Aus- & Weiterbildung

Bessere Stimmung und Investitionsbereitschaft

ABZ-Umfrage bei Ausstellern der Internorga 2006: Viele Aussteller haben berechtigte Hoffnung auf ein positives Nachmessegeschäft


Hamburg (wo). Auch wenn die Internorga nicht ganz an die schon fast euphorische Stimmung der südback im vergangenen Herbst anschließen konnte, haben die meistern Aussteller im Bäckerbereich eine durchaus positive Bilanz gezogen. Das hat auch unsere Umfrage ergeben. Zwar habe das Schneechaos einige Kollegen vom Messebesuch abgehalten. Aber die Gespräche mit den Besuchern seien intensiv gewesen. Insgesamt könne man von einer besseren Stimmung und einer erhöhten Investitionsbereitschaft ausgehen, so der Tenor:

Dietmar Rabenstein, Meister Kaffee-Verkaufsleiter:

Die Messe war für Meister Kaffee sehr erfolgreich. Die Internorga war für uns die Chance, uns als kompetenter Kaffee-Anbieter den Bäko-Mitgliedern und auch dem Fachpublikum zu präsentieren. Die Besucher waren sehr aufgeschlossen und viele haben sich umfassend informiert. Daher bin ich sehr optimistisch, dass wir ein gutes Nachmessegeschäft haben werden.

Lutz Henning, Geschäftsführender Vorstand der Bäko-Zentrale Nord:

Wir sind mit dem Ergebnis auf der Internorga sehr zufrieden. Es war eine hervorragende Messe mit guter Resonanz. Die Stimmung haben wir als sehr positiv empfunden. Es war zu erkennen, dass sich die Trendwende in der Backbranche stabilisiert hat. Das äußert sich auch in einer gestiegenen Investitionsbereitschaft. Wir können uns von der Geschäftsanbahnung über konkrete Anfragen bis hin zu guten Geschäftsabschlüssen über großes Interesse an unseren Produkten freuen. In diesem Sinne kann ich eine absolut positive Bilanz ziehen.

Hans-Joachim Homa, Vertriebsleiter von Frisch SpritzMatic:

Wir waren zum ersten Mal selbst auf der Internorga und sind mit der Resonanz recht zufrieden. Unsere Neuentwicklungen sind beim Fachpublikum gut angekommen. So konnten wir auch einige Direktabschlüsse verbuchen und haben berechtigte Hoffnung auf ein gutes Nachmessegeschäft. Vor dem Hintergrund einer erkennbaren Investitionsbereitschaft hat sich unser Auftritt in Hamburg absolut gelohnt.

Hellmuth Fuchs, Geschäftsführer der Welker KG:

Die Kundenfrequenz war dieses Jahr etwas schwach. Wir hatten zwar konkrete Gespräche, aber die Investitionsbereitschaft lässt doch zu wünschen übrig. Die Vorjahres-Internorga war diesbezüglich etwas erfreulicher. Schon weil wir deutlich mehr ausländische Kontakte bedienen konnten. Eine positive Grundstimmung, wie auf der südback haben wir hier nicht erlebt.

Günther Heim, Geschäftsführer von Heim Gerätebau:

Der Messeauftritt auf der Internorga hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt. Wir haben ganz gut verkauft und zahlreiche Bedarfsfälle aufgenommen. Das heißt im Nachmessegeschäft ist noch einiges zu erwarten. Vor allem das Interesse an unserer großen Fettbackanlage war ausgesprochen groß. Da waren einige Kunden aus Bayern aber auch aus Osteuropa bei uns am Stand. Vor diesem Hintergrund ist ein deutlicher Aufschwung und Aufwärtstrend in der Branche spürbar. Etwas negativ sind die Messebedingungen. Unser Standort und die logistischen Vorgaben sind nicht optimal. Aber das wird sich hoffentlich mit der neuen Halle im nächsten Jahr verbessern.

André Hermes, Jäckstein Ladenbau:

Für uns ist die Internorga super gelaufen. Wir hatten noch nie so viele Leute auf unserem Stand. Unser Konzept mit vielen attraktiven Details scheint anzukommen. Mein Ordner ist voller guter Kontakte. Mit Blick auf Investitionen hatten wir geradezu hoch interessante Kontakte. Wir haben den Eindruck, dass im Ladenbau die Investitionsbereitschaft deutlich gestiegen ist.

Frank Hofmann, Vertriebsleiter bei der Anneliese Mertes GmbH:

Wir waren recht unzufrieden mit der Messe. Es sah so aus, als ob weniger Fachbesucher unterwegs gewesen wären. Vor allem am Sonntag war der Streuverlust bei den Besuchern sehr hoch. Man hatte den Eindruck, dass Fachbesucher durch die zahlreichen Schaulustigen, die vor allem am Gastro- und Convenienceangebot interessiert waren, geradezu abgehalten wurden. Eine gesteigerte Investitionsbereitschaft konnten wir nicht feststellen. Auffallend war: Die hochwertigsten Gespräche haben wir mit Bäckern aus Süddeutschland geführt. Als Konsequenz aus der diesjährigen Internorga werden wir den Stand umgestalten und größenmäßig zurück fahren. Insgesamt wäre es gut, wenn die Messe um einen Tag gekürzt werden würde.

Sandor Kövy, Geschäftsführer der Kövy Bäckereimaschinen GmbH:

Wir sind seit 1986 auf der Internorga. Aber die Internorga 2006 war für uns eine der besten Messen seit wir vor Ort sind. Wir konnten mehrere Brötchenanlagen und Kuchenschneidemaschinen direkt verkaufen. So haben wir eindeutig von der positiven Grundstimmung in der Branche profitieren.

Ernst Koch, Vertriebsleiter Deutschland, Backaldrin:

Die Qualität und die Menge der Besucher an unserem Stand waren sehr gut. Man hat aber gemerkt, dass sich einige von den Wetterbedingungen abhalten ließen, auf die Internorga zu kommen.

Die Stimmung im Bäckerhandwerk schätze ich nach den sechs Messetagen als positiv ein. Die Kunden sind wieder sehr interessiert an Neuigkeiten.

Günter Muth, Vertriebsleiter bei der Aichinger GmbH:

Die Messe war ausgesprochen gut. Wir konnten eine deutlich positive Grundstimmung ausmachen. Das Interesse an unseren Ladenbaukonzepten war groß, sodass wir von einem guten Nachmessegeschäft ausgehen können. Insgesamt hat sich unser Auftritt auf der Internorga wieder gelohnt.

Helmut Jura, Geschäftsführer der Wachtel GmbH & Co.:

Die Internorga war eine interessante Messe. Die Qualität der Besucher war gut und wir konnten sehr viel versprechende Geschäftskontakte verbuchen. Insgesamt hat sich die Stimmung seit der letzten Internorga spürbar verbessert. Die Investitionsbereitschaft ist gestiegen. Vor allem Kälte und das Ladenbacken sind wieder dankbare Themen.

Dieter Zimmermann, Verkaufsleiter bei RMT Rego und Herlitzius:

Die Stimmung ist deutlich besser als im Vorjahr. Die Nachfrage ist gestiegen. Bei Rühr- und Anschlagmaschinen war das Interesse gut. Die Schneidemaschinen stießen auf weniger Resonanz. Auffällig war das große Interesse von skandinavischen Besuchern.

Dominik Bornhorst, Geschäftsführer der BSK Fahrzeug Gmbh:

Für uns war es eine deutlich intensivere Messe als in den vergangenen Jahren. Wir hatten weniger Laufkundschaft und investitionsbereitere und entschlussfreudigere Kunden am Stand. So konnten wir einige Geschäftsabschlüsse tätigen. Auch das Interesse am neuen Sprinter, den es ja noch nicht zu sehen gab, war groß. Unterm Strich sind wir sehr zufrieden, schon weil wir den Eindruck gewann, dass das Klagen in der Branche aufgehört hat.

Lutz Adam, Marketingleiter bei der Wiesheu GmbH

Wir sind mit unserem Internorga-Auftritt zufrieden. Die Resonanz war gut, der Stand war immer gut besucht. Unsere Umsatzerwartungen sind um 100 Prozent übertroffen worden. Insgesamt hat sich nach meiner Einschätzung die Grundstimmung und die Investitionsbereitschaft im Bäckerhandwerk spürbar verbessert. Es gibt eigentlich nur positives von der Internorga 2006 berichten.

Lothar Geißler, Geschäftsführer der Borco-Höhns GmbH+Co.KG:

Wir merken, dass viele hinausgeschobenen Investitionen jetzt getätigt werden. Insgesamt war die Internorga für uns recht erfolgreich. Es wurde einmal mehr bestätigt, dass der mobile Handel deutlich an Boden gewinnt. Für viele ist das zwischenzeitlich ein wichtiges Standbein. Großes Interesse besteht auch rund um das Thema Frühstücksservice. Diesbezüglich sind meiner Meinung nach erst 20 Prozent des Potenzials genutzt.

Fred Westphal, Geschäftsführer des Bäckerinnungsverbandes Niedersachsen/Bremen:

Die Internorga war für uns eine positive Erfahrung. Unsere Berater aus den Verbänden Niedersachsen/Bremen, aus der Bäcker- und Konditorenvereinigung Nord und aus Berlin/Brandenburg hatten täglich jeweils etwa 8 bis 10 Informationsgespräche und Kundenkontakte. Dabei wurden auch konkrete Beratungsaufträge abgeschlossen. Auch das ist als Signal zu werten, dass sich die Betriebe wieder investiv verhalten. Viele sind nach unseren Informationen wieder in Sachen Umbau von Filialen tätig. Außerdem gibt es zwischenzeitlich wieder eine beträchtliche Anzahl von Bäckern, die sich intensiv mit den Thema Qualitätsverbesserung, Rezeptentwicklung und Sauerteig befassen. Die guten Erfahrungen auf der Internorga haben uns dazu bewogen, auch auf der Hausmesse der Bäko-Weser-Ems mit einem Informationsstand vor Ort sein, um die Kollegen zu unterstützen.

Richard Häußler, Kundenberater der Häussler GmbH:

Wir hatten sehr viele und sehr gute Gespräche, auch mit Kollegen aus dem gastronomischen Bereich. Zudem konnten wir auch einige Geschäftsabschlüsse tätigen. Wir haben den Eindruck, dass sich im Bäckerhandwerk zur Zeit einiges bewegt.


Artikel vom 17.03.2006
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