Betriebsreportage

Die Kunden jetzt noch kompetenter ansprechen

Das Backhaus Hackner setzt im Verkauf auf CE-Touchwaagen und -kassen / Brotschnitt ganz nach Kundenwunsch wird als Service geboten


Gaimershaim (p). In 35 Filialen bietet das 1947 gegründete Backhaus Hackner im Raum Ingolstadt leckere Backwaren und Konditoreiartikel an. Die erste Filiale wurde 1970 gegründet. Heute zählt das Unternehmen zu den Markt- und Qualitätsführern der Region und betreibt auch an mehreren Filialstandorten sehr erfolgreich Bäckergastronomie. Moderne Technik unterstützt den Anspruch des Familienbetriebes, seinen Kunden stets beste Leistungen zu bieten. Ein Beispiel: Mit den neuen CE-Kassen und -Waagen von Bizerba erfolgte der „Umstieg“ auf die effiziente Touchbedienung. Sie hilft in mehrfacher Hinsicht, „richtig Kasse zu machen“.

Technik auf neuestem Stand

Alle Backwaren werden in der seit 1980 bestehenden Produktionsstätte in Gaimersheim von 100 Mitarbeitern produziert. Bis zu viermal täglich erfolgt die Versorgung der Filialen mit frischen Backwaren. 2006 wurde das Backhaus mit dem Staatsehrenpreis der bayerischen Staatsregierung geehrt. Diesen erhalten jährlich die zwanzig besten Bäckereien, die in den zurückliegenden fünf Jahren herausragende Prüfungsergebnisse bei der Brotprüfung erzielten. Im Bio-Bereich werden seit diesem Jahr vier ausgesuchte Produkte angeboten.

Im Familienbetrieb ist Stefan Hackner als Diplom Betriebswirt (BA) ist für den Verkauf zuständig, Cousin Thomas leitet die Produktion, Vater Anton und Onkel Martin sind die Inhaber.

In den Läden ist seit 1993 nun schon die dritte Kassengeneration von Bizerba in Betrieb. „Unser Ziel ist es, immer modernste Technik einzusetzen“, sagt Stefan Hackner. Jüngst wurden deshalb die bewährten SC-Kassen gegen die neuen CE-Kassen ausgetauscht. „Die enorme Beanspruchung der Kassen war sicherlich ein Grund zum Wechsel. Wichtiger aber ist, dass die neuen Modelle noch viel leistungsfähiger und bedienungsfreundlicher sind und mehr Möglichkeiten der gezielten Kundenansprache bieten.“

Brot und Stollen schneiden

Die konsequente Orientierung an den Wünschen seiner Kunden zeigt das Backhaus Hackner an einer Serviceleistung, die man kostenlos anbietet: Brot wird geschnitten und auch in Teilstücken verkauft. Bei allen 20 Brotsorten in Gewichten von 500 bis 2000 Gramm bekommt der Kunde stets genau so viel Brot, wie er möchte. Und er kann auch sagen, ob die Scheiben dick oder eher dünn geschnitten werden sollen. Eingesetzt werden hierzu Bizerba Brotschneidemaschinen des Typs BS 38. Neben den Brotsorten wird in der Weihnachtszeit auch Stollen für die Kunden aufgeschnitten. „Alles absolut problemlos, sauber und schnell“, freut sich Stefan Hackner. Eine solche Maschine koste zwar Geld, doch relativiere sich die Investition: „Wir machen unsere Kunden damit zufrieden, und das bringt auch zusätzliche Kunden.“

Schneller Datenaustausch

Genau auf die Anforderungen des Backhauses zugeschnitten sind auch die Kassen in den Filialen. Innerhalb kurzer Zeit wurden die neuen CE-Modelle installiert. Neben den Kassen ist auch eine Waage vorhanden. Mit ihr werden Brote, Snacks oder Weihnachtsgebäck nach Gewicht verkauft.

Jede Kasse ist über eine DSL-Leitung mit der Firmenzentrale verbunden. Per VPN (Virtual Private Network) können so die Daten in kürzester Zeit ausgetauscht werden. Was bei älteren Systemen oft Minuten dauert, wird mit Hilfe der DSL-Verbindung und den angeschlossenen CE-Kassen in Sekundenschnelle erledigt. So können dann alle relevanten Daten, ob Zahlen zur Stammdatenpflege oder Aktionspreise und Retouren, ausgetauscht werden. Stefan Hackner: „Diese Kassen sind für uns ein wichtiges Instrument der Kommunikation und des Managements.“

Strukturierte Auswertungen

Im Stammhaus werden die Daten mit der Bizerba Software WinCWS verarbeitet. Hier werden besonders die strukturierten Auswertemöglichkeiten geschätzt. So lassen sich Abverkaufsdaten genau aufsplitten und zum Beispiel auch für die Mitarbeitereinsatzplanung auswerten, Frequenzberichte oder Vergleiche zum Vorjahr ziehen. „Wir können artikelgenau nachschauen, was im letzten Jahr zu einem bestimmten Tag verkauft wurde“, erläutert der Verkaufsleiter sein Planungsinstrument, mit dessen Hilfe er Entscheidungen für künftige Produktionsmengen trifft.

Über eine Schnittstelle werden die Daten an die Bäckereisoftware BIT von UlmerKemo übergeben, die über die CE-Kassen und WinCWS auch die Retouren-Infos erhält.

Um flexibel auf unterschiedliche Abverkaufssituationen reagieren zu können, werden Backwaren zwischen den Filialen ausgetauscht und ebenfalls über die Kassen mittels Umbelastung verwaltet.

Bedienung leicht gemacht

Für den erfolgreichen Einsatz eines Kassensystems sind neben der funktionierenden Technik die Mitarbeiter entscheidend. „Wir haben Mitarbeiterinnen aller Altersstufen“, sagt Stefan Hackner. „Deshalb ist die Bedienerfreundlichkeit der Geräte ganz wichtig, denn nur dann wird die Kasse mit Freude bedient und deren Potenzial ausgenutzt.“

Dieses Kriterium erfüllen die CE-Kassen spielend und überaus flexibel. Ihre Bildschirmoberflächen lassen sich nämlich individuell gestalten. Das heißt, dass kein Bedienschirm wie der andere aussehen muss. Jeder kann genau auf die Anforderungen und spezifischen Aufgaben einer Bäckerei angepasst werden.

Bildschirmaufbau entwickelt

„Das erfordert natürlich auch, dass wir genau überlegen, wie wir die Touch-Bildschirme am besten aufbauen“, erklärt Stefan Hackner. Zusammen mit Bizerba hat er über 40 verschiedene Bildschirmseiten entwickelt. Vom Startbildschirm bei Beginn des Bedienvorgangs kann so immer tiefer in das System eingestiegen werden. Die Buttons mit den Brötchen bleiben dabei jedoch stets auf dem Bildschirm sichtbar. „So haben wir unsere wichtigsten Artikel immer sofort tastbereit“, argumentiert Hackner.

Die Einstellungen für die Touch-Oberflächen wurden vor Inbetriebnahme in einer Filiale getestet. Dabei wurden auch Verbesserungsvorschläge von Seiten der Verkäuferinnen aufgenommen. Praktisch ist, dass die Touch-Oberflächen bei Bedarf auch später jederzeit selbst angepasst werden können. Hier zeigt sich der besondere Vorteil durch die Vernetzung der Geräte: In einem Schritt sind alle Kassen schnell online auf dem selben Stand.

Wird trotzdem einmal die technische Hilfe von Bizerba Fachleuten gebraucht, muss nicht gleich ein Termin vor Ort vereinbart werden. Nach Freigabe des Kassennetzwerkes können die Techniker per Fernwartung auf jede Kasse zugreifen und Fehlerspeicher sowie Bedienprotokoll auslesen. Anschließend werden am Telefon ganz gezielt Hinweise zur Fehlerbehebung gegeben.

Testgerät im Pausenraum

In allen Kassen sind auch die Stammdaten des Bedienpersonals hinterlegt. So kann bei Bedarf eine der 200 Mitarbeiterinnen im Verkauf in einer anderen Filiale eingesetzt werden. Stefan Hackner: „Der Vorteil ist dann, dass die Kunden auf der Kasse gleich den Namen der neuen Mitarbeiterin sehen. Auf der anderen Seite kann sich diese wie gewohnt einwählen und mit der vertrauten Technik arbeiten.“

Dies war sicher auch einer der Gründe, warum die Akzeptanz der Mitarbeiterinnen auf die neuen Kassen sehr positiv ausgefallen ist. Eine gute Idee des Verkaufsleiters: Zum Ausprobieren wurde eine Kasse in die Pausenräume gestellt, bevor sie in den Filialen in Betrieb ging.

Im Arbeitsalltag haben alle Mitarbeiter dann schnell gemerkt, dass ihnen die Bizerba Kassentechnik hilft, noch mehr Kompetenz und Souveränität im Kundengespräch zu erreichen. So können etwa mit Hilfe der für jedes Produkt hinterlegten Informationen Nährwerte, allergene Stoffe oder auch Zusatzstoffe abgerufen und auch ausgedruckt werden.

Spezielle Tipps für Kunden

Nach und nach werden auch Tipps für die Weiterverarbeitung oder die Lagerung der Backwaren hinterlegt. „Es ist einfach vorteilhaft, wenn eine Verkäuferin dem Kunden sagt, er solle das Baguette doch vor dem Verzehr noch zwei Minuten bei 180 Grad in den Ofen geben, damit es an Rösche gewinnt“, zeigt Stefan Hackner einen der per Touch abrufbaren Tipps auf, mit denen das Fachgeschäft sein Knowhow unter Beweis stellt. „Die Technik von Bizerba hilft uns sehr dabei, uns auf unsere Stärken zu konzentrieren und so erfolgreich zu bestehen.“

Weitere Informationen:

Bizerba GmbH & Co. KG

Telefon: 07433 12-0

www.bizerba.com


Artikel vom 03.01.2008
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