Ernährungs- & Warenkunde

Fast-Food als Dickmacher

Kinder zieht es verstärkt hin zu Döner und Burger


Dortmund (ke). Die Vermutung, dass Fast-Food schon in jungen Jahren dick macht, haben die Forscher des Dortmunder Instituts für Kinderernährung (FKE) in einer Langzeitstudie belegt.

Die FKE hat rund 7400 Ernährungsprotokolle von 1- bis 18-Jährigen für die Studie ausgewertet. In manchen Altersstufen nehmen Fastfood-Esser demnach täglich bis zu 15 Prozent mehr Kalorien zu sich als Gleichaltrige, die auf Hamburger, Pizza oder Döner verzichten. Die Folge: schon sechsjährige Kinder seien bei regelmäßigem Fastfood-Verzehr dicker als ihre Altersgenossen.

Jeder dritte männliche Jugendliche geht mindestens einmal pro Woche in eine Frittenbude oder ein Schnellrestaurant, bei den Mädchen seien es nur halb so viele. Das geht aus der so genannten Donald-Studie des Instituts hervor. Bestätigt wird diese Vorliebe jetzt auch von einer Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK, die im Auftrag des Apothekenmagazin „Baby und Familie“, Baierbrunn, durchgeführt wurde. Gut 30 Prozent der Eltern von minderjährigen Kindern in Deutschland gaben an, dass ihre Kleinen mindestens einmal pro Woche Fast-Food essen. Bei mehr als der Hälfte stehen Burger, Pommes oder Pizza mindestens zwei Mal monatlich auf dem Speiseplan. Nur gut sieben Prozent verzichten ganz auf die kalorienreichen Schnellgerichte, vorwiegend dann, wenn die Kinder noch sehr klein sind. Für die repräsentative GfK-Umfrage wurden 510 Bürger mit minderjährigen Kindern befragt.


Artikel vom 27.07.2006
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