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Praxis

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ABZ Nr. 2

20. Januar 2018

Von Hans Stumpf

M

it zunehmender Aus-

richtung auf das Snack-

und Kaffeegeschäft

stellt sich Bäckern die Frage, ob

und wie Sitz- und Verzehrsmög-

lichkeiten geschaffen werden.

Denn Kunden wollen den

schnellen Außer-Haus-Verzehr

bequem erleben.

Die Bestuhlung im Innenbe-

reich eines Bäckereiladens lässt

sich sehr gut ergänzen durch ei-

ne Außenbestuhlung. Grundvo-

raussetzung ist, dass Fläche au-

ßerhalb des Objektes zur Verfü-

gung steht, die genutzt werden

kann und darf.

Städte kassieren für

Nutzung öffentlicher Flächen

Wenn eine Außenbestuhlung

im öffentlichen Raum vorgese-

hen ist, bedarf es einer Genehmi-

gung durch die Kommune. Zu-

ständig sind die Ordnungsämter.

Während derartige Sonder-

nutzungen im ländlichen Be-

reich in der Regel eher unproble-

matisch gehandhabt werden,

entstehen im städtischen Be-

reich häufig Mietkosten für die

Nutzung der öffentlichen Flä-

chen. Berlin zum Beispiel ver-

langt zwischen 12,50 und 16,25

Euro pro Quadratmeter und Jahr

für die Sondernutzung.

Außengastronomie ist

mehr als Tische und Stühle

Sind die rechtlichen Voraus-

setzungen geschaffen, kann der

Bäcker seine Außenbestuhlung

planen. Wobei es nicht nur um

Tische, Bänke und Stühle geht.

Auch Beschattung, Windfang

und Beheizung sind Themen.

Denn das Wetter – egal ob son-

nig, heiß oder eher kühl und

windig – spielt eine wesentliche

Rolle.

Wobei gerade auch bei dieser

Thematik beachtet werden muss,

ob die Außenbestuhlung im öf-

fentlichen Raum oder auf einem

Privatgrundstück aufgestellt

werden soll.

Den Schutzfaktor

im Blick behalten

Im öffentlichen Raum muss

nämlich geklärt werden, welche

Möglichkeiten es gibt, Stühle

und Tische außerhalb der Laden-

öffnungszeiten zu schützen.

Lassen sie sich stapeln und au-

ßen versperren, oder können sie

gestapelt ins Gebäude verbracht

werden? Oder wie lassen sich

große Sonnenschirme vor Dieb-

stahl und Vandalismus schüt-

zen?

Die einfachste Lösung auf

derartige Fragen ergibt sich

durch leichte, stapelbare Stühle

und Tische. Hersteller Vega hat

für die Outdoor-Saison 2018

zum Beispiel die Möbelserie Ri-

malia neu herausgebracht. Der

Rahmen aus pulverbeschichte-

tem Aluminium wirkt wie Holz

und macht die Möbelserie be-

sonders leicht und witterungs-

beständig.

Ergänzend zu Stühlen mit

und ohne Armlehnen gibt es ei-

nen Lounger – das ist ein Stuhl

mit einer etwas breiteren Sitzflä-

che für besten Sitzkomfort.

Wie auch im Innenbereich,

können auch draußen unter-

schiedliche Sitzmöbel zur Sitz-

landschaft werden. Eher unat-

traktiv ist es, wenn zum Beispiel

zehn Tische mit 40 Stühlen auf-

gestellt werden.

Kunden schätzen

einen Lounge-Charakter

Hier sollte überlegt werden,

ob die Optik durch das Aufstel-

len einiger Stehtische oder einer

kleinen Lounge-Insel in der Mit-

te aufgewertet werden kann.

Das beim Sitzen im Freien zu-

nehmend der Lounge-Charakter

mit seiner großen Bequemlich-

Schwerpunkt

Außengastronomie

Auch für den

schnellen Snack oder Kaffee legen Gäste

auf Bequemlichkeit und Wetterschutz großen Wert.

Mobiliar für

den Außenbereich muss qualitativ hoch-

wertig sein, um auch Regen schadlos zu überstehen.

Oase fürs

Wohlgefühl

im Freien

Mit einer Außenbestuhlung können Bäcker

zusätzlichen Umsatz erzielen. Allerdings nur dann,

wenn sie ein stimmiges Gesamtkonzept entwickeln.

Bei angenehmen Wetterbedingungen wollen die meisten Gäste im Freien sitzen. Damit sie dies genießen können, muss die Bäckerei ein

Praxis

Tipps

6

Versicherungsschutz: Prü-

fen Sie, ob die Außen-

bestuhlung in der Sach-

und Haftpflichtversiche-

rung des Betriebes ent-

halten ist.

6

Gastterrassen auf dem

eigenen Grundstück benö-

tigen unter Umständen

ebenfalls eine baurechtliche

Genehmigung.

6

Wird der Außenbereich in

SB betrieben, sind dort

Rückgabemöglichkeiten für

das Geschirr vorzuhalten.