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Weniger Geld für Ernährung

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Bundesbürger geben nur 9,7 Prozent des Einkommens für Lebensmittel aus

Bonn (age). Die deutschen Verbraucher geben immer weniger Geld für Lebensmittel aus. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) vergangene Woche unter Berufung auf Angaben des Statistischen Bundesamtes mitteilte, entfielen 2007 nur noch 9,7 Prozent des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte auf Nahrungsmittel; im Jahr 2006 waren es 13,9 Prozent.

Diese für die Verbraucher erfreuliche Entwicklung wird laut RLV noch deutlicher, wenn man auf das Jahr 1950 zurückblickt. Damals habe der Anteil der Aufwendungen für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren noch 44 Prozent betragen. Heute sei festzustellen, dass die Deutschen bei steigenden Konsumpreisen zuerst am Kraftstoff zum Autofahren sparten.

Als zweitgrößter Sparposten werde von den Verbrauchern der Bereich Lebensmittel angegeben. Erst danach würden die Ausgaben für Strom, Kleidung und Urlaub verringert. Die – gemessen an den Gesamtkonsumausgaben – niedrigeren Aufwendungen für Lebensmittel seien allerdings nicht nur eine Sache der Prioritäten, sondern auch der Relationen, erklärte der RLV. Während die Löhne seit 1950 um etwa das Zwanzigfache angestiegen seien, zeige sich bei den Lebensmittelpreisen ein anderes Bild: Die Brotpreise seien beispielsweise um knapp das Neunfache teurer geworden.

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