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„Wichtig ist, ganz nah an unseren Mitgliedern zu sein“

Steht vor vielfältigen Herausforderungen im Wahljahr 2017: ZV-Präsident Michael Wippler. Eine davon bleibt die Neustrukturierung des 140 Jahre alten Verbandssystems. (Quelle: ABZ-Archiv)+
Steht vor vielfältigen Herausforderungen im Wahljahr 2017: ZV-Präsident Michael Wippler. Eine davon bleibt die Neustrukturierung des 140 Jahre alten Verbandssystems. (Quelle: ABZ-Archiv)

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Von Ralf Küchle

Ein neuer Präsident zieht in den USA ins weiße Haus ein und in Deutschland ist Wahljahr. Spannende Zeiten für Interessenvertreter wie , Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV), mit dem die ABZ über seine Agenda für 2017 gesprochen hat:

„Grundsätzlich wichtig für uns ist es, ganz nah am Markt und unseren Mitgliedern zu sein. Wir betreiben ein ständiges Monitoring und haben den Gesetzgeber im , um bei für unsere Branche ungünstigen Ausreißern zu reagieren.“

Dokumentationsaufgaben

nehmen immer mehr zu

Baustellen gebe es viele: So funktioniere der von der Politik in Aussicht gestellte Bürokratieabbau überhaupt nicht. Die Gesetzgebung zu manipulationssicheren Kassensystemen führe zu mehr Aufwand.

Auch das Thema „zu hoher Salzgehalt in deutschen Brot und Brötchen“, das auf EU-Ebene angemahnt wurde, sei noch nicht vom Tisch: „Wenn da reduziert werden müsste, hätte das Auswirkungen auf unsere traditionellen Rezepturen, in die quasi ‚hineinregiert‘würde.“

In einem Wahljahr sei es besonders wichtig, mit klaren Positionen und als Lebensmittelhandwerk geschlossen aufzutreten – das heiße die Bäcker zusammen mit den Konditoren, den handwerklichen Speiseeisherstellern und Mühlen, den Fleischern und Brauern.

Auf internationaler Ebene seien der europäische Dachverband der Bäcker und Konditoren (CEBP) und der Weltverband (UIBC) eine starke Stütze.

Vorbereitungen für

die 2018 laufen

„2018 steht die nächste iba in München an, die als führende Weltmesse für Bäckerei, Konditorei und Snacks international Maßstäbe setzt: Da laufen die Vorbereitungen, und da sind wir zusammen mit dem Veranstalter, der Gesellschaft für Handwerksmessen (GHM ) in München, intensiv beschäftigt.“

Insgesamt sei toll, dass sich jeder Bäcker auch in den Jahren zwischen den iba-Messen in Deutschland auf der Südback über die aktuellen Entwicklungen informieren kann.

Zahlreiche Aktivitäten

zur Nachwuchsbindung

Der Schulterschluss, der im Verbund der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim vereinten Bildungseinrichtungen der 16 Landesinnungsverbände und des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, sei eng:

„Die Nachwuchsarbeit ist ein ganz wichtiger Schwerpunkt. Die Werbegemeinschaft des Deutschen Bäckerhandwerks stellt ihre aktuellen Aktivitäten zur Nachwuchskampagne vor. Da bin ich schon gespannt. Bei der Nachwuchsgewinnung sind wir erfolgreich – Reserven gibt es noch bei der Betreuung während und nach der Lehrzeit.“

Wettbewerbe

gewinnen an Bedeutung

Der Bereich Wettbewerbe habe in den vergangenen zehnJahren enorm zugelegt: „Internationale Erfolge unserer deutschen Bäcker erhöhen die Attraktivität des Berufsbildes. Das signalisiert, wenn du dich reinkniest, stehen dir Türen offen.“

Die Nationalmannschaft des Deutschen Bäckerhandwerks wurde 2008 gegründet, die Jahresaktivitäten seien gut durchgeplant.

„Auch die Digitalisierung haben wir im Blick – bei Bezahlsystemen und in der Produktion. Wir beobachten den Markt und machen uns zum Beispiel Gedanken über Bezahlsysteme. Die Geldkarte etwa findet bisher keine Akzeptanz.“

Das Ende

homogener Strukturen

In allen Bereichen gelte es, den Markt zu analysieren und dann sinnvolle Lösungen für das Handwerk zu finden: „Wir müssen auch ran an die Organisationsstrukturen: Die heutige Struktur ist über 140 Jahre alt, wenn man die Gründung des Zentralverbands 1874 betrachtet. Der Markt hat sich mittlerweile deutlich gewandelt, vor allem in den letzten Jahrzehnten.“

Verband strebt kurze

Reaktionszeiten an

Die homogene Struktur wie nach dem Zweiten Weltkrieg gebe es nicht mehr. Es gebe kleine Betriebe mit drei oder vierMitarbeitern, Mittel- und Großbetriebe mit mehr als 100Filialen.

„Wir reden mit allen. Ein kurzer Draht zur Basis und zeitnah zu reagieren, ist eine Grundvoraussetzung.“

Lesen Sie eine ausführliche Version des Interviews auf abzonline.de

Manipulation ausgeschlossen: Ab sofort ist es Pflicht, dass Kassen alle Eingaben lückenlos aufzeichnen.
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