Unternehmensfuehrung
Erfolgsprinzip „Nutzen bieten“
Wer sein Denken und Handeln am Wohl anderer Menschen orientiert, steigert seine Erfolgsaussichten

Auch Werbung und Ansprache sollten signalisieren, dass man als Unternehmen den Kunden mit besonderen Produkten oder entprechendem Service in erster Linie Nutzen bringen will. Foto: Wolf Foto: Wolf
Eines der zentralen Elemente im Planungs- und Managementsystem von HelfRecht ist das Prinzip vom „Nutzen bieten“. Klingt zwar als Begriff heute etwas angestaubt, erweist sich aber inhaltlich zeitgemäßer denn je. Ganz gleich, ob im privaten, im beruflichen oder im betrieblichen Bereich: Nutzen zu bieten ist der Erfolgsfaktor für ein gelungenes Leben.
Gerade dauerhafter geschäftlicher Erfolg ist ohne unternehmerische Ethik, ohne ein an moralischen Gesichtspunkten orientiertes Denken und Handeln, also ohne Nutzenbieten nicht möglich. Schon Henry Ford erkannte: „Ein Geschäft, das nur Geld verdient, ist ein schlechtes Geschäft.“ Erfolgreiche Menschen beherzigen dieses Prinzip vom „Nutzen bieten“. Sie wissen: Je mehr anderen Menschen sie mit ihrem Tun einen Nutzen bieten, desto mehr Menschen werden ihnen beim Erreichen ihrer Ziele helfen, desto erfolgreicher werden sie also selber sein.
Guter Ruf durch Nutzen bieten
Neben materiellem Erfolg gehört zu den Merkmalen dauerhaft erfolgreicher Menschen und Betriebe vor allem der gute Ruf, den sie sich durch Anständigkeit, Aufrichtigkeit, Fairness und in jeder Hinsicht moralisches und verantwortliches Handeln erworben haben. Durch Nutzenbieten also, weil es für sie selbstverständlich ist, sich in die Lage von anderen zu versetzen, deren Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen und zu erfüllen, Lösungen anzubieten, die anderen Menschen nützen. Fragen Sie sich:
Was haben meine Kunden davon, meine Geschäftspartner, meine Mitarbeiter, meine privaten Freunde und Partner? Was bringt es für Volkswirtschaft, Umwelt oder Gesellschaft?
Denken Sie aber auch an sich selber: Was bringt es Ihnen? Welche Nutzenernte können Sie berechtigterweise erwarten, wenn Sie diesen Nutzen bieten?
Was habe ich davon – welche materielle Nutzenernte, welche Anerkennung, welche Selbstbestätigung, ?
Wenn Sie sich bei Ihren Planungen stets am Gedanken des Nutzenbietens orientieren, haben Sie auch eine Gewähr dafür, dass Sie mit Ihren Zielen und Aktivitäten niemandem einen Schaden zufügen – der letztlich wieder Ihnen schaden würde.
Wer viel sät, kann gut ernten
Viele Menschen sehen ausschließlich den möglichen Gewinn ihres Handelns und vergessen dabei, dass nur der gut ernten kann, der zuvor auch ordentlich gesät hat.
Gerade im Wirtschaftsleben verursacht das Nutzenbieten vielfältige Wettbewerbsvorteile. Der Geschäftsmann, der seinen Kunden außergewöhnlichen Service bietet, sie mit viel Einfühlungsvermögen besonders aufmerksam und höflich behandelt, ihre Wünsche mit Herz und Kopf erfüllt, sich als partnerschaftlicher Problemlöser, Berater und Förderer seiner Kunden versteht, sie dabei unterstützt, besser und erfolgreicher agieren zu können – dieser Geschäftsmann wird sich auch in schlechten Zeiten nicht über mangelnde Kundschaft und über fehlenden Umsatz beklagen müssen. Ein gutes Image, Anerkennung und Weiterempfehlungen sind weitere Formen seiner möglichen Nutzenernte.
Was will der Kunde wirklich?
Für manchen Backunternehmer bedeutet dies ein Umdenken: Frische und Qualität etwa sind heute Dinge, die der Kunde als selbstverständlich voraussetzt. Prüfen Sie, auf was es ihm darüber hinaus wirklich ankommt: Gesundheit (Bio!)? Gute Parkmöglichkeit? Vielfältige Auswahl? Persönliche Ansprache? Snack-Möglichkeiten? Rezept-Tipps? Lieferservice? Wohlfühl-Atmosphäre? Günstige Preise? Einkaufserlebnis?
„Nutzen“ hat für jeden eine eigene Bedeutung, eine individuelle Perspektive. Schauen Sie deshalb genau hin, was der Kunde wirklich will. Welchen Nutzen erwartet er tatsächlich von Ihrem Angebot? Welche Werte sind ihm wichtig? Mit welchen Ihrer Aussagen und Leistungen können Sie ihn emotional ansprechen? Wie können Sie ihm helfen, glücklich(er) und zufrieden(er) zu sein?
Richten Sie Werbung und Ansprache des Kunden auf diese Aspekte aus – erreichen Sie ihn mit „weichen Faktoren“: Welche emotionalen Vorteile hat das eigene Angebot gegenüber dem der Mitbewerber? In welchem Umfang verhilft es dem Kunden zu mehr Wohlbefinden? Zu einem rundum guten Gefühl?
Abschließend zu diesem so wichtigen Thema „Nutzenbieten“ noch ein wunderschönes Zitat von Goethe: „Willst Du glücklich sein im Leben, trage bei zu andrer Glück. Denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eigne Herz zurück.“
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