Aus- & Weiterbildung
Backtechnische Höchstleistung bieten
15 junge Bäckermeister beendeten in Dresden ihren Vollzeitkurs mit Erfolg

Doreen Seidel (3.v.l.), Stefan Braune (4.v.l.) und Jeanette Matthias (5.v.l.) erhielten als beste Jung-Bäckermeister der Bäckerfachschule Dresden die Förderpreise der sächsischen Bäko-Genossenschaften.
Eine verbale Anleihe beim Leistungssport nahm Landesobermeister Michael Wippler zur Meisterfeier im ICC in seiner Festrede vor den Jung-Meistern des Meisterstudienkurses M 28 an der Sächsischen Bäckerfachschule Dresden-Helmsdorf e.V.: „Qualität kommt von Qual, heißt ein geflügeltes Wort, und diesen Ausspruch können Sie auch auf das Bäckerhandwerk beziehen“, empfahl er den jungen Frauen und Männern.
Die Qualen und Entbehrungen während des Kurses wurden mit der bestandenen Prüfung und dem Titel „Bäckermeister“ belohnt. Doch nunmehr gelte es, sich dem Ernst des Lebens zu stellen und am Markt erfolgreich zu sein. Das Bäckerhandwerk könne dabei nicht mit niedrigen Preisen und Rabattaktionen locken, es müsse sich vielmehr auf seine ureigensten Stärken berufen und Qualität herstellen. „Und dazu gehöre es eben auch, dass man sich entsprechend engagiert und täglich ‚quält’, um backtechnische Höchstleistungen zu erbringen“, betonte LOM Wippler. Die drei besten Absolventen des Kurses werden schon traditionell mit dem „Förderpreis sächsischer BÄKO-Genossenschaften“ ausgezeichnet. Diese Ehrung, die mit Fördergeldern von 300, 200 und 100 Euro verbunden ist, verdeutlicht die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Landesinnungsverband und der Wirtschaftsorganisation des Bäckerhandwerks in Sachsen. Ben Hartmann, Geschäftsführer der BÄKO Süd-Mitteldeutschland eG, überreichte die Preise an Doreen Seidel (Gelenau), Stefan Braune (Bergkamen) und Jeanette Matthias (Scheibenberg).
Überdurchschnittliche
Leistungen geboten
Doreen Seidel, die vor eineinhalb Jahren schon die Konditormeisterprüfung in Chemnitz mit überdurchschnittlichen Leistungen absolviert hatte, glänzte vor allem im praktischen Teil der Prüfung und präsentierte ihre Backwaren und Prüfungsstücke sehr dekorativ in einem Schaufenster zum Thema „Karibik“. Stefan Braune nahm extra den langen Weg aus Nordrhein-Westfalen nach Dresden auf sich, um an der Sächsischen Bäckerfachschule seine Ausbildung zu erhalten, da er von der hohen Qualität der Ausbildung überzeugt ist.
Ruhe kehrt in die Backstuben und Unterrichtsräume der Sächsischen Bäckerfachschule nach Abschluss dieses Meisterkurses nunmehr jedoch nicht ein: Der aktuelle Meisterkurs M 29, der wieder als Kombikurs durchgeführt wird und Meisterstudium sowie Ausbildung zum Betriebswirt (HWK) miteinander verbindet, läuft bereits seit zwei Wochen. 26 junge Frauen und Männer drücken für etwa ein halbes Jahr die Schulbank, um sich auf die bevorstehenden Aufgaben vorzubereiten. Und für den im Sommer beginnenden nächsten Meisterkurs liegen die ersten Bewerbungen vor.
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