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Wiener Feinbäckerei Heberer sieht Strategie bestätigt

Georg (links) und Alexander Heberer spielen das Thema Regionalität - erfolgreich, wie es aussieht.  (Quelle: Unternehmen/Archiv)+
Georg (links) und Alexander Heberer spielen das Thema Regionalität - erfolgreich, wie es aussieht. (Quelle: Unternehmen/Archiv)

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Quartalszahlen

Weniger Filialen, mehr regionale Produkte: Die macht im ersten Boden gut. und Durchschnittsbon steigen.

Mühlheim am Main/ Frankfurt (abz). Die Wiener Feinbäckerei Heberer setzt eigenen Angaben zufolge in Zukunft vermehrt auf regionale Produkte. In neues Sortimentskonzepts sieht vor, für die drei Kernregionen typische traditionelle Backspezialitäten anzubieten. Das ist zunächst im Mai in Hessen gestartet und soll auch auf andere Regionen wie Thüringen und Berlin-Brandenburg übertragen werden. So bietet die Wiener Feinbäckerei Heberer unter dem Motto „Hessen backt’s“ traditionelle hessische Produkte wie das herzhafte Brötchen „Unser Weck“, saftigen Apfelstreuselkuchen oder das handausgehobene Brot „Das Echte“ an. Dabei setzt das Unternehmen wie auch im übrigen Produktportfolio auf höchste Qualität und Frische, heißt es in einer Mitteilung. „Das Konzept ist überaus erfolgreich in Hessen angelaufen und die regionalen Produkte erfreuen sich besonderer Beliebtheit bei unseren Kunden“, sagt Georg Heberer, gemeinsam mit Bruder Alexander Geschäftsführer des Unternehmens. So liege der im Bereich der Nahfilialen 1 Prozent über Vorjahr und 8 Prozent über dem Umsatzplan. Der Absatz der Brötchen liegt 2 Prozent, für Stückchen 3,1 Prozent über Vorjahresniveau und auch die Brote, allen voran der neu eingeführte „Hessenlaib“, verzeichneten steigende Verkaufszahlen.

Standortpolitik

Die Akzeptanz beim Kunden zeigt sich laut Feinbäckerei auch in den Unternehmenskennzahlen, die zugleich von der im vergangenen Jahr begonnenen Restrukturierung profitierten. In diesem Prozess hatte sich das Unternehmen konsequent von nicht profitablen Standorten getrennt und gleichzeitig seine Filialen in den Kernregionen sowie an Hochfrequenzstandorten wie Bahnhöfen und Flughäfen weiter ausgebaut und gestärkt. Auf Hochfrequenzstandorten und attraktiven Filialen im Nahbereich liegt neben einer weiteren Optimierung der Logistik- und Herstellungsprozesse auch der Fokus für das künftige Wachstum: Filialen an Bahnhöfen, U-Bahnhöfen und Flughäfen sowie Top-Innenstadtlagen werden weiter eröffnet oder ausgebaut. Anfang 2013 hatte Heberer die entwickelt und die Umsetzung eines neuen Konzepts begonnen, das im Wesentlichen eine Konzentration auf sogenannte „Kirchturmfilialen“ im Umkreis von 100 Kilometer der drei Produktionsstandorte Mühlheim am Main (bei Frankfurt), Weimar und Zeesen (bei Berlin) vorsieht.

Operatives Ergebnis stabil

Wie die Wiener Feinbäckerei weiter mitteilt, verzeichnet das Unternehmen von Jahresbeginn bis zum 30. April trotz geplanter Reduzierung der Filialzahl von 306 auf 266 ein stabiles operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau mit einem planmäßig leicht zurückgegangenen Umsatz um 4 Mio. Euro auf rund 33 Mio.  Euro. Das Ebitda verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr auf 1,8 Mi. Euro. Der Durchschnittsbon steigt um 3,7 Prozent (im Osten) und 2,6 Prozent (im Westen) und gruppenübergreifend auf mittlerweile 2,80 Euro.

Die Eigentümer betonen zudem mit, dass die Wiener Feinbäckerei Heberer auch in Zukunft als familiengeführtes Unternehmen weitergeführt werde. Dank eines Rückkaufs von Mezzaninekapital seien die Verbindlichkeiten der Gruppe um fast 10 Mio. Euro gesenkt worden. „Wir freuen uns, eine zukunftsfähige Lösung gefunden zu haben, die es uns ermöglicht, unsere über einhundertjährige Tradition als Familienunternehmen fortzusetzen“, so .


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