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Weniger Mehrwertsteuer auf Brot

Der Internationale Währungsfonds sieht die Steuersenkung kritisch. +
Der Internationale Währungsfonds sieht die Steuersenkung kritisch.

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Hotels in Deutschland haben sie, die Mehrwertsteuerreduzierung. In Rumänien gilt die bald auch für . Hintergrund? 

Bukarest (age). Rumänien reduziert die auf Brot und Backwaren von derzeit 24 Prozent auf 9 Prozent. Das Gesetz soll laut Presseinformationsdienst Agra Europe (AGE) am 1. September in Kraft treten. Die Mehrwertsteuersenkung für Brot war ein zentrales Wahlkampfthema der Sozialdemokratischen Partei (PSD) und ist auch ein wesentliches Anliegen der amtierenden Regierung der Liberal-Sozialen Union (USL). Die Bukarester Statistikbehörde gibt den mittleren Brotkonsum in dem Balkanland mit nur 23 Kilogramm pro Kopf und Jahr an, verglichen mit 89 Kilogramm im Durchschnitt der Europäischen Union. Die Angabe der Statistikbehörde bezieht sich laut AGE allerdings lediglich auf den „versteuerten“ Verkauf im Handel; tatsächlich erfolgt der Brotabsatz aber häufig ohne Berücksichtigung der sehr hohen Mehrwertsteuer. Der Internationale Währungsfonds sieht die geplante Steuersenkung „äußerst kritisch“. Diese Entscheidung sei jedoch eine Sache Rumäniens. Rumäniens Regierung geht davon aus, dass durch die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Brot und Backwaren die weitverbreitete in der Backwarenbranche deutlich abnehmen wird und so letztlich die betreffenden Steuereinkünfte sogar steigen werden. Das Ausmaß der Steuerhinterziehung in der Backwarenbranche wird auf 80 bis 90 Prozent des Umsatzes geschätzt. Für die Backwarenbranche ist die Steuer von 24 Prozent indes eine starke Belastung, heißt es. Ihretwegen seien 2012 zahlreiche Backwarenbetriebe insolvent oder pleite gegangen, beklagt Aurel  Popescu, Präsident der Branchenvereinigung Rompan. Das Jahr 2012 sei das schlechteste Jahr in der Geschichte der Backwarenindustrie Rumäniens gewesen.

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