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Wachstum mit Foodservice

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Aral punktet bei Snacks und Kaffee / 85.000 Kaffees am Tag verkauft

Im Shop- und Bistrogeschäft bleibt Deutschlands größter Tankstellenbetreiber eigenen Angaben zufolge auf Erfolgskurs. Während das Kraftstoffgeschäft im vergangenen Jahr uneinheitlich verlaufen ist, erzielten die Tankstellenunternehmer in den Shops der gesellschaftseigenen Stationen (rund 1225) mit über 1,5 Mrd. Euro Umsatz ein positives Ergebnis.

Damit setzt Aral die Entwicklung des Vorjahres weiter fort und profitiert vom mobilen Verbraucher. Denn der Umsatz wächst auf gleicher Fläche um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was dem Unternehmen zufolge vor allem auf den Zuwachs im Bereich Foodservice und Getränke zurückzuführen ist.

Während es für die Tankstellenbetreiber beim Verkauf von Kraftstoffen immer schwieriger wird, rentable Margen zu erzielen, brummt das Zusatzgeschäft in den Shops und Petit Bistros. Zwar bilden Tabakwaren mit 54,2 Prozent immer noch der größte Posten beim Umsatz, aber der Bereich Foodservice und Getränke legte in den vergangenen Jahren kontinuierlich zu. Aktuell haben beide zusammen einen Anteil von 25 Prozent erreicht, während das traditionelle Tankstellengeschäft mit Auto-Pflege-Artikeln (ohne Kraftstoffe) nur 2,8 Prozent ausmacht.

Vor allem im Foodservice – dem lukrativen Geschäft mit heißen und kalten Snacks – sind die Umsätze in den vergangenen beiden Jahren förmlich in die Höhe geschossen. Waren hier die Umsätze von 2007 bis 2012 relativ stabil, steigerte Aral den Absatz in diesem Bereich im Jahr 2013 um 9,3 Prozent von 175,8 Mio. auf 192,2 Mio. Euro. Im vergangenen Jahr verzeichneten die mittlerweile 1133 Petit Bistros mit einem Umsatz von 202,1 Mio. Euro ein erneutes Plus von 5,2 Prozent.

Im Segment Getränke, das im Gesamtwarenkorb des Aral-Shops mittlerweile einen Anteil von 11,7 Prozent einnimmt, profitieren die Tankstellenbetreiber von der immer noch weiter steigenden Nachfrage nach zum Mitnehmen. Hier spricht Aral sogar von einer absoluten Erfolgsgeschichte innerhalb von neun Jahren. Während der Nettoumsatz bei Kaffee im Jahr 2006 noch 22,8 Mio. Euro betragen hat, sind die Betreiber 2014 bei mittlerweile 47,3 Mio. Euro angekommen. Vor allem im vergangenen Jahr legte der Kaffeeumsatz gegenüber dem Vorjahr nochmal um 8 Prozent zu. Aktuell verkaufen Tankstellen rund 85.000 Kaffees pro Tag, so dass sich Aral sogar als größter „Coffee to go“-Anbieter in Deutschland bezeichnet.

Um diesen Erfolgslinie fortzusetzen, testet Aral in Zusammenarbeit mit derzeit ein neues unter der Bezeichnung . Das Geschäftsmodell richtet sich an Kunden mit knappem Zeitbudget, die den Tankstellenbesuch auch zum schnellen und bequemen Einkaufen nutzen möchten. Durchgeführt wird der Test an zehn Tankstellen im Raum Bochum, Düsseldorf und Köln und soll insgesamt ein Jahr dauern. Die Pilot-Shops basieren auf dem Rewe-to-go-Konzept, das die Einzelhandelskette für Hochfrequenzlagen wie Bahnhöfe oder Einkaufsstraßen entwickelt hat. Die Shops bieten den Kunden ein deutlich ausgeweitetes Sortiment an frischen, gekühlten Convenience-Produkten wie Sandwiches, Wraps, Sushi, geschnittenem Obst, Salaten, Suppen, Gemüse und Desserts. Darüber hinaus finden die Verbraucher auch ein ausgewähltes Sortiment an Lebensmitteln als Ergänzung zu den verschiedenen Mahlzeiten wie beispielsweise Müsli, Brotaufstriche, Pasta, Reis, Gewürze, Zucker, Öl und ähnliches. Neu ist zudem ein Backwarenangebot, aus dem die Kunden in Selbstbedienung auswählen können.


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  • Snacks
    Werner Kräling | Jürgen Rieber

    Snacks

    Das Spektrum der Snacks ist riesig: Belegte Brötchen, Brote, Sandwiches, Bagels, Seelen, Waffeln, Muffins, Fladenbrote, gebackene Snacks, Panini, Pizza, Strudel, Zwiebelkuchen, Quiches, Flammkuchen und kleine Gerichte.

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Bis Jahresende sollen deutschlandweit schon 60 Tankstellen einen Rewe To-Go-Shop haben.
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