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Glockenbrot
Die Rewe-Tochter Glockenbrot hat sich in Bayern aus der Vorkassenzone von Supermärkten zurückgezogen. Die Begründung überrascht.
Der Deal ist schnell abgelaufen – und diskret. Keine Ankündigung, keine öffentliche Erklärung, nichts dergleichen. Binnen zwei Monaten hat die Glockenbrot-Bäckerei die Vorkassenzonen in Rewe-Märkten in München und Umgebung aufgegeben. 15 Märkte sind nach Angaben eines Sprechers der Bäckerei betroffen. Bayernweit handelt es sich um 26 Filialen.
Die Vorkassenzonen seien sukzessive in der Zeit zwischen Januar und 1. März übernommen worden. Sie sind jetzt in den Händen zweier bayerischer Großbäcker: Bachmaier und Ihle. Sie haben auch die Mitarbeiter der ehemaligen Glockenbrot-Filialen übernommen, ist zu erfahren.
„Wir wollen uns auf verpackte SB-Backwaren für Rewe- und Penny-Märkte konzentrieren“, erklärt die Unternehmenszentrale in Köln den Schritt. „In der Vorkassenzone hat der Kunde gerne einen regionalen Bäcker“, heißt es. Die Glockenbrot-Bäckerei hat ihre Wurzeln im Rhein-Main-Gebiet. Dort betreibt sie nach wie vor rund 300 Filialen. An der Strategie dort als regionaler Anbieter aufzutreten, will man dem Vernehmen nach festhalten. Inwieweit die geschäftliche Entwicklung in den bayerischen Filialen ausschlaggebend für den Strategiewechsel war, dazu will sich Rewe nicht äußern.
Fakt ist: Mit dem Glockenbrot-Werk im bayerischen Bergkirchen hat Rewe 2010 seine Backkapazität verdoppelt. Von Überkapazitäten könne auch nach der Trennung vom Filialgeschäft in Bayern nicht die Rede sein, stellt Rewe klar. Von Bergkirchen aus beliefere man Märkte in ganz Deutschland. Auch die konzerneigenen Bäckereifilialen und Bistros im Rhein-Main-Gebiet gehörten zu den Abnehmern.
