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„Ur-Einwohner“ und Brötchentausch

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Verkäuferin Fabiola präsentiert einen der legendären „Dämmer Ur-Einwohner“. Foto: dt-press

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Verkauf & Marketing

Bei Filialeröffnung mit kostenloser Spezialität gepunktet / Tauschaktion war ein Flop

Die in Aschaffenburg heimische Bäckerei Feind, Inh. Michael Großmann, hat die Gelegenheit genutzt, mit pfiffigen Aktionen eine weitere Filiale zu eröffnen.

Wie es sich gehört, wurden die Aktionen und angebotenen Spezialitäten im Vorfeld mittels Flyern bekannt gemacht.

Eine große Attraktion war der mobile Holzbackofen, mit dem sich Michael Großmann vor dem neuen Laden postiert hatte. Den nutzt er bei passablem Wetter als zusätzliches Werbeinstrument jeweils donnerstags vor dem Hauptgeschäft sowie im Außenbereich bei so besonderen Anlässen wie eben dieser Filialeröffnung.

Furore machten die „Dämmer Ur-Einwohner“, eine gebackene Figur, mit Sesam oder Mohn bestreut. Sie werden nach einem alten Hausrezept aus Weizenteig, mit gemahlenem Kümmel und Malz versetzt, frei gebacken. Diese legendären Ur-Einwohner des Stadtteils Damm, daher der Name „Dämmer...“ hat Großmann zum hundertjährigen Jubiläum im Jahr 2001 mit großem Erfolg kreiert.

Nun feierten sie fröhliche Urständ indem sie an den beiden ersten Tagen der Filialeröffnung kostenlos den einkaufenden Kunden mitgegeben wurden. Eine Aktion, die für Aufsehen und buchstäblich für Mundpropaganda sorgte.

Eine weitere Aktion hatte sich Meister Großmann ausgedacht. Die fand allerdings bei den Kollegen ein weit größeres Echo als bei den Kunden oder potenziellen Kunden.

In der ersten Woche der Eröffnung war es möglich – alte Brötchen, egal wo gekauft – gegen frische Herdbrötchen kostenfrei umzutauschen. Bei fünf Stück lag die Grenze. Sinn der Übung war, so Großmann, diese Leute wieder zum Bäcker zurück zu holen und von den Großmärkten abzuziehen. Kollegen aus dem Umfeld fanden das allerdings gar nicht so lustig und machten Großmann gegenüber ihren Unmut deutlich. Letztlich ging dies Aktion so ähnlich aus wie das berühmte „Hornberger Schießen“, es passierte fast nichts. Zwar kamen einige Leute mit Brötchen vom Discounter und nahmen den versprochenen Umtausch wahr, doch eine richtig knallige Aktion war es nicht, wie Großmann später der ABZ auf Nachfrage erklärte.

„Ich habe es eben mal probiert und bin jetzt ein bisschen schlauer,“ meinte der Meister und ärgerte sich mehr über die Reaktionen der Kollegen, denn über den Flop mit dem Umtausch.

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