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Stärkung ländlicher Räume

Handwerker fordern die strukturelle Stärkung ländlicher Räume. (Quelle: pixabay)+
Handwerker fordern die strukturelle Stärkung ländlicher Räume. (Quelle: pixabay)

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Handwerker fordern auf der Grünen Woche entsprechende Rahmenbedingungen.

Berlin (abz). Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat sich auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin für eine nachhaltige Stärkung der ländlichen Räume als Wirtschaftsräume ausgesprochen. Bei einer Diskussionsrunde im Rahmen der Gemeinschaftsschau „Lust aufs Land“ wurden vor allem die Rahmenbedingungen thematisiert, die und Mittelstand brauchen, um das Potenzial ländlicher Räume auszuschöpfen: Dazu zählen nach Meinung des ZDH der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes sowie der 5G-Mobilfunkversorgung, ausreichend Gewerbeflächen und passende Förderprogramme. Denn demografische Umbrüche, Strukturwandel und infrastrukturelle Defizite gefährdeten die Standorte in den ländlichen Räumen zunehmend.

Stefan Richter, Bäckermeister in Kubschütz und Markenbotschafter der Oberlausitz, sagte dazu: „Handwerksbetriebe können sich für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung ihrer Region einsetzen, indem sie als Markenbotschafter fungieren und regionale Qualitäten bekannt machen. Gerade in branchenübergreifenden Netzwerken liegen große Chancen, auch für kleinere Betriebe. Diese Betriebe benötigen jedoch die Unterstützung bei der Überwindung von Innovationshürden.“ Dafür brauche es passfähige und speziell auf kleinere Unternehmen und Kooperationen ausgerichtete Förderprogramme mit weniger Bürokratie, die auf bestehenden Strukturen aufbauen.

„Das Handwerk kann entscheidend dazu beitragen, dass ländliche Räume Zukunftsräume bleiben. Dafür braucht es aber die entsprechenden Rahmenbedingungen, etwa leistungsfähige Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastruktur und ausreichend Gewerbeflächen. Außerdem ist für das Handwerk die Lebensqualität in den ländlichen Räumen von zentraler Bedeutung. Denn nur dann, wenn Dörfer und Kleinstädte auch als Wohnort attraktiv genug für junge Leute sind, kann dort Fachkräftesicherung gelingen“, sagte Gerhard Schenk, Präsident des Deutschen Konditorenbundes und Beauftragter des ZDH für ländliche Räume.

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