Ernährungs- & Warenkunde
Energiebilanz bestimmend
BfR kritisiert Werbung mit Selbstverständlichkeiten
Berlin (ke). Süßigkeiten stehen im Verdacht, aufgrund ihres hohen Fett- bzw. Zuckeranteils ernährungsbedingte Krankheiten zu fördern. Die Diskussion, ob mehr Fett wie in Schokolade oder Speiseeis oder Zucker bzw. Salz dafür verantwortlich sind, führt in der Werbung dazu, dass Hersteller jeweils mit der einen oder anderen Aussage werben. Um mehr Licht in die Hintergründe zu bringen hat sich das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit Fruchtgummiwaren befasst. Da sie im Gegensatz zu anderen Süßwaren praktisch kein Fett, sondern hauptsächlich Zucker enthalten, werben manche Hersteller damit und suggerieren, dass Fruchtgummi sogar zum Abnehmen geeignet wäre.
Das (BfR) vertritt die Auffassung, dass nicht die Zufuhrmenge einzelner Makronährstoffe (Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate) ausschlaggebend für das Risiko einer unerwünschten Gewichtzunahme ist, sondern die Energiebilanz insgesamt. Wer sich kaum bewegt, verbraucht wenig Energie und gerät bei gleichzeitig hoher Energiezufuhr schnell in eine positive Energiebilanz- Er nimmt man an Gewicht zu. Das Risiko, durch unbegrenztes Naschen von Fruchtgummi an Gewicht zuzunehmen, sei daher ebenso groß wie bei anderen Süßwaren auch.
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