Reportage

Das Besondere edel präsentiert

Qualität bis zur letzten Konsequenz ist das Markenzeichen der Konditorei/Café Löw in Geiselhöring / Eigene Pralinen als Spezialität


Geiselhöring (p). Das 4000 Einwohner zählende Geiselhöring liegt am Straßenknotenpunkt zwischen Regensburg und Straubing, Dingolfing und Landshut. Aus dieser Lage entwickelte sich eine gewerbliche Struktur, die in dieser Gegend eine besondere Rolle spielt und in der Region für einen gewissen Wohlstand sorgt.

Am Marktplatz 10 befindet sich seit mehr als 125 Jahren ein Konditorei-Café, das unter dem Inhaber Hans-Georg Löw die Tradition des Vaters erfolgreich fortsetzte und seit der Übernahme 1991 den Ruf dieser Institution immer weiter ausbaute.

Schon in jungen Jahren machte Hans-Georg Löw von sich reden, als er im selben Jahr, in dem er die Gesellenprüfung ablegte, auch Bundessieger der Konditoren wurde. Doch dies war nur der erste Schritt. 1978 glänzte er in München bei der Meisterprüfung und erhielt aus der Hand des damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß die Goldmedaille für seine Leistungen bei dieser Prüfung.

Regelmäßige Investitionen

Da ein hervorragender Nachfolger gefunden war, wurde auch kräftig investiert. 1980 erfolgte die Eröffnung nach einem gelungenen Umbau des neuen Cafés, das ein unvergleichliches Ambiente bietet und das die Kunden begeistert. Investiert wird weiter regelmäßig: 1984 kommt eine Baumkuchenmaschine in die Backstube, 1987 eine Pralinenüberzugsmaschine. Im Jahr 1996 werden die Nebenräume mit Lagerräumen neu aufgebaut und die letzte umfassende Renovierung der Backstube war vor vier Jahren.

Alle diese Investitionen werden in einem Ort mit weniger als 4000 Einwohnern getätigt. Hier ist nichts zu spüren vom großen Sterben der Konditoren, die selbst in weitaus besseren Lagen ihr Auskommen nicht mehr finden. Des Rätsels Lösung klingt eigentlich ganz einfach: Qualität bis zur letzten Konsequenz, bis ins kleinste Detail ohne jegliches Zugeständnis an Fertigprodukte, an Convenience, künstliche Aromen und vieles mehr.

Diese Qualität und die hervorragenden Künste von Hans-Georg Löw brachten es mit sich, dass er heute nicht nur von den Einwohnern Geiselhörings abhängig ist, sondern dass seine Kunden viele Kilometer fahren, um die Köstlichkeiten aus seiner Backstube zu kaufen. Bis heute sind die Pralinen eines der wichtigsten Produkte im Hause Löw und wer diese Erzeugnisse schon einmal verkostet hat, der weiß, warum die Confiserie Löw so berühmt geworden ist.

Weltweit Infos gesammelt

Denselben „Fanatismus“, den er als Konditor hat, bewies er auch, als es um die neue Einrichtung seines Ladens ging. Als intensiver Nutzer des Internets schaute er sich praktisch auf der ganzen Welt um, um neue Ideen und Gestaltungsdetails zu erkunden. Die Ladenbauer wurden auf Herz und Nieren geprüft, verglichen und getestet. Letzten Endes entschied sich Hans-Georg Löw für Heinz Radlinger von Schweitzer – der Ladenmanufaktur, dem nach eigenen Angaben führenden Konditorei-Einrichtungs-Spezialisten aus Österreich.

Die Familie Löw wollte keinen normalen Laden, kein Verkaufsmöbel, wie es überall zu sehen ist. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auf der Österreichischen Fachmesse diegenuss in Wels und auf der südback in Stuttgart kamen unzählige Fachkollegen. Entstanden war eine Theke als ein Glanzlicht größter Handwerkskunst und eine Harmonie aus Technik und Design. Für die Firma Schweitzer war diese Novität eines der ganz großen Meisterstücke seit bestehen der Firma.

In rotem Hochglanz schlängelt sich diese Feingebäckvitrine durch den Verkaufsraum und präsentiert stolz die Kunstwerke der Konditorei Löw. Besondere Ware kann nur in einem besonderen Möbel so präsentiert werden, dass die Kunden einfach überwältigt sind und zugreifen müssen. Die gerade Verglasung ergibt einen ganz besonders schönen Einblick in die Theke, die außerdem etwas niedriger gebaut wurde, damit der Kontakt zum Kunden noch besser ist. Ausgestattet mit dem perfekten Kühlsystem von Schweitzer ist sie das absolute Kleinod in der Konditorei Löw.

Stile kombiniert

Im Gegensatz zur eigentlich sehr modernen Linienführung der Theke sind die Regale in traditionsreichem Stil gehalten, was eine ganz wunderbare Ergänzung ergibt, wie ja auch der Cafe-Raum eine ebenso traditionelle Atmosphäre vermittelt. Als Kontrast dazu ist der neue Sitzraum modern mit Lederstühlen in warmen Naturtönen gehalten.

Ein besonderer Hingucker ist der Flachbildschirm im Verkaufsraum, der mit hervorragend gestalteten Filmen Einblick in die Arbeit des Konditors gestattet. Ganz genau kann man hier dem Meister auf die Finger schauen, wie die köstlichen Kunstwerke entstehen.

Hans-Georg Löw: „Als Haus mit Tradition bieten wir nur Produkte von höchster Qualität an und stellen beispielsweise unsere Pralinen aus besten Rohstoffen her. So verarbeiten wir ausschließlich hochwertige Schokolade aus der Criollo-Bohne. Irgendwelche Fertigprodukte haben in unserem Betrieb keine Chance; wir stellen alle Zutaten noch selbst zusammen. Darauf können sich unsere Kunden hundertprozentig verlassen und diesem Grundsatz werden wir auch treu bleiben.“

Allergrößtes Fachwissen, Fleiß und Durchhaltevermögen, den Verlockungen der Industrie zu widerstehen, das sind die Grundlagen dafür, dass auch in einer kleinen Stadt eine Café-Konditorei-Confiserie erfolgreich betrieben werden kann, da die besonderen Produkte immer gefragt sind und die Leute, die das Besondere wollen, auch bereit sind, einen weiteren Weg auf sich zu nehmen.

Tel. +43 7242 2380

www.schweitzer.at


Artikel vom 25.04.2008
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