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schäftsführer Daniel Schneider

an. Denn auf deren Unterstüt-

zung hofft er.

„Dadurch verkauft kein Bäcker

ein Brot oder Brötchen mehr. Als

Handwerksbäcker kann man nur

mit Qualität, Ehrlichkeit, Freund-

lichkeit und Transparenz punk-

ten“, kommentiert Bäckermeister

Torsten Hacke auf der Facebook-

Seite der ABZ das Vorhaben des

Verbandes. „Die Bäcker verwen-

den doch selbst Rohlinge“,

schreibt ein anderer User und

spricht damit ein Problem an:

U

m eine „Bäckerei“ zu be-

treiben, bedarf es in

Deutschland weniger

fachlichen Wissens als techni-

scher Ausstattung: Kühlmöglich-

keiten und Ofenhitze reichen aus,

um aus dem TK-Teigling ein ver-

kaufsfertiges Produkt zu machen.

1000 Backshops in Berlin machen

genau das.

Diese Art des handwerklichen

Trittbrettfahrens will der Zentral-

verband aufs Abstellgleis leiten.

Neu ist der Versuch nicht, über

„Bäcker“ und „Bäckerei“ einen

Rettungsschirm aufspannen zu

wollen. Erfolgreich war er bisher

auch nicht. Der Verband wolle

daher jetzt bei den Verbraucher-

schützern nachfragen, „wie denn

der Stand ist“, kündigt Hauptge-

Wie viel Handwerk muss ein „Bä-

cker“ bieten, um eine „Bäckerei“

betreiben zu können?

Eine Frage, auf die Schneider

anders antwortet als Anke Kähler,

Vorsitzende des Vereins „Die

Freien Bäcker“. Während der

Funktionär die Verwendung von

Fertigmischungen akzeptiert,

lehnt die Bäckerin die Verwen-

dung von Convenience und TK-

Ware ab. Gleichwohl plädiert

auch sie für den Namensschutz.

6

Lesen Sie auch Interview,

Kommentar (S. 2), Bericht (S. 3)

Schutzschirm für Bäcker

Der Zentralverband will sich in diesem Jahr wieder eines alten Themas annehmen:

Die Begriffe „Bäcker“ und „Bäckerei“ soll nur nutzen dürfen, wer bestimmte Kriterien erfüllt.

„Dadurch verkauft kein Bäcker

ein Brot oder Brötchen

mehr“

Bäcker Torsten Hacke auf ABZ-Facebook

Bedürfen Bäcker des Schutzes? Die Meinungen dazu sind höchst unterschiedlich.

Fotos: Fotolia/Archiv, Montage: Maier

Ein Titel aus dem dfv Matthaes Verlag ·

www.abzonline.de

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Nr. 2/73. Jahrgang · 20. Januar 2018 · E 1079

Fokus:

Der Dreh an der Zuckerschraube

Großkonzerne wie Rewe und Nestlé wollen

den Süßanteil reduzieren

Seite 7

Praxis:

Wir sind dann mal draußen

Kunden schätzen Außengastronomie – sofern

die Bequemlichkeit nicht leidet

Seiten 12-13

Regional:

Mehr Größe, beste Qualität

40 Filialen und Spitzenprodukte – für

Johannes Schmitt kein Widerspruch

Seite 25

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Themen

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HANNOVER

(abz). Von systematischer Ausbeutung

studentischer Hilfskräfte aus dem Ausland spricht die

Hannoversche Allgemeine in einem Bericht über die

Bäckerei-Kette LeCrobag und deren Filiale am Haupt-

bahnhof in Hannover. Demnach verweigert die Filial-

leiterin rund 20 Betroffenen seit Jahren bezahlten Ur-

laub. Das sei inzwischen in vielen Unternehmen gängi-

ge Praxis, zitiert die Zeitung einen Verdi-Sprecher.

Als eine der Studentinnen die Filialleiterin darauf

angesprochen habe, dass ihr nach dem Bundesurlaubs-

gesetz anteilig bezahlter Urlaub zustehe, habe sie die

Kündigung erhalten. Die Zeitung zitiert den Gewerk-

schaftsvertreter weiterhin mit der Aussage, dass er

jedem Einzelnen rate, seine Urlaubsansprüche zu er-

rechnen und diese dem Arbeitgeber vorzulegen. Weige-

re der sich auch dann noch beharrlich, das Gesetz zu

beachten, helfe den Betroffenen nur noch der Gang vor

das Arbeitsgericht.

Eckstück

Bäckerei-Kette soll Urlaub verweigern

AB

Z online.de

– Umfrage

Wir haben Strategien entwickelt,

die wir konsequent umsetzen

So ganz klar ist mir noch nicht,

wie ein Marketingkonzept aussieht

Das mache ich ohne Wissenschaft

aus dem Bauch heraus

Ich kümmere mich ums Backen,

nicht um Marketing

38,4

19,2

23,1

19,3

Zeitraum: 3.01.–17.01.; Angaben in %

Frage:

Welche Bedeutung hat Marketing

in Ihrem Betrieb?

Neue Frage:

Titelschutz für die Begriffe

„Bäckerei“ und „Bäcker“: Was

halten Sie davon?

6

Das wird auch mal Zeit.

6

Dadurch verkaufe ich kein

einziges Brot mehr.

6

Das ist ein Konzept ohne

Inhalt.

6

Alles Schaumschlägerei –

das wird nie passieren.

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Foto: Fotolia/Photocrew