Ernährungs- & Warenkunde
Die Tagesdosis einhalten
Auch ein Zuviel an Vitaminen kann schaden
München (age). Zu einem bewussteren Konsum vitaminangereicherter Lebensmittel hat Staatssekretärin Emilia Müller vom bayerischen Gesundheitsministerium aufgerufen. „Auch ein Zuviel an Vitaminen kann schaden“, erklärte Frau Müller in einer Presseinformation. Nicht nur Getränken, auch Bonbons, Fruchtsnacks oder Tiefkühlgemüse würden schon die Vitamine A, C, E zugefügt. Die empfohlene Tagesdosis könne deshalb in der Summe überschritten werden. Wer seinen Durst mit ACE-Getränken löschen wolle, solle das Etikett genau lesen, riet die Staatssekretärin. Häufig sei in 100 ml schon die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin A, C und E für einen Erwachsenen enthalten. Mögliche unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anreicherung mit synthetischem Beta-Carotin seien noch nicht umfassend erforscht. Daher sei die Selbstverpflichtung der Getränkeindustrie zu begrüßen, die Menge an zugefügtem isoliertem Beta-Carotin zu begrenzen. Ohnehin habe eine bayerische Verzehrsstudie gezeigt, dass die Bevölkerung schon über die Nahrung ausreichend mit Vitaminen versorgt sei. Mangelversorgung gebe es dagegen bei Jod, Fluorid und Folsäure. „Wer viel Obst und Gemüse ist, deckt seinen Bedarf an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Eine gesunde ausgewogene Ernährung bleibt die bessere und billigere Alternative“, so Frau Müller. Zudem sollte mit Jod, Fluorid und Folsäure ergänztes Speisesalz in der Küche vermehrt Einzug halten. Eine über den Bedarf hinausgehende Aufnahme von Vitaminen sei nicht mit einem zusätzlichen Nutzen verbunden. Nur bei bestimmten Personengruppen wie beispielsweise Schwangeren, stillenden Müttern und älteren Menschen werde eine Nahrungsergänzung empfohlen.
Artikel vom 06.10.2005
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