Unternehmensführung

Die Spitzenwerte beim Strom in Schach halten

Energiespar-Tagung der Verbände Baden und Württemberg: Unkontrollierte Leistungsspitzen für großen Teil der Stromrechnung verantwortlich


Pforzheim (dk). Wie die hohen Kosten des Stromverbrauchs besser in den Griff zu bekommen sind, darüber referierte Gunther Braus, Geschäftsführer der Dibalog GmbH, Heidelberg auf der Energiespar-Tagung. Seine Firma beschäftigt sich in erster Linie mit der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Energie-Optimierungs-Systemen (EOS).

In seinem Vortrag stellte Braus zum einen die Wirkungsweise dieser Systeme vor, zum anderen zeigte er Wege auf, wie schon ohne Einsatz eines EOS die Stromkosten gesenkt werden können.

Mit einer zukünftig jährlichen Steigerung der Stromkosten um 15 bis 20 Prozent müsse gerechnet werden, so Braus, deshalb müsse über alle Möglichkeiten der Kostensenkung nachgedacht werden. Da der Verbrauch von Strom nicht ohne weiteres vermindert werden könne, müsse nach anderen Optionen gesucht werden, den Kostenfaktor Strom einzudämmen.

Als Grundlage für die Stromrechnung messen die Energieversorger permanent die Leistungsabnahme und ziehen die höchste Viertelstunde als Grundlage für die Berechnung heran. Entstehe nun durch Zufall oder Gedankenlosigkeit beim Einschalten von starken Energieverbrauchern ein hoher Wert, so wird diese einmalige Viertelstunde einer Leistungsspitze als Grundlage für die weitere Abrechnung der Energiekosten herangezogen. Hintergrund der Leistungsspitzenrechnung ist der, dass der Stromversorger seine Vorhaltungen bezahlt haben möchte. Deshalb wird der Spitzenwert als Grundlage für die Abrechnung genommen und muss natürlich auch bezahlt werden.

Anforderung der Lastspitzen

Als ersten Schritt, den jeder Betriebsinhaber sofort und kostenfrei unternehmen könne, sei die Anforderung seiner betrieblichen Lastspitzenwerte / -kurve beim Energieversorger. Im allgemeinen genüge ein Anruf beim Versorger und die Kurve/Werte werden ohne Kosten zugesandt.

Hier sehe man sofort, wann die höchsten Spitzen entstehen und könne unverzüglich darauf reagieren. Manchmal seien es nur eine zufällig gleichzeitig mit einem Fettbackgerät eingeschaltete Spülmaschine, die solche Spitzenwerte verursacht. „Mit dem Umsetzen dieser Informationen könne jeder Unternehmer seine Kosten sofort um 10 Prozent reduzieren – ohne Programm oder Unterstützung von außen“, zeigte Gunther Braus auf. Wenn man nun aus den zehn Prozent 40 Prozent machen wolle, müsse man sich über ein Optimierungssystem Gedanken machen.

Solch ein Energie-Optimierungs-System steuert den Energiebedarf so, dass keine Leistungsspitzen mehr entstehen, das heißt, eine kostspielige Gleichzeitigkeit der Verbraucher kommt nicht mehr zustande. Nähert sich nun in der täglichen Praxis der Verbrauch der voreingestellten Leistungsspitze, werden vordefinierte Verbraucher einfach abgeschaltet. Dies gehe natürlich nicht mit motorischer Leistung, denn beispielsweise eine Knetmaschine oder eine Förderschnecke können nicht einfach zwischendrin abgeschaltet werden. Dies gehe nur mit Verbrauchern wie Heizung oder Kühlung, bei denen es auf den Leistungsmoment nicht so ankomme. Bei Einsatz eines EOS müsse auch das Verhältnis zwischen motorischer und nichtmotorischer Leistungsabnahme stimmen, denn eine überwiegend motorisch umgesetzte Leistung könne nicht gesteuert werden, da Motoren oft nicht langsamer laufen können.

Sinnvoll werde ein Energie-Optimierungs-System ab einer Leistungsspitze von 80 kw. Dieses EOS könne aber nicht nur den Spitzenwert in Schach halten, sondern könne bei einem wachsenden Betrieb auch die Aufrüstung der Elektroverteilung/-versorgung verzögern. Denn wenn anstatt eines Anschlusswertes von 100 A noch der alte mit 80 A genügen, spare man zweimal.

Weitere Informationen zum EOS:

Tel.: (06221) 808487

www.dibalog.de


Artikel vom 06.04.2006
Drucken 

Weitere Nachrichten aus Praxis vom 06.04.2006:

„Brotjahr“ bei Müller & Egerer
Fußball-WM: „Wir sind mit dabei“
Weltmeister im Backen am Werk
Spülen im Snackbereich
Für vielfältige Einsatzgebiete
Erfrischende Kombination
Laugensnack mit Frischkäse
Spezielle Reiniger
Verbraucher essen, was schmeckt
Individuelle Ofenkonzepte entwickeln

Kommentare

Aktuelle Meldungen aus Praxis


Abonnenten Bereich



Hilfe




Rezept der Woche

Tomaten-Brötchen
Rezept der Woche Gebäck mit Haferkleie und getrockneten Tomaten mehr ...




ABZ Newsletter

Nutzen Sie als Abonnent kostenlos unseren wöchentlichen Informationsdienst per E-Mail.

Jetzt anmelden!