Unternehmensführung
Ein motivierendes Wort zur richtigen Zeit
Mit einem 5-Punkte-Plan den Leistungsschwächen der Mitarbeiter vorbeugen / Mit den Beschäftigen immer in Kontakt bleiben
Bonn (p). Mit dem 5-Punkte-Plan des Informationsdienstes „Personalpraxis heute“, können Unternehmer den Leistungsschwächen Ihrer Mitarbeiter entgegenwirken.
1. Viel Wert auf eine gute Einarbeitung legen
Die erste Zeit nach Arbeitsbeginn ist entscheidend für die Frage, ob sich der Neuling zu einem motivierten und leistungswilligen Mitarbeiter entwickelt. Der Einarbeitungsphase sollte der Unternehmer daher größtmögliche Aufmerksamkeit widmen.
Tipp: Erstellen Sie für neue Mitarbeiter unbedingt einen konkreten Einarbeitungsplan. Nur so verwirklichen Sie eine strukturierte Einarbeitung.
Mit einer systematischen Einarbeitung wird der Neuling nicht nur mit seinem Arbeitsplatz und seinem neuen Aufgabengebiet vertraut. Der Chef kann für sich auch viel leichter den Erwartungshorizont abstecken, den er hinsichtlich der Arbeitsleistungen des Mitarbeiters hat.
2. Mitarbeiter leistungsgerecht vergüten
Motivation und Zufriedenheit kann von den Mitarbeitern nur erwartet werden, wenn man sie angemessen und leistungsgerecht vergütet. Stimmt schon die Grundvergütung nicht, darf sich der Arbeitgeber nicht wundern, wenn die Mitarbeiter keine Leistungsbereitschaft zeigen.
3. Mit den Mitarbeitern in Kontakt bleiben
Arbeitnehmer sind sehr häufig darüber verunsichert, was ihr Arbeitgeber konkret von ihnen erwartet. Das gilt nicht nur für alle neuen Mitarbeiter, die noch keinen Vergleichsmaßstab haben; oft sind sich auch die „alten Hasen“ nicht darüber im Klaren, ob sie aus Sicht ihres Arbeitgebers schnell und gut genug arbeiten.
Tipp: Bevor Sie sich über einen Mitarbeiter ärgern, stellen Sie sich selbst einmal die Frage, ob Sie ihm wirklich einmal aufgezeigt haben, was Sie von ihm erwarten!
Der Arbeitgeber sollte sich daher im Rahmen regelmäßiger (mindestens 1-mal im Monat!) Feedback-Gespräche mit seinen Mitarbeitern über deren Leistungen und Ihre persönlichen Erwartungen austauschen.
Tipp: Bei Neueinsteigern sollten die Gesprächsintervalle kürzer sein, am Anfang durchaus 1-mal pro Woche.
Im Gespräch mit eventuell notwendiger Leistungsbemängelung sollte nicht hinter dem Berg gehalten werden, sondern diese sollte man so bald wie möglich sachlich an den Mann bringen.
So staut sich beim Chef kein Ärger auf und der Mitarbeiter hat eine faire Chance, sein Verhalten zu ändern – was dann im Endeffekt auch dem Unternehmen zugute kommt.
Vollkommen unprofessionell wäre es dagegen, Mitarbeiter erst im jährlichen Beurteilungsgespräch überraschend mit Leistungskritik zu konfrontieren.
4. In die Weiterbildung der Mitarbeiter investieren
Die Weiterentwicklung des Know-hows im Betrieb ist sehr wichtig, denn die Qualifikation der Mitarbeiter entscheidet letztlich über den Erfolg des Unternehmens. In die richtigen Seminare und Fortbildungsveranstaltungen investiert, machen sich Ihre Ausgaben schnell wieder bezahlt.
Die Frage, ob der Unternehmer seiner Belegschaft Weiterbildungsangebote unterbreitet, hat auch Auswirkungen auf die Fluktuationsquote in dem Betrieb: Mitarbeiter, die sich in Ihrem Unternehmen weiterentwickeln können, werden nicht so schnell wechseln. Und auf mangelnde Förderung kann sich ein leistungsschwacher Mitarbeiter dann auch nicht herausreden.
Tipp: Verschleudern Sie Ihr Weiterbildungsbudget nicht blind! Kontrollieren Sie den Erfolg eines Seminars immer danach, ob die Lerninhalte den Erfordernissen des Arbeitsplatzes und Ihres Mitarbeiters wirklich entsprochen haben.
5. Nicht mit Lob geizen
Leider verkennen immer noch viele Arbeitgeber, wie wichtig ein motivierendes Wort zur richtigen Zeit ist. Daher: Spornen Sie Ihre Mitarbeiter auch einmal mit einem Lob an! Richtig dosiert ist dieses Instrument zur Mitarbeitermotivation höchst wirksam – und es kostet nichts.
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