Ernährungs- & Warenkunde
Auch Produkte deklarieren?
Forderung: Kennzeichnungspflicht für Eier ausweiten
Berlin (age). Die Bundesregierung solle sich auf europäischer Ebene dafür einsetzen, dass die Kennzeichnungspflicht für Eier auf alle eierhaltigen Produkte ausgedehnt werde. Das fordert die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einem in den Bundestag eingebrachten Antrag. Vorgeschrieben werden müssten Angaben zur Haltungsform der Legehennen bei allen Lebensmitteln und anderen Produkten, die Eier als Zutat enthielten, verlangen die Bündnisgrünen. Sie weisen darauf hin, dass für Eier der Güteklasse A, die für den direkten Konsum bestimmt seien, seit 2004 die Haltungsform auf der Verpackung angegeben werden müsse. Die Eier müssten ferner mit dem sogenannten Erzeugercode gekennzeichnet werden. Daraus lasse sich neben der Herkunft auch eine Information über die Haltungsform der Legehennen ablesen. Dieses Informationsrecht der Verbraucher müsse künftig auch für alle anderen Lebensmittel und Produkte gelten, in denen Eier verarbeitet werden. Bislang seien hier nur Hinweise auf die Zutaten vorgeschrieben. Die Folge wäre, dass die Verbraucher anhand der Verpackungsbeschriftung und des Ei-Stempels die Haltungsform und Herkunft der Eier feststellen könnten, erläuterte die Fraktion. Sie wies darauf hin, dass sich der Kauf von Eiern aus der Boden- und Freilandhaltung durch private Haushalte seit Einführung der Kennzeichnungspflicht fast verdoppelt habe. Der Marktanteil von Eiern aus der Boden- und Freilandhaltung liege schon bei 50 Prozent.
Artikel vom 25.01.2007
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