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Brötchen sind nach drei Stunden Müll

Backwaren-Retouren sind ein Problem für Bäckereien und Gesellschaft. (Quelle: Archiv/ Kauffmann)+
Backwaren-Retouren sind ein Problem für Bäckereien und Gesellschaft. (Quelle: Archiv/ Kauffmann)

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Einer WWF-Studie zufolge definieren Verbraucher den Begriff "Frische" deutlich enger. Das sei einer der Gründe für hohe Backwaren-Retouren.

Berlin (abz). Was noch vor ein paar Jahren undenkbar gewesen sei, ist heute Realität „Ein Brötchen, das drei Stunden alt ist, gilt heute als nicht mehr verkäuflich,“ sagt Tanja Dräger. Die Referentin für nachhaltige Ernährung beim (World Wide Fund For Nature) bezieht sich auf eine Studie der Umweltorganisation, die unter dem Titel "Unser täglich Brot" die Vernichtung von überschüssigen Backwaren thematisiert.

In Deutschland werden laut WWF jedes Jahr ungefähr 4,5 Mio. Tonnen Backwaren hergestellt. Davon werden 1,7 Mio. Tonnen weggeworfen.

Da der Kunde erwarte, immer eine große Vielfalt an frischen Backwaren im Regal vorzufinden, wenn er die Bäckerei betritt, müsse die Backware immer vorrätig sein. So bliebe am Ende des Tages einiges übrig.

Auch die zunehmende Konkurrenz von Supermärkten, Discountern und Backdiscountern sei ein Problem.

Keine exakten Zahlen gebe es dazu, was mit dem überschüssigen Brot passiere. Ein Teil werde der gespendet oder zu Tierfutter verarbeitet. Könnten Backwaren nicht weiterverarbeitet werden, landen sie entweder im Müll oder in der Biogasanlage.

Zur Studie: "Unser täglich Brot"

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