Verkauf & Marketing
Domkekse aus Thüringen
Bäcker setzen patentierte Marketing-Idee um
Merseburg (ke). Dome und Münster prägen viele deutsche Städte. Manche Unternehmen nutzen die markanten Bauwerke deshalb auch als Markenzeichen. Ein seit Jahrzehnten bekanntes Beispiel dafür sind die Regensburger Domspitzen auf den Produkten der dortigen Molkerei. Jetzt können auch Bäcker die herausragende Bedeutung sakraler Bauwerke nutzen. Dabei spielt allerdings nicht die Form der Backwaren, sondern der Name bzw. die Verpackung die prägende Rolle. Selbst der Geschmack der Plätzen kann sich von Ort zu Ort deutlich unterscheiden.
Denn den Namen „Domplätzchen“ hatte sich ein Pharmavertreter aus Halle im vergangenen Jahr beim Patentamt schützen lassen. Seither sucht er in Mitteldeutschland Bäcker, die die Marke nutzen wollen. Er stellt seinen Partnern den Namen (gegen eine Lizenzgebühr) und die Verpackung zur Verfügung – die Bäcker entscheiden dann über Geschmack und Form des Gebäcks.
Bäckermeister Thomas Rahaus im thüringischen Merseburg war der erste in Deutschland, der die Idee umgesetzt hat. Er bietet Domplätzchen an, die nach einem speziellen Rezept hergestellt werden. Mittlerweile gibt es die Domplätzchen auch in Erfurt, in Halle und in Magdeburg. Für Thomas Rahaus sind seine Plätzchen mehr als ein Werbegag, es sei sogar eine Kooperation mit den Vereinigten Domstiftern angedacht. Wenn das klappe, könnten bis zu 20.000 Tüten im Jahr verkauft werden. Damit dies klappt, setzt er auf feine Zutaten und verwendet nur Butter, Puderzucker, Weizenmehl, eine Prise Salz, Vanille, Rum und natürlich Schokolade.
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