen zu einer Steigerung der Energieeffizienz sind die hohen Energieverluste, die bereits im regulären Backbetrieb zu beobachten sind.

Mit einem Anteil von 45 Prozent am Gesamtverbrauch ist der Backofen die bestimmende Größe für den Energiebedarf einer Bäckerei. Doch selbst bei einer optimalen Auslastung des Backofens werden nur 36 Prozent der eingesetzten Energie tatsächlich genutzt. Der große Rest geht durch Abluft, Schwaden und Wärmeabstrahlung verloren. Noch schlechter sieht die Energiebilanz im Leerlauf oder in der Aufheizphase aus: Hier liegen die Verluste bei 100 Prozent.

Die größten Verluste – und damit die größten Einsparpotenziale – stecken in den Schwaden sowie im 300 °C heißen Abgas, so der angegebene Wert von Rheingas; auf beides zusammen entfällt gut 40 Prozent der eingesetzten Energie. Durch die Installation von Wärmetauschern und Kondensatoren lassen sich bis zu 50 Prozent dieser Abwärme für Heizzwecke oder die Warmwasserbereitung zurückgewinnen. Und dies gelingt wesentlich besser mit einer Gasfeuerung als beim Ölbetrieb.

Gasbetriebene Backöfen haben einen im Vergleich zu Ölgeräten um rund 15 Prozent geringeren Verbrauch. Sie erreichen laut Rheingas schneller die Betriebstemperatur, sodass sich die Aufheizzeit erheblich verkürzt und die Vorwärmverluste um 50 Prozent sinken. Darüber hinaus ist auch der Reinigungs- und Wartungsaufwand geringer als beim Öl. Vor allem jedoch überzeugt beim Gasbetrieb die präzise Regulierbarkeit der Wärmezufuhr. Das Fazit der Experten von Rheingas ist daher eindeutig: Kombiniert mit Blockheizkraftwerken (Mini-BHKWs), die sowohl Wärme als auch Strom erzeugen, sind Flüssiggas und Erdgas die preisgünstigsten Energien.

Regulärer Backbetrieb

Generell – und ganz unabhängig vom eingesetzten Energieträger – sind flankierende Maßnahmen zur Energieeinsparung im regulären Backbetrieb geboten. Hierzu zählt eine Optimierung der Backflächenbelegung, eine gezielte Herdgruppensteuerung, die regelmäßige Wartung und Reinigung des Brenners sowie nach Möglichkeit der Einsatz zweistufiger Brenner, die modulierend gefahren werden können. Auch dem hohen Energiebedarf beim Beschwaden der Backwaren sollte Rechnung getragen werden. So führt bereits die strikte Einhaltung der vom Ofenhersteller empfohlenen Entkalkungsintervalle zu einer Energieersparnis von immerhin zehn Prozent.

Mit einem Gesamtumsatz von knapp 13 Mrd. Euro und über 280.000 Beschäftigten, von denen 36.000 in Ausbildung stehen, zählt das Bäckerhandwerk auch weiterhin zur Spitzengruppe der deutschen Handwerksberufe. Jährliche Investitionen von 500 Mio. Euro in neue Technik machen die Branche zu einem wichtigen Motor der hiesigen Volkswirtschaft. Demgegenüber stehen 700 Mio. Euro, die pro Jahr für Energie aufgewendet werden müssen. Diesen Kostenblock in absehbarer Zeit zu verringern ist das Gebot der Stunde.

Ein wichtiger Punkt bei der Energieberatung von Rheingas ist die Ermittlung staatlicher Fördergelder, die speziell in den Bereichen Gebäudesanierung und Modernisierung, Heizungstechnik, Wärmedämmung und Erneuerbare Energien beantragt werden können.

Rheingas kümmert sich dabei ebenso um das Antragswesen wie um die Modalitäten einer Finanzierung sowie die Planung und den Einbau der Anlagen und alle damit zusammenhängenden Genehmigungsverfahren.

Informationen:

Weitere Informationen unter www.rheingas.de.


Artikel vom 24.02.2010
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