Laden-Konzepte
Erlebnisgastronomie mit Sitzwelten geschaffen
Meisterbäckerei Padeffke hat zusammen mit einem Ladenbauer das visionäre Konzept „padeffke – das kaffeehaus“ verwirklicht
Tübingen (p). „Scharen Sie engagierte und kompetente Mitarbeiter/innen um sich, nutzen Sie Synergieeffekte, verarbeiten Sie nur Zutaten einwandfreier Herkunft, würzen Sie das Ganze mit unabhängigen Testkäufen renommierter Institute und realisieren sie außergewöhnliche Visionen – dann bleibt der Erfolg nicht lange aus“, so der von seiner Philosophie überzeugte Unternehmer Michael Padeffke bei der Eröffnung des „padeffke – das kaffeehaus“ in Tübingen.
Dort entstand in bester Lage zwischen Bahnhof und Fußgängerzone aus einem 70-er Jahre Café ein unverwechselbarer Publikumsmagnet, der mit seinen vielerlei witzigen und kreativen Arrangements zum Verweilen für den Gast zukunftsweisende Akzente setzt, die bundesweit wohl ihres Gleichen suchen dürften. „Nicht nur handwerklicher Fleiß und ein ständig leckeres Angebot an frischen Waren werden heute erwartet, sondern Standorte, die attraktiv sind und zum Verweilen einladen“, so der Unternehmer zu seiner Investition. Kommen, sehen und sitzen lautete dabei die Vorgabe, die von den Bad Schönborner Ladenbau-Profis der Brust + Partner GmbH mit der Realisierung von acht verschiedenen Sitzwelten hervorragend gelöst wurde.
Ein Gesamtkonzept, das sitzt
Es war am Tag des WM-Eröffnungsspiels in München, da feierte man im 230 Kilometer entfernten Tübingen eine weitere gelungene Premiere: Die Eröffnung von padeffke – das kaffeehaus. Ein Café der Superlative, eine Attraktion für Alt und Jung, schon weil hier neben herrlich duftenden Spitzenbackwaren und Kaffeespezialitäten das gesamte Konzept buchstäblich sitzt. Denn das Kaffeehaus ist weit mehr, als ein perfekt inszeniertes Café, das mit hochwertigem Interieur und einem stilsicheren Mix aus Farben und Materialien aufwartet. „Dies alleine“, weiß Bäckermeister und Unternehmer Michael Padeffke, „reicht heute nicht mehr aus, um erfolgreich zu sein. Vielmehr müssen Gründe geschaffen werden, die den Standort und die Marke attraktiv und unverwechselbar machen.“ Das vom Ladenbauspezialisten für die Bäckerei Padeffke entwickelte Standort-Konzept „Sitzwelten“ zielt genau auf diese hohen Anforderungen ab und setzt dabei neue Maßstäbe in Sachen Erlebnisgastronomie.
Verschiedene Erlebnisbereiche
So wurden auf rund 170 qm über 60 originelle Sitzmöglichkeiten geschaffen, die in acht unterschiedliche Erlebnisbereiche unterteilt sind. Jeder Bereich wurde systematisch für eine bestimmte Zielgruppe konzipiert.
Zum schnellen Genuss lädt beispielsweise die „Express-Bar“ mit heiteren Kurzgeschichten ein und am Tisch angebrachte Fingerhanteln sorgen hier für sportlichen Stressabbau.
Im Feng-Shui-Bereich mit der treffenden Bezeichnung „Die Welle“ findet man Harmonie und Ausgleich zwischen sprudelnden Brünnchen und asiatischen Zen-Gärtchen.
Drahtlos ins Internet geht´s mit dem mitgebrachten Laptop im Plug&Play-Bereich. Backgammon, Schach & Co sorgen hier an den Bar-Tischen für spielerischen Zeitvertreib.
Weich, medium, hart oder (Kirsch)kernig – im Studio-Bereich sitzt jeder wie er möchte. In einem Kissendepot, einer Art überdimensioniertem Setzkasten, stapeln sich bunte Sitzunterlagen in unterschiedlichen Härtegraden zur freien Auswahl.
Selbst die vorhandenen Treppenstufen wurden zum orientalisch anmutenden
Sitzbereich umfunktioniert. Treppen-Witz-der-Woche inklusive – versteht sich. Für den Kunden gibt es wirklich überall etwas zu entdecken und auszuprobieren.
padeffke – das kaffeehaus zeigt den richtigen Weg auf, wenn es für den mittelständischen Bäcker darum geht, sein Potenzial gegenüber dem Lebensmittelhandel und dem Backdiscounter zu nutzen. Eine Chance zur Differenzierung – eine Chance, sich beim Verbraucher klar zu positionieren.
Es verwundert also nicht, dass Padeffke zu dem Schluss kommt: „Nicht auf den Ladenbau allein kommt es an, sondern auf das Gesamtpaket und Zusammenspiel von Design, Architektur und Marketingstrategie“ – da sei man „bei Brust+Partner genau richtig“.
Bestätigt wird Padeffke durch den Erfolg – letztendlich durch begeisterte Kunden. In Gesprächen ist immer wieder herauszuhören: „Das hätten wir einem Bäcker gar nicht zugetraut!“. Doch spätestens seit der Fußballweltmeisterschaft müsste es eigentlich jeder besser wissen: Ein schwäbisches „Cleverle“ mit Bäckerseele sollte man nicht unterschätzen …
Dabei hat Michael Padeffke preußische Wurzeln. Sein Vater hat in Laichingen auf der Schwäbischen Alb sieben Jahre lang ein Pachtgeschäft geführt, bevor er 1969 in Mössingen-Bästenhardt die erste Mössinger Bäckerei Padeffke eröffnete. Heute führt der Enkel, Michael Padeffke, zusammen mit seiner Frau Petra und einem engagierten Team von 200 Mitarbeitern Backstuben und Bäckerei-Fachgeschäfte weit über die Stadtgrenzen hinaus.
„Außergewöhnlich“ erfolgreich
Wie kann man aber heute im harten Wettbewerb bestehen und die Vorteile solider, handwerklicher Back- und Konditorkunst erhalten und dabei noch expandieren? Die eine Seite sind außergewöhnliche Filialen wie „padeffke – das kaffeehaus“, die andere Seite ist die Kooperation von Meisterbetrieben, wie sie Michael Padeffke mit drei weiteren Bäckereibetrieben betreibt. Um trotz der betriebswirtschaftlich teureren Entscheidung auf Qualitätsprodukte zu setzen, nutzen diese Betriebe Synergieeffekte. Sie konzentrieren die Vorteile der einzelnen Backstuben durch die Zusammenarbeit innerhalb der verschiedenen Arbeitsbereiche. Dadurch bleiben die einzelnen Mitarbeiter Angestellte eines überschaubaren Betriebes und können doch von den Erfahrungen einer ca. 420 Köpfe zählenden Belegschaft profitieren. „Eine Entscheidung, die absolut richtig war“, so die vier Unternehmer.
Qualität und Engagement
Das Modell baut auf dem Engagement der Mitarbeiter auf, die in diesem Zusammenhang eine größere Eigenverantwortung erhalten und gleichzeitig Chancen bekommen, ihr persönliches Fachwissen zu erweitern. Das kommt dem Unternehmen und damit den Kunden zugute. Ein kompetentes Führungsteam arbeitet zusammen mit den engagierten Mitarbeitern täglich mit vollem Einsatz an der Erfüllung der selbst auferlegten strengen Qualitätsziele. So werden nur Zutaten verwendet, deren Herkunft eindeutig nachvollziehbar ist. Z. B. Fette ohne Tierfett-Anteile oder Mehl aus dem Getreide mit dem Herkunftszeichen Baden-Württemberg für das Vollkornsortiment. Bäcker und Konditoren arbeiten nach handwerklicher Tradition: Alles wird frisch hergestellt und schonend zubereitet. Diese Sorgfalt ist mit ein Grund dafür, dass die Bäckerei Padeffke in den vergangenen Jahren bei Brotprüfungen 65 Auszeichnungen erhielt, wobei 24 mal „sehr gut“ erteilt wurde.
Da war der Weg zum 5-Sterne-Bäcker natürlich nicht mehr weit. Um 5-Sterne-Bäcker zu werden und auch zu bleiben, muss das Unternehmen bei wiederkehrenden, anonymen und nicht angekündigten Testkäufen mit mindestens 300 von 400 möglichen Punkten bestehen. Die Beurteilungskriterien sind streng. Nur 5 Prozent aller Bäcker in Deutschland entsprechen den Anforderungen. Die Bäckerei Padeffke gehört dazu. Des Weiteren erfolgte die betriebliche Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000, was für den Kunden und Geschäftspartner die bestmögliche Produktqualität, die strikte Anwendung strenger Hygienemaßnahmen, eine umweltbewusste Produktion und die schnelle Umsetzung Ihrer Anregungen bedeutet.
In einem solchen Rahmen entstehen schließlich Produkte, die einzigartig sind und den Ruf des Bäckerei-Unternehmens mitbegründen, wie das 1997 eingeführte Pain Paillasse. Pain Paillasse ist ein Rezept aus der Schweiz, das hohe Anforderungen an das Bäckerhandwerk stellt. Sorgfältiges Ansetzen des Teigs, spezielle Bearbeitung und handwerkliche Erfahrung sind erforderlich, um den unvergleichlich urtümlichen Geschmack zu erzielen. „Dass wir für dieses Produkt Gebietsschutz genießen, ist ein nicht von der Hand zu weisender Vorteil“, weiß Michael Padeffke zu berichten, denn schließlich würde fast jeder Kunde natürlich auch noch andere Produkte mitnehmen. Ein weiteres Produkt des Gedankens „Gesund ernähren, mit Lust am Genießen“ aus der Reihe „Lebenslinie“ ist das „Dinkelsprössle“, ein Brot mit Sprossen-Mix, natürlichem Himalaya-Kristallsalz und belebtem Wasser.
Nachhaltig beeindruckend
Diese Spezialitäten sowie viele weitere täglich frisch zubereitete hervorragende Angebote werden mittlerweile in den 18 Filialen der Bäckerei Padeffke, davon vier im Vorkassenbereich, vertrieben. Dabei können die Macher um Michael Padeffke und seine Frau Petra auf ein stolzes Umsatzplus von fünf Prozent auf bestehender Fläche verweisen. Die Eröffnung von „padeffke – das kaffeehaus“ war passend dazu ein weiterer Schritt in Richtung expansiver Zukunft am hart umkämpften Backwaren-Markt, mit dem sich die Bäckerei Padeffke bei ihren Kunden nachhaltig präsentieren kann und wird.
Weitere Infos zum Ladenbau:
Tel. (07253) 977720
www.brust-partner.de
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