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Viele Wege führen in die Zukunft

... in den Pausen lockerer Meinungsaustausch. (Quelle: Fedra)+
... in den Pausen lockerer Meinungsaustausch. (Quelle: Fedra)

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Lebhafte wie intensive Vorträge begeistern und inspirieren beim Backkongress in Frankfurt

Was bewegt Menschen dazu, morgens das Bett zu verlassen? Sebastian Lück hat darauf eine klare Antwort: „Weil ich das beste Brot in Deutschland backen möchte.“ Stille im Publikum.

Sätze wie dieser des Gründers der Backklappe in Weimar hallen nach – auch bei den etwa 80Teilnehmern am in Frankfurt. Und wenn der Familienvater, der vor dem Quereinstieg ins Bäckergeschäft in Sachen Wodka erfolgreich war, über den Preis seiner Brote spricht, ist ihm die ungeteilte Aufmerksamkeit auch sicher: „Ein Kilo Emmer-Brot kostet zehn Euro.“

Baby-Boomer

als Branchen-Retter

Dem gegenüber stellt Betriebsinhaber und Norbert Büsch den Appell, „die Kirche im Dorf zu lassen und Produkte zu guten, aber nicht zu astronomischen Preisen anzubieten“. Und weiter: „Wenn wir die 1960er-Jahrgänge als Kunden gewinnen, haben wir eine Zukunft.“ Dem Babyboom sei Dank.

Geschichten wie diese und Typen wie diese waren es, die dem Kongress eine Intensität verliehen haben, der sich auch ein Kenner und Könner der Branche nicht entziehen konnte, der eigentlich mit ganz anderen Aufgaben betraut worden war: „Ich nehme hier jede Menge Anregungen mit“, meinte Bäckermeister Josef Hinkel, der launig wie pointiert als Moderator durch den Tag führte, der eigentlich schon am Nachmittag zuvor mit einem Thementisch zu Bäcker-Gastro begonnen hatte.

Erst das Vergnügen,

dann das Fußball-Elend

Nach 90 Minuten höchst lebendigen Meinungsaustausches, auf die 90 Minuten Fußballstarre mit deutscher Beteiligung folgten, war die Meinung eindeutig: Weder bei Gastro noch anderen Themen gibt es den einen richtigen Weg, sondern derer ganz viele, die zum Ziel und damit zum Erfolg führen.

Wie sagte doch Tanja Huck, Chefin der gleichnamigen Bäckerei mit Gastro-Kompetenz in Frankfurt: „Jeder versteht was anderes unter Bäcker-Gastro. Die einzig gültige Definition gibt es nicht.“ Oder mit den Worten von Norbert Büsch formuliert: „Jeder Bäcker, der heute am Markt ist, kann nicht viel falsch gemacht haben – sonst wäre er nicht mehr am Markt.“ (aram)

Die Brotsommeliers des Jahrgangs 2018 bei ihrem Abschluss mit Johann Lafer.
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