Ernährungs- & Warenkunde

Arbutin ist Krebs erregend

Birnen und Weizenprodukte enthalten die Substanz


Potsdam (ke). Darmbakterien sind in der Lage, den Lebensmittelinhaltsstoff Arbutin in die Substanz Hydrochonin umzuwandeln und so die Bildung von Krebs im Darm zu begünstigen.

Das ergaben Untersuchungen am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam. Zu den Lebensmitteln, die Arbutin in höheren Konzentrationen enthalten, zählen Weizenprodukte, vor allem aber Birnen. Da sich Arbutin hier in den Schalen konzentriert, sollten diese vor dem Verzehr geschält werden. Bekannt war bislang, dass Arbutin, im Körper zu Hydrochinon umgewandelt, in den Harnwegen eine antibakterielle Wirkung entfaltet. Zwar können die Forscher noch nicht sagen, ob und welche Rolle der Arbutin-Abbauprozess im Darm für die Entstehung von Darmkrebs spielt, doch sollen weitere Experimente nun Klarheit schaffen. Nach Angaben der Wissenschafter ist seit längerem bekannt, dass der menschliche Körper 64 bis 75 Prozent des aus der Nahrung aufgenommenen Arbutins zu Hydrochinon-Abkömmlingen abbaut und mit dem Urin ausscheidet. Wo und wie Arbutin während des Abbauprozesses in diese Substanz umgewandelt wird, war bislang unklar.


Artikel vom 07.12.2006
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