Firmenportrait
Eiwo setzt Erfolgs- und Expansionskurs fort
Überraschung auf der südback: Senkrechtstarter Eiwo steigt in Non-Food- Segment ein / Regionale Kundenbetreuung wird weiter ausgebaut

Neue Produktrange: Auf der südback präsentierte das Eiwo-Team erstmals Gärgutträger, Stikkenwagen und Bleche – zu gewohnt niedrigen Preisen. Der Non-Food-Bereich soll kontinuierlich ausgebaut werden.
Die Erfolgsstory
„Die Resonanz bei den Besuchern auf der südback übertraf unsere Erwartungen. Angesichts steigender Rohstoffkosten ist unser Unternehmensmotto „Produktqualität zu Minimalpreisen“ aktueller denn je“, resümiert Geschäftsführer Henric Wolfram die gelungen Premiere auf der Messe. Über 350 Artikel, vom Backmitteln bis zu Frischäpfeln, umfasst das Portfolio heute – beachtlich, hatte doch alles 1962 mit nur einem einzigen Produkt angefangen: Dem Ei.
Die Geschichte erinnert ein wenig an den American Dream „vom Tellerwäscher zum Millionär“. Aber weniger eigener Reichtum, sondern vielmehr der Erfolgskurs des Unternehmens motiviert den 39-jährigen. Als Henric Wolfram vor 20 Jahren gemeinsam mit seiner Schwester Martina den Eier-Frischdienst nach dem Tod seines Vaters übernahm, machte das Unternehmen 300.000 DM Umsatz und schrieb schwarze Zahlen. In den Jahren des Aufbaus setzte sich Henric Wolfram selbst hinter das LKW-Steuer und fuhr die Kunden an. Das Angebot wurde nach und nach erweitert: Im ersten Schritt um Molkereiprodukte, dann folgte die Hefe. Heute steht in Coesfeld ein bundesweit operierendes Unternehmen, das Bäcker just in time beliefern kann. Auf etwa 30 Mio. Euro beläuft sich der Umsatz heute. Das Geheimnis des Erfolgs liegt einerseits in der konsequent schlanken Unternehmensführung, andererseits aber genauso im engagierten Qualitätsmanagement. Henric Wolfram: „Wir arbeiten mit optimierten Fahrtrouten, effektiven Zeitplänen und modernster Kommunikationstechnologie und schöpfen hier das Rationalisierungspotenzial effektiv aus, um an anderer Stelle zu investieren. Zum Beispiel in die Überwachung stets einwandfreier Qualitäten.“
Dass niedrige Preise und gute Qualität keinen Widerspruch darstellen müssen, hat seinen Grund sicherlich auch in den langfristig aufgebaut Geschäftsbeziehungen mit einer Reihe von Anbietern hochwertiger Rohstoffe. „Wir verfügen als Familienunternehmen nicht über die gleiche Einkaufsmacht wie andere Mitbewerber, haben uns aber weltweit Sympathien aufgebaut, so dass uns gute Konditionen zugesichert werden“, erklärt Wolfram. So stammen viele Eiwo Eigenmarken von renommierten Markenherstellern, zu denen die Wolframs einen engen Kontakt pflegen, der bis hin zur gemeinsame Festlegung von Produktionsweisen und Qualitätsstandards reicht. Das stetig steigende Einkaufsvolumen trägt natürlich ebenfalls dazu bei, dass die Coesfelder in Deutschland beachtliche Marktanteile als Vollsortimenter für Bäcker erreichen konnten. Namhafte Bäckereien in jeder Größenordnung zählen heute zu den Kunden des jungen Unternehmens.
Qualitatives Wachstum
Trotz der sieben Meilenstiefel erfolgt die Expansion mit dem erforderlichen inneren Wachstum in allen Bereichen: In den letzten Jahren investierte das Inhaber geführte Unternehmen nicht nur in den Ausbau des Zentrallagers: 2007 zählen 15 Kühlzüge, ausgestattet mit GPS und Temperaturfernüberwachung, eine eigene Betriebstankstelle, LKW-Waschanlage und die Werkstatt für Reparaturen zum Unternehmen. Alles Faktoren, die die Logistikkosten nachhaltig reduzieren und somit erheblich zur Leistungsstärke des Fachhändlers beitragen. Die erzielten Kostenvorteile finden sich in den niedrigen Verkaufspreisen Eiwos wieder.
Auf bestehender Fläche funktioniert die beeindruckende Expansion natürlich nicht: 1996 verfügte der Großhändler über 4000 Palettenplätze – heute sind es ca. 12.000: allein 2400 Paletten im TK-Bereich, 2000 Paletten Frischware und stattliche 7500 Paletten Trockenware fasst das Zentrallager. Ende 2002 erfolgte der Einstieg in das TK-Sortiment mit Teiglingen und Früchten, für die Eiwo einen digitalen Nachweis der lückenlosen Kühlkette bis hin zum Kunden führt. In eigens entwickelten Thermoboxen und Kartonsystemen erfolgt der Transport.
Alles aus einer Hand
Ob Flüssig-Ei im 10 kg Eimer oder im 500 kg fassenden Tank: „Wir sind heute in der Lage bundesweit jede Bäckerei binnen 24 Stunden nach Eingang der Bestellung zu beliefern,“ erläutert Wolfram. Eine Mindestbestellmenge von 400 kg ist Voraussetzung, um den Service beanspruchen zu können. Rund um die Uhr, 7 Tage die Woche, können Bestellungen aufgegeben werden, für Bäcker mit sehr unterschiedlichen Arbeitszeiten ein willkommener Service. Dass angesichts der niedrigen Preise und Lieferkonditionen an der Qualität der Produkte nicht gespart werden muss, beweisen die zahlreichen Eigenmarken des Hauses, bei deren Produktion bereits eingeführten Maßnahmen zur Qualitätssicherung greifen. „Für hochwertige GU-Backmittel beispielsweise ist an Inhaltsstoffen das Beste vom Besten für absolute Produktionssicherheit in den Backstuben gerade gut genug“, erläutert Wolfram. Die Produktpalette reicht von Backmitteln, über Saaten, Käse, Spezialfette, Konserven, über geschältes Frischobst bis hin zu Blechen und Stikkenwagen. „Wir können heute Bäckereibetriebe komplett mit Rohstoffen, Halbware und veredelten Produkten beliefern – alles aus einer Hand zu fairen und günstigen Preisen.“
Konsequente Qualitätssicherung
Von Beginn an setzten die Geschwister Wolfram auf eine schlanke Unternehmensführung: Computer gestütztes „Lean Management“ heißt das Zauberwort für ihr Erfolgskonzept.
Nicht zu kurz kommt dabei die gewissenhafte Qualitätssicherung: Tagtäglich werden die eingehenden Rohstoffe und Waren im hauseigenen Labor einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen. Über die Wareneingangskontrolle und Zertifizierungen für sensible Lebensmittel hinaus, stehen für 2008 bereits zwei weitere Maßnahmen für die Qualitätsoptimierung an: Die Einführung des RFID, ein hochmodernes System zur Funkerkennung der Ware, und die Zertifizierung der gesamten Logistik nach dem International-Food-Standard (IFS) nimmt Eiwo jetzt in Angriff.
„Bäcker für Bäcker“
Die Präsentation von Blechen und Stikkenwagen auf der südback machte nur den Auftakt im Non-Food-Bereich: In Zukunft sollen weitere Warengruppen, wie Verpackungen, Reinigungsartikel, Transportkörbe, Dielen und auch Backformen folgen. Wenn schon, dann auch richtig, lautet schließlich die Devise in Coesfeld.
Ein zweites ehrgeiziges Projekt startete ebenfalls im Sommer 2007, nämlich die Gründung einer neuen Einkaufsorganisation. Unter dem Namen „Bake CHECK OHG Central Shopping Club“ will das Unternehmen in Kooperation mit sechs namhaften Bäckereien, die als Beratergremium fungieren, neue Wege im Verkauf- und Vertrieb gehen. „Bäcker für Bäcker“ lautet das Motto und gemäß der zentralen Bausteine der Firmenphilosophie „Ehrlichkeit und Transparenz“ wird eine neue Form der Partnerschaft von Familienunternehmen zu Familienunternehmen angestrebt, so Wolfram. Die neue Firma tritt in Kürze in Erscheinung und wird abermals für Aufsehen in der Backbranche sorgen.
Eiwo wird also auch in Zukunft von sich reden machen und den Bäckern beim Einkauf von Bäckereibedarf attraktive Angebote machen.
Weitere Informationen:
Tel. 02541 94 78-0
www.eiwofood.de
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