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Vom deutschen Verbraucher so akzeptiert

Diese Kennzeichnung hat sich aus Sicht des BLL bewährt.  (Quelle: Verband)+
Diese Kennzeichnung hat sich aus Sicht des BLL bewährt. (Quelle: Verband)

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Lebensmittelwirtschaft lehnt die von den Briten beschlossene Deklaration in Ampelfarben ab

Die deutsche Lebensmittelwirtschaft bevorzugt die seit Jahren praktizierte sachlich-fachliche Nährwertkennzeichnung weiterhin. Dies teilt der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) mit. Hintergrund ist die Empfehlung des britischen Gesundheitsministeriums für eine Nährwertkennzeichnung mit Ampelfarben.

Der , der 500 Verbände und Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette vertritt, betont in einer Pressemeldung, dass die Nährwerttabelle und die von den Unternehmen in großem Umfang zusätzlich verwendete GDA-Kennzeichnung (Guideline Daily Amounts) sich bewährt hat und vom deutschen Verbraucher akzeptiert ist. Zudem werden die Angaben zu den wichtigsten Nährstoffen Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß, Salz sowie den Brennwert bezogen auf 100 g/ml ab 2014 in großem Umfang verpflichtend.

„Die zukünftig verpflichtende Nährwertkennzeichnung bildet neben anderen Produktangaben die Grundlage für eine selbstständige und auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete Kaufentscheidung der Verbraucher“, stellt Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff klar. Die zusätzliche, freiwillige GDA-Kennzeichnung erweitert diese Information bezogen auf Portionen und in der Zwischenzeit vom Europäischen Gesetzgeber anerkannte Referenzmengen.

Mit dem Ampelsystem, das sich lediglich auf vier Nährstoffe bezieht, sei eine zutreffende Einordnung eines Produktes und seiner Bedeutung für die Gesamternährung hingegen nicht möglich, denn zentrale Informationen wie die zum Brennwert und zu anderen wichtigen Nährstoffen werden nicht berücksichtigt. „Die farbliche Bewertung einiger weniger Nährstoffe eines Lebensmittels trägt unserer Auffassung nach nicht zu einem besseren Verständnis einer ausgewogenen Ernährung bei“, betont Minhoff.

Mit der Lebensmittelinformations-Verordnung ist zwar weitgehend ab 2014 und dann vollständig ab 2016 europaweit die Nährwertkennzeichnung in Form der Nährwerttabelle für grundsätzlich alle verpflichtend. Weitere Formen der Nährwertkennzeichnung können darüber hinaus aber ausdrücklich auf nationaler Ebene empfohlen werden, wenn sie wissenschaftlich fundiert und verständlich sind und den Warenverkehr nicht behindern. Auf Basis dieser Option hat das britische Gesundheitsministerium diese Woche die Empfehlung für eine freiwillige Hybridnährwertkennzeichnung auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen ausgesprochen und damit die Diskussion um die Ampel befeuert.

Gilt jetzt doch auch für „handwerklich hergestellte Lebensmittel“: die Angabe der Nährwerte.
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