Marketing_Verkauf

Aufsehen erregende Leistungsschau geboten

Bäcker beim Brandenburg-Tag aktiv: Spezialitäten präsentiert / 34 Betriebe erhalten die Auszeichnung „Goldene Brezel“


KönigsWusterhausen (schl). Feststimmung herrschte beim 12. Brandenburg-Tag in der idyllischen Innenstadt von KönigsWusterhausen. Über 100.000 Gäste besuchten die traditionelle Leistungsschau von Wirtschaft, Handwerk, Sport und Tourismus. Rund um den Schlossplatz sorgten zahlreiche Bühnen und Standpräsentationen für Musik und Unterhaltung. Auf dem Programm standen außerdem verschiedene Medienaktionen und Gewinn-Spiele sowie eine Multimedia-Show und ein großes Feuerwerk.

Mit großem Engagement hatte sich auch das regionale Bäckerhandwerk mit seinen rund einhundert Mitgliedern auf das zweitägige Event vorbereitet. Am Stand der Lausitzer und Spreewälder Bäcker- und Konditoreninnung sowie des Oberstufenzentrums Cottbus wurden beispielsweise Brotverkostungen organisiert und attraktive Schaustücke aus den Backstuben präsentiert. Interessenten erfuhren zudem viel Wissenswertes über Ausbildungsmöglichkeiten und konnten aktuelle Brancheninformationen erfragen. Optischer Blickfang war zweifelsohne der 1. Spreewaldkahn aus 211 Kilogramm Salzteig, den der Innungsobermeister Werner Klinkmüller zusammen mit Vorstandmitgliedern angefertigt hatte. Gestützt wurde die Konstruktion von einem vier Meter langen Rohr- und Gitterrahmen, eine Spezialkonstruktion der Metallbauerinnung. Der durchaus guinessverdächtige Kahn war mit 13 typischen regionalen Brotsorten wie Gurken-, Petersilien-, Leinsamen-, Krusten-, Bauern- und Zwiebelbroten bestückt, die die Innungsmitglieder zum Verkauf mitgebracht hatten. Der Mehrerlös von 500 Euro diente einem sozialen Zweck und wurde dem Stadtjugendring Königs Wusterhausen gespendet. Der verführerische Duft leckerer Backwaren lockte auch Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns an, der sich bei seinem Rundgang von der Frische, Qualität und der Vielfältigkeit handwerklich hergestellter Lebensmittel überzeugte. Ausdrücklich lobte der Politiker auch die Ausbildungsleistungen der Bäcker und Konditoren.

Fachliches Highlight für die Zunft war die Auszeichnung von 34 Innungsbetrieben mit der „Goldenen Brezel“. Für die Verleihung des Prädikats durch externe Fachleute mussten sich die Bewerber vorab einen gründlichen Betriebs-Check unterziehen und sechs Kriterien erfüllen. Neben handwerklicher Backwarenherstellung nach traditionellen Rezepturen und regelmäßigen Qualitätsprüfungen der Erzeugnisse waren auch ein gut geschultes Verkaufspersonal, die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen und die Ausbildung von Lehrlingen Pflicht.

Die seit 2005 zunächst in Berlin und ein Jahr später auch im Land Brandenburg propagierte „Goldene Brezel“ avancierte inzwischen zu einem allseits bekannten Markenzeichen vorbildlicher Handwerksbäckereien. Das Siegel hat jeweils zwei Jahre Gültigkeit und muss danach erneut verteidigt werden.


Artikel vom 16.09.2008
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